E-Fuels + Power-To-Liquid (PTL)

 
TICKER:  Aktuelle Meldungen und Entwick­lungen

  • Deutschlands erstes stationäres LNG-Terminal wird gebaut und soll in 2027 in Betrieb gehen. Der Standort in Stade bietet beste Voraussetzungen, auch für zukünftige Industrieprojekte mit Wasserstoff.
     
  • TotalEnergies erhält bezieht künftig 500.000 Tonnen 'grünen Wasserstoff' pro Jahr vom Industriegase-Hersteller Air Products.
     
  • RWE plant weitere Wasserstoff-Gaskraftwerke in NRW zu bauen. Mit Wasserstoff betriebene Gaskraftwerke sollen dann den benötigten Strom erzeugen, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Geplante Standorte sind Weisweiler, Werne und Voerde.
     
  • Die Zahl der Neuzulassungen von E-Autos in Deutschland ist im zweiten Quartal stark eingebrochen. Im Mai ging die Zahl gegenüber dem Vorjahresmonat um -30,6% auf 29.700 zurück. Die Neuanmeldungen von Benzin- und Dieselfahrzeugen legten dagegen zu.
     
  • Das Bundeskabinett geht im Sommer Regelungen zur CO2-Speicherung sowie ein H2-Beschleunigungsgesetz an. Mit einem Kohlendioxid-Speicherungsgesetzes soll zukünftig die unterirdische CO2-Speicherung möglich werden, mit der 'Carbon Capture and Storage' Technologie (CCS).
     
  • Verkaufsstart HVO100 Diesel. HVO sind paraffinische, hochreine(!) Dieselkraftstoffe. Ab Ende Mai darf der innovativ neue, mit Wasserstoff hydrierte Kraftstoff an deutschen Tankstellen verkauft werden. Ein wichtiger Schritt zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes.
     
  • Die G7-Staaten haben Ende April beschlossen, in der ersten Hälfte der 2030er Jahre aus der Kohleverstromung komplett auszusteigen. Ein wichtiger Schritt zur Reduzierung der CO2-Emissionen und für einen wirksameren Klimaschutz. Auch der Ausstoß des besonders klima­schäd­lichen Methan­gases soll weltweit drastisch reduziert werden. Zudem will man mit einer 'G7-Wasserkoalition' die globale Wasserkrise angehen.
     
  • Airbus und der französische Multi TotalEnergies schließen eine strategische Partnerschaft bezüglich SAF (Sustainable Aviation Fuel). Mit klima­ver­träglichen Flugzeug­kraft­stoffen soll erheblich dazu beitragen werden, die Luftfahrt zu dekarbonisieren.
     
  • Die Bundesregierung einigt sich auf Finanzunterstützungen für den Bau neuer wasserstofffähiger Gaskraftwerke. Zunächst werden diese dann einige Jahre mit Gas betrieben, um die "Dunkelflauten" abzudecken.  In den 2030er-Jahren sollen sie dann komplett auf Wasserstoff umgestellt werden.
    Das Bundeswirtschaftsministerium schätzte kürzlich, dass rund 50 neue Gaskraftwerke bis 2030 gebaut werden müssen, um die wetterabhängige Windkraft- und Solarstrom-Produktion auszugleichen und die Versor­gungs­sicher­heit zu gewährleisten.

 

  • Europa hat sich ein neues Klimaziel 2040 gesetzt. Die EU-Kommission empfiehlt, die Netto-Treibhausgasemissionen bis 2040 um 90% gegenüber 1990 zu senken. Das wäre ein Etappenziel auf dem Weg zur angestrebten EU-Klimaneutralität bis 2050. Ein entsprechender Gesetzesvorschlag ist in der Parlamentsdiskussion.
     
  • Die US-Energiebehörde EIA erwartet, dass die CO2-Emissi­onen bis 2050 um bis zu 34% steigen könnten. Obwohl Chinas Kohle­ver­brauch ab 2030 zurückgehen werde, dürfte sich Indiens Kohle­ver­brauch noch fast ver­dop­peln!
     
