Ölpreise aktuell
Entwicklung der Ölpreise.
Aktuelle Marktthemen und Preistrend.
Preis-Chart für Rohöl über die letzten Jahre:
- Diese Ölpreis-Seite liefert täglich die aktuellen News zum Ölmarkt und zur Preisentwicklung von Rohöl und Gasöl.✅ Rohölpreise sind Börsenpreise und verändern sich stündlich!✅ Die Ölnotierungen werden stark durch spekulative Optionskäufe und durch Absicherungsgeschäfte (Hedging mit Future Kontrakten) bestimmt.✅ Außerdem reagieren die Ölpreise äußerst spontan auf weltpolitische und wirtschaftsbezogene Meldungen, insbesondere wenn diese die OPEC-Länder oder die großen Ölverbrauchsländer, wie USA oder China betreffen.✅
- Das Preisniveau auf dem Rohölmarkt in Rotterdam bestimmt maßgeblich die Mineralölpreise für Deutschland und Mitteleuropa. Diese Spotmarkt-Preise stehen dabei in Relation zu den Crude Oil Future Notierungen an den Warenterminbörsen, mit den Leitbörsen in SINGAPUR, LONDON und NEW YORK. Der mit Abstand größte und umsatzstärkste Ölmarkt sind die USA. Zudem haben die USA die stärkste Ölindustrie, mit weltweit agierenden Ölfirmen. Die US Lagerzahlen und die dortigen Ölmarkt-News haben globalen Preiseinfluss.✅
- Das Chart zeigt neben dem aktuellen Ölpreis auch die zurückliegende Preisentwicklung auf dem Ölweltmarkt. Die Preiskurven geben den errechneten Mittelpreis für ein Sortenmix von Nordseeöl BRENT, der US Leitsorte WTI und dem Mittelpreis für Rohöl der Golfstaaten wieder. Zudem sind die Spotmarktpreise mit berücksichtigt, allerdings mit geringerer Gewichtung.✅
Obiges Chart zeigt den Mittelpreis der Rohöl-Leitsorten.
Ölpreise: Ölmarktsituation Dienstag 21. Okt.
- Ölbörsen legen moderat zu: Brent +0.5%, Gasöl +0.8%
- Citigroup hält Abrutschen der Ölpreise 50 Dollar für denkbar.
- EU-Staaten wollen Import von russischem Gas beenden.
- Chinas Wirtschaftswachstum hat sich auf +4,8% verlangsamt.
Situation am Ölmarkt & News
Zu Beginn der Woche zeigen die Ölwerte an den Warenterminbörsen keine so große Preisdynamik, obwohl Marktsituation und Prognosen das Stimmungspendel weit in Richtung 'bärische Erwartung' drücken. Der Angebotsüberschuss auf dem Ölmarkt wird immer deutlicher während die geopolitische Risikoprämie nachlässt. Viele Marktteilnehmer rechnen nicht mit einem schnellen Handelsabkommen zwischen den USA und China. Ein mögliches Treffen zwischen Trump und Putin könnte u. U. aber zu einer Entspannung im Russland/Ukraine-Krieg beitragen. Das würde die Ölpreise zusätzlich belasten, da in solchem Falle sicherlich die Russlandsanktionen teils zurückgenommen würden.
| Die Ölnotierungen am Dienstagmorgen | |
| Brent Rohöl: | 61,2 $/bbl (+0,3) |
| WTI Crude Oil: | 57,6 $/bbl (+0,5) |
| Opec-Basket (Vortag): | 61,7 $/bbl (-0,1) |
| Gasöl (dollarbereinigt): | 549 €/tonne (+6) |
Die Analysten von Citigroup prognostizieren einen Ölpreisrückgang bis auf 50 USD/B für den Fall, dass der Russland-Ukraine-Krieg zu einem Ende käme. In dem Zuge würden von Seiten Washingtons sicherlich die Sanktionen gegen Russlands Ölgeschäfte und die Schattenflotte zurückgenommen werden. Eine derart niedriges Preisniveau hätte weitreichende Folgen. Saudi-Arabien könnte gezwungen sein, seine Strategie der Produktionssteigerungen zu überdenken. In den USA käme die Schieferölindustrie massivst unter Wirtschaftlichkeitsdruck, bis hin zur Unrentabilität.
Die EU-Staaten wollen die Importe von russischem Gas beenden. In gut zwei Jahren, also bis Ende 2027 sollen die Gaslieferungen in die EU ausgelaufen sein und ein Importverbot greifen. Bei dem EU-Beschluss wurden die Slowakei und Ungarn, die noch viel Gas aus Russland beziehen, überstimmt.
US-Ölmarkt
In der Karibik braut sich ein neuer Tropensturm mit Hurrikanpotenzial zusammen. Seine Zugrichtung ist zunächst westwärts durch die Karibik. Aber der Golf von Mexiko könnte am Ende ebenfalls gefährdet sein.
Fakten, Preisprognose, Marktanalyse
Wirtschaft und Finanzmärkte
- Kurs US-Dollar: (Chart EUR/USD)
1,163 $ = 1 EUR | 0,860 € = 1 USD - In den USA kommen die Fed-Notenbänker am 28./29. Oktober zu ihrer nächsten FOMC Zinssitzung zusammen.
- China Wirtschaftsdaten (12 Monate):
. Industrieproduktion +6,5% (Vormonat +5,2%)
. BIP Chinas +4,8% (Vormonat +5,2%) - Die USA und China wollen zeitnah zusammenkommen und Handelsgespräche führen. Nach massiven Zolldrohungen und einem fast schon abgesagten Treffen zwischen Trump und Xi scheint man doch zueinander finden zu wollen. Gegenseitige Vorwürfe belasten allerdings und das Thema Seltende Erden. Mit der einseitig massiven Abhängigkeit wird das als Druckmittel eingesetzt.
- Der Internationale Währungsfonds (IWF) erwartet für 2025 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,2% und für 2026 von 3,0%.
Gasoelpreise
- Gasöl ist ein börsennotiertes Vorprodukt von Heizöl