  • China baut seine Kohleverstromung massiv aus. Bis 2030 wird Chinas Kohleverbrauch noch um 25% ansteigen, im Wider­spruch zu den allen Klima­schutz­anstreng­ungen. Der Anteil erneuerbarer Energien am chinesischen Strommix stieg trotz der Ausbauten bislang nicht merklich an.
    Zudem wird Indien seine Kohleproduktion bis 2030 verdoppeln, um dem gigan­tischen Energie­hunger zu entgegnen. Dazu will Indien seine Kohle­förderung in den nächsten 6 Jahren auf 1,5 Milliarden Tonnen verdoppeln! Auch sollen 88 Kraftwerke gebaut werden.
    Was nützt es dem Planeten und dem Weltklima, wenn europäische Industrieländer auf erneuerbare Energien umbauen bis hin zur CO2-Neutralität für 2050, wenn in den entscheidenderen Ländern keine Ausstieg sattfindet? Eine Lösung hat keiner.

     
  • Ernüchternde Mengenrelation: Mit dem neuen Gebäude­energie­gesetz wird in Deutsch­land in den Jahren 2024 - 2030 gerade mal so viel CO2 einge­spart, wie China an einem Tag in die Atmos­phäre bläst.
     
  • Wärmepumpen: Laut einer Studie sind die Hälfte der Gebäude für eine Wärme­pumpe untauglich. Eine Studie kommt aber zu dem Ergebnis, dass die Hälfte der Häuser für eine Umrüs­tung unge­eignet ist. Die Wärme­kosten würden weglaufen.
     
  • Chinas Bedarf an LNG Flüssiggas wird sich bis 2025 auf 160 Mio. Tonnen verdoppeln. Zudem werden die Kohle­importe Chinas in diesem Jahr auf 329 Mio. Tonnen und in 2024 sogar auf 378 Mio. Tonnen ansteigen. Ähnlich sieht es für Indien aus.
    Wie viele Wind- und Solar­anlagen müssten noch mal gebaut werden, wolle man dieses ersetzen?
     
  • Die globale Produktion von Biokraftstoffen hinkt den Klimaambitionen hinterher. In den letzten fünf Jahren ist die Produktion von Biokraftstoffen um durchschnittlich +4% pro Jahr gestiegen. Um deren Anteil für das gesteckte Netto-Null-Ziel für 2050 zu erreichen, müsste der Zuwachs jedoch dreifach höher sein, im Bereich von +13% jedes Jahr.
     
  • Laut dem 'World Energy Invest­ment 2023' Report der IEA werden die weltweiten Projektgelder für erneuer­bare Energien in 2023 auf 1,7 Billionen US-Dollar ansteigen. Ganz vorne liegen dabei die Investitionen in die Solar­energie, die 650 Mrd. Dollar erreichen. Die dürften damit zum ersten Mal in der Geschichte die Investitionen der Ölbranche übertrumpfen.
     
  • Laut einem UN Bericht ist die Menschheit offenbar nicht in der Lage, die globale Erwärmung zu stoppen. Um das gesetzte Klimaziel von Paris zu erreichen, reichen die Maß­nahmen zur globalen Energie­wende definitiv nicht aus. Die Situation ist ernüchternd und alarmierend. Bei dem derzeitigen Kurs läuft die Welt auf mindestens +2,8°C an Erwärmung zu und damit in die unum­kehr­bare Katastrophe.
     

E-Fuels - Kraftstoff aus Ökostrom!

e-Fuels tanken

 

Info-Beitrag
der UNITI
(Clip)

Flüssige Brennstoffe können künftig durch PowerT­oLiquid erzeugt werden!

  • Schritt 1:
    Die aus alternativem Strom erzeugte Energie kann in Wasserstoff gewandelt werden und in der Form für permanente Verfügbarkeit gespeichert werden.
  • Schritt 2:
    Der Wasserstoff wird in einem zweiten Prozess in großer Menge mit dem CO2 aus Abgasen in einen flüssigen Brennstoff gewan­delt. Dieses syn­thetisch erzeugte Öl speichert die Energie um Faktoren besser und effizienter als modernste Akku­tech­nologien.
  • Schritt 3:
    eFuels werden mit Verbrennungs­motoren, Fuel-Turbinen und Öl­heizungen wie bisher und mit der gleichen Technologie verbrannt. Letztlich aber zu 100% klima­neutral (bis auf geringe Prozess-Neben­energien.)
PowerToLiquid: P2L (PTL) => E-FUELS

 

Die unerschöpfliche Energie der Sonne techno­logisch richtig nutzen:
- Das ist PTL !

Die großen Vorteile:

  1. Effizienter und schneller umsetzbar, denn die Logistik wie auch die Zwischen­lager (herkömm­liche Tanks) sind komplett vorhanden.
  2. Die bestehende Infrastruktur muss nicht auf Strom­speiche­rung und E-Motoren umgestellt werden. Die gesamte Logistik und die Ölheizung und sogar die Verbren­nungs­motoren in allen Fahr­zeugen können mit gering­sten Ände­rungen beibe­halten werden. Ebenso die Tanklager, die Tankstellen und die Mineralöl­logistik und der Mineralöl­handel.
  3. Dieses Verfahren ist zu annähernd 100% CO2-neutral! Der Wasser­stoff wird aus Wasser gewonnen (Elektrolyse), wobei reines O2 frei wird. Der Kohlen­stoff wird aus der Luft (CO2) gewonnen, wobei ebenfalls O2 frei wird.
  4. Die Abgase der Verbren­nungs­motoren und Ölhei­zungen gehen als CO2 wieder in die Atmos­phäre, aber dieser wurde das CO2 in gleichem Umfang vorher entzogen.
    CO2-Bilanz und schädlicherlicher Klima­effekt = Null.
  5. Umzustellen sind die Raffinerien. Sie erzeugen die Ölpro­dukte nicht aus Rohöl, sondern aus Strom, Luft und Wasser. Die Umstellung ist machbar. Neben den Solar­feldern in sonnen­reichen Regionen und ebenso neben heimischen Windparks werden mittel­große PtL-Wandler­anlagen stehen. Kleinere Anlagen sind bereits gebaut und funktio­nieren!

E-FUELS und PTL sind

  1. Effizienter !
  2. Speicherbarer !
  3. Insgesamt erheblich kostengünstiger !
    Also bezahlbar von Staat und Bürgern.
  4. Letzlich schneller realisierbar(!) als eine globale E-Mobilität.

 

#eFuels  - Die machbare Zukunft !

  • Es besteht die Möglichkeit, dass erneuer­bare Fuels den fossilen in zuneh­mendem Maße beige­mengt werden, stufen­weise bis 2045 hoch auf 100%!
  • Mit eFuels bliebe die Welt beim Heizöl und bei den Verbren­nungs­kraft­stoffen - aber ersetzt durch in der Gesamt­bilanz klima­neutrale synthe­tische Kraft­stoffe für Auto, Schiffe und Flugzeuge.
  • Benzin, Diesel, Kerosin, alles ist herstellbar und nach Verfüg­barkeit prozen­tual zuneh­mend bei­mischbar. Die Verbrenner­motoren und Flugzeug­turbinen arbeiten damit in der Vollbe­trach­tung CO2-neutral!
    Es ist kein gigantischer Technologie­umbau nötig. Die bisherigen Motoren werden "klimasauber", auf jedem Kontinent der Welt.
  • Die E-Mobilität scheint ein großer Irrweg zu werden, weil der Aufwand zu gigantisch, zu teuer und zu langsam ist.
    Mit derzeitiger Batterie­techno­logie ist das kein realis­tischer Weg. Es müsste die Batterie völlig neu erfunden werden.

 

Klimaerwarmung, C02 Ausstoß

Thema "Mobili­tätswende'

forsa Umfrage:  Eine große Mehrheit würde E-Fuels tanken!

Die renommierte forsa Politik- und Sozial­for­schung GmbH hat im Auftrag von UNITI eine reprä­sentative Befragung zum Thema „E-Fuels“ durch­geführt. Vor die Wahl zwischen einen Elektro­auto und ein mit E-Fuels betriebenes Diesel- oder Benzin­auto gestellt, würden sich 60% für den Verbrenner mit synthe­tischem Kraftstoff entscheiden. 82% der Befragten können sich grundsätzlich vorstellen, klimaneutrale E-Fuels zu nutzen. Nur 15% schließen das aus. Als Haupt­gründe für eine ableh­nende Haltung werden der Preis genannt sowie zu wenig über E-Fuels zu wissen.

Aufklärend dazu das Statement von Elmar Kühn (UNITI): E-Fuels, vorzugsweise auf Basis von "grünem Wasserstoff", sind zu 100% neutral".
Damit ist die E-Fuels Technologie den E-Fahr­zeugen hinsichtlich CO2- und Klima­aus­wirkung sowie der Umwelt­belastung weit überlegen, denn von der Lithium­gewinnung und der Batterie­herstel­lung im gigan­tischem Umfang für die E-Fahrzeuge kann das in der Gesamt­bilanz nicht behauptet werden.

Synthe­tische Kraftstoffe werden zu jedem Zeitpunkt für die Auto­fahrer bezahlbar sein, denn E-Fuels würden zu Beginn nur in geringen Anteilen fossilen Kraft­stoffen beigemischt. Durch den Ausbau von Produk­tions­kapazi­täten werden die Herstel­lungs­kosten zunehmend sinken. Der Bei­mischung­santeil der E-Fuels würde allmählich steigen, während auf der anderen Seite die Produk­tions­kosten stetig sinken. Es ist daher davon auszu­gehen, dass Kraft­stoffe mit E-Fuels Bei­mischung von Beginn an für den Autofahrer nur einige Cent pro Liter teurer sein werden als bisherige rein fossile Kraft­stoffe.

Eine deutliche Mehrheit würde Verbrenner mit E-Fuels den Elektro­autos vorziehen. 60% würden auf E-Fuels setzen, 27% auf batterie­betriebe E-Fahr­zeuge. Die forsa Zahlen belegen, dass die Menschen E-Fuels den Vorzug geben würden. Die Politik auf nationaler und europä­ischer Ebene spiegelt den Willen Bürger bei der Defossi­lisierung des Verkehrs bislang nicht ange­messen wider. Hier sollte dringend nachkor­rigiert werden und der Weg für den Markt­hochlauf der E-Fuels schnell freige­macht werden!

 

Ölproduktion, Lagermengen, Energiesektor, erneuerbare Energien

Hier die hochin­ter­essante  FORSA Umfrage
 


Weitere Infos zur eFuel Technologie:

✅  Flüssige Energie­träger in Zukunft unverzichtbar!

✅  Futures Fuels = CO2-neutrale Energie:

✅  en2x  - clean-fuels-for-all:

✅  Weitere Infos von 'Chemie Technik':

PTL und PTX

  • Broschüre der IWO zum Thema "Energiewende und Klimaschutz"
    Nur so kann die Energiewende geschafft werden: « Power-to-X ».
    Sehr lesenswert!

Power to X Allianz

 

Grüner Strom und grünen Wasserstoff effektiv erzeugt

Fakten:

  • PtX ermöglicht in der Zukunft effek­tiven Klima­schutz und eine erfolg­reiche Technologie- und Indus­trie­politik.
  • PtX stellen eine Ergänzung und Komplett­techno­logie zum Ausbau der erneuer­baren Energien, von Strom­netzen und von Strom­speichern dar.
  • Aus PtX-Anlagen gewonnene Fuels und Gase lassen sich über lange Zeit­räume speichern. Sie können volks­wirt­schaft­lich effizient in die beste­hende Infras­truktur, beispiels­weise dem Tank­stellen­netz, integriert werden.
     
  • Klimaneutrale flüssige Energieträger sind anderen alter­nativen Energie­trägern überlegen. Politik, Wirtschaft und Gesell­schaft ist zum Dialog über die nationale und inter­nationale Energie­zukunft aufge­fordert.
     
  • Der Bund wird künftig H2-Zukunftsprojekte mit 350 Millionen Euro fördern. Zur weiteren Umsetzung der nationalen Wasser­stoff­strategie haben das Wirtschafts- und das Forschungs­minis­terium jetzt eine Regelung zur Förderung inter­nationaler Wasser­stoff­projekte vorgelegt.
     
  • P2X Europe, ein Joint Venture von H&R und der Mabanaft Gruppe, wird zusam­men mit Nordic Electrofuel (Norwegen) synthese­basierte E-Fuels in kommer­ziellen Mengen herstellen. Die Anlagen werden bis 2024 aufgebaut.

Negativ-Szenarien Klima. Wegschauen?

  • Das möchte man "am liebsten nicht wissen".

    UN-Generalsekretär Guterres sagt: „Die globale Klima-Zeitbombe tickt“. 60% der regelmäßig durch Nachrichten informierten Menschen fürchten, dass der Klimawandel in das Endszenario der Menschheit führen wird.

    D
    er Präsident des 'Copenhagen Consensus Center', Bjorn Lomborg, schätzt auf Basis von Modellrechnungen seinen Instituts, dass der Temperaturanstieg um lediglich 0,17 Grad Celsius zurückgehen würde, wenn jede Nation jedes Mitwir­kungs­ver­sprechen erfüllen würde, das im Pariser Klima­abkommen von 2015 gemacht wurde. Das würde letztlich überhaupt keinen Unter­schied machen.

    Um die Versprechen des Pariser Klima­abkommens zu erfüllen, müsste jedes Land seine jährliche CO2-Reduzierung bis 2030 auf das Elffache von den steigern, was die Welt während der Covid-Lockdowns erreichte. Das ist kaum realistisch bis fast undenkbar, sagt Lomborg.

    China baut jede Woche etwa ein schmutziges Kohlekraftwerk – mehr als der Rest der Welt zusammen. Die Umwelt­verschmut­zung und die CO2-Emis­sionen dieser Anlagen werden alle Emis­sions­minde­rungen der Ameri­kaner und Euro­päer zusammen bei weitem über­steigen. China ist bereits für mehr als 1/4 aller globalen CO2-Emis­sionen verant­wortlich. Zwar setzt Peking parallel auch zunehmend auf Solar- und Windkraft, aber das reicht nicht. Dabei ist Chinas Ziel, auf diesem Sektor der absolute Welt­markt­führer zu werden. Auch ist China der domi­nierende Akteur bei erneuerbaren Technologien, Selten­erd­mineralien und Kompo­nenten für E-Fahrzeuge.
Stromerzeugung , Energiegewinnung

Neues Gesetz zur Verpflichtung zum Energie­sparen

  • Der Deutsche Bundestag hat Ende September einem Gesetzes­entwurf zugestimmt, der die Verpflich­tung zum Energies­paren in allen Sektoren fest­schreibt.
  • Das Ziel ist es, den Energieverbrauch in Deutsch­land bis 2030 um 26,5% bezogen auf das Referenz­jahr 2008 zu reduzieren.
  • Im Vergleich dazu lag die Energieein­sparung im Corona-Jahr 2020 bei weniger als 6%.
    Es stellt sich wirklich sehr die Frage, wie denn diese -26,5% überhaupt praktisch und faktisch erreicht werden sollen. Ein großes Frage­zeichen.
     
  • Laut einer Civey-Umfrage des TÜV befürworten 59% der Bundes­bürger, dass defekte Öl- und Gas­heizungen durch nach­haltige Alterna­tiven ersetzt werden müssen. 60% lehnen aber ein gene­relles Verbot ab. Jeder Dritte kann sich beim Heizungs­wechsel den Umstieg auf eine Wärme­pumpe vor­stellen, sofern denn die Anschaf­fungs­kosten sinken.

 

Energieeinsparung per Gesetz

Energie­ver­sorgung, Stromver­sorgung

  • EU gibt das Okay für deutsche H2-Projekte:
    Das EU-Parlament hat Deutschland grünes Licht für 24 IPCEI-Wasserstoffprojekte gegeben. Diese Projekte sind eingebunden europäische Vorhaben 'IPCEI Hy2Infra', das von sieben EU-Ländern umgesetzt wird.
  • Primärenergieverbrauch:
    Wegen der Ukraine-Krise und den Versor­gungs­unsicher­heiten importierte die EU in 2023 um 55% mehr Kohle. Mit hohen Gaspreisen erscheint Kohle zur Strom­erzeu­gung als überaus attraktiv. Profit-orientiert gedacht, nicht klima-orientiert gehandelt!

    Brüssel hat die Kern­energie- und die Erdgas-Investi­tionen als „Grüne Energie“ eingestuft. Atomkraft ist klima­schonend ("was man so argumen­tieren kann") und Erdgas soll als "Über­gangs­energie" wohl bis 2030 gefördert werden.
Energiesektor, Energieverbrauch, Energiespeicherung

H2 und REPower EU

  • Die globale Wasserstoffproduktion soll in den nächsten 5 Jahren um das 50-fache steigen. Nach Jahrzehnten der Stagnation bereitet sich die Wasser­stoff­wirt­schaft auf einen großen Auf­schwung vor. Bran­chen­fach­leute prog­nos­ti­zieren, dass sich Wasser­stoff zu einer weltweit gehan­delten Energie­ressource entwickeln wird, genau wie derzeit Öl und Gas. Die 'Bank of America' er­war­tet, dass sich die H2-Branche zu einem 11-Billionen-Dollar Markt auf­schwin­gen wird.
  • Im Rahmen der REPowerEU Plans strebt die EU bis 2030 die Verfüg­barkeit von insgesamt 20 Millionen Tonnen erneuer­baren Wasser­stoffs an. Davon 10 Millionen Tonnen im Inland in der EU und weitere 10 Millionen Tonnen Wasser­stoff durch Importe.
Wasserstoff als Energieträger

E-Fuels  -  Ausweg oder Irrweg?

  • Nachhaltigkeit?

    E
    -Fuels gelten in der Herstellung nur dann als klimaneutral, wenn der Strom dafür aus Wind-, Solar oder Wasser­kraft­anlagen stammt. Aber das trifft für die E-Mobilität genauso zu!
    Beim Herstellungsprozess von E-Fuels kann das Kohlendioxid dafür der Atmosphäre entzogen werden. Damit ergibt sich eine echte CO2-Nullbilanz.
  • Funktioniert das in der Praxis?

    D
    er ADAC hat mit einem gebrauchten VW Golf VII 1,4 TSI mit e-Fuels betankt über mehrere tausend Kilometer getestet. Laut ADAC-Test sind keine Unterschiede beim Fahren und im Motorverhalten festzustellen. Das bestehende Tankstellensystem gilt als geeignet um e-Fuels weltweit anzubieten. E-Fuels können in reiner Form oder alternativ genauso als %-Anteil an Beimischung eingesetzt werden.
  • Wäre das machbar und wirtschaftlich?

    B
    isher gibt es mehrere Pilotanlagen zur Herstellung von E-Fuels. Bei umfangreicher Nutzung müssten die bestehenden Fossilöl-Raffinerien zum Großteil umgebaut werden. Der Rohstoffe sind Strom und Luft-CO2 anstelle von Erdöl.
    In jedem Fall würden gewaltige Mengen an Strom benötigt werden. Diese lassen sich bei uns nicht produzieren. Für Europa böte aber Nordafrika die Brachflächen von tausenden Solar-Quadrat­kilometern, um dort den Was­ser­stoff zu erzeugen und per Gaspipe­line den EU-Raffinieren zu liefern.
    Würde man solchen oder ähnlichen Weg nicht beschreiten, so würden E-Fuels auf lange Sicht knapp und teuer und tatsächlich ineffizient bleiben. E-Fuels sind aber der beste und kostengünstigste Energiespeicher. Die herkömmlichen Öllagertanks sind vorhanden und stehen parat. "Dunkelflauten wären kein Thema, denn die Energie ist im E-Fuel gespeichert.
Energiesektor, Energieverbrauch

Lithium  -  Rein in die nächste Abhängigkeit?

  • Derzeit ist China(!) das wichtigste Land in der globalen Lithiumwirtschaft. In China wurden in den letzten Jahren riesige Lithiumvorkommen erschlossen. Auch befindet sich dort die Hälfte der globalen Raffineriekapazitäten zur Aufbereitung des Rohstoffs, wodurch das Leichtmetall überhaupt erst für Batterien tauglich wird.
  • Wollen sich die EU und Deutschland tatsächlich sehende Auges in die neue Abhängigkeit eines autokratischen Systems begeben, nachdem man sich gerade erst von Russlands Gas und Öl abgenabelt hat?
  • Auch bei uns gibt es große Lithiumvorkommen. Warum kümmert man sich nicht um deren wirtschaftliche Erschließung?
  • Ohne Lithium gibt es keine Energiewende. Im Wettlauf um das 'weiße Gold' der Stromspeicherung ist der Startschuss bereits vor Jahren gefallen.
  • Der chinesische Batterie-Champion CATL wird 1,4 Milliarden Dollar in Bolivien investieren, um damit auch Zugriff auf die weltgrößten Lithium Reserven zu erhalten.
Lithium Mining

Verbrenner-Verbot ab 2035 ?

  • Die EU hat in 2023 ein faktisches Verbrenner-Verbot ab 2035 beschlossen. Trotz einer Aus­nahme­regelung für mit E-Fuels fahrende Autos, ist das das in Teilen ein Rückschlag für PTL.
  • Das Europäische Parlament hat mehrheitlich für die über­arbei­teten CO2-Emissions­normen für neue Pkw und leichte Nutz­fahr­zeuge votiert, als Teil des Pakets „Fit für 55 in 2030". Damit wird die Chance vergeben, Europa als PtX-Vorreiter zu positionieren. E-Fuels als flüssige Power-to-X-Produkte würden dagegen solche einseitigen Abhän­gig­keiten und nega­tiven Impli­kationen vermeiden helfen. Sie können in diversen Regionen der Welt, wo Sonnen- und Wind­energie im Überfluss vor­handen sind, gewonnen werden. Damit vergibt Europa die Chance, sich als Techno­logie­vor­reiter bei zukunfts­trächtigen PtX-Anwen­dungen zu positi­onieren. Die negativen Folgen dieses Verbrenner­verbots und einer regu­latori­schen Blockade der E-Fuels könnten in wenigen Jahren weltweit als ab­schrecken­des Beispiel dafür dienen, wie man den Weg zur CO2-Neutra­lität eben nicht angehen sollte, sagt die UNITI.

 

E-FUELS = Die Zukunft für die Verbrenner

Kann das Stromnetz das leisten?

  • Gleichstrom-Leitungsnetze in DE:
    Die großen Stromnetze-Betreiber TenneT, TransnetBW und 50Hertz gründen das StromNetzDC Joint Venture. Man wird künftig gemein­schaftlich vier neue Projekte für Gleichstrom-Leitungstassen durch Deutschland angehen. Es handelt sich um das als NordOstLink betitelte Großprojekt.
  • Der Übertragungsnetzbetreiber TenneT hat nach der Planungs- und Geneh­migungs­phase jetzt den Startschuss für den Bau der SüdLink-Leitung von Schleswig-Holstein nach Süd­deutsch­land gegeben. Das 700 Kilometer lange Gleichstrom-Über­tragungs­kabel gilt als zentrales Projekt für die bundesweite Storm­ver­sorgung und Strom­sicherheit.
    Zudem schließt sich TenneT mit TransnetBW und 50Hertz zusammen, um das Gleichstrom-Leitungssystrem NordOstLink für Deutschland  gemeinschaftlich als Großprojekt anzugehen und umzusetzen.
  • Strom wird immer wichtiger für unsere Gesellschaft. Nicht zuletzt, weil in den nächsten Jahren in Millionen­zahl neuer E-Autos und Wärme­pumpen in Betrieb gehen werden. Das ist eine gigantische Heraus­forderung für die Stromnetze.
  • Da der Ausbau viele Jahre benötigen wird, müssen die Spitzen und die Stark­verbrauchs­phasen gekappt werden. Die Verbraucher werden mindestens mit kleineren Einschrän­kungen leben müssen. Mit Sicherheit werden Wallboxen und Wärme­pumpen in Hoch­bedarfs­stunden künftig gedrosselt werden müssen. Daran führt kein Weg vorbei.

 

E-FUELS = Die Zukunft für die Verbrenner

 


CO2-Emissonen nach Sektoren

CO2-Anstieg in der Atmosphäre

CO2-Konzentration Atmosphäre
CO2-Gehalt der Atmosphäre

Methan-Anstieg in der Atmosphäre

Methan-Konzentration Atmosphäre
Methan-Gehalt der Atmosphäre

Treibhausgas-Wirkung der Gase

Auswirkung auf Treibhaus-Klimaeffekt
Auswirkung auf Treibhauseffekt

NEU

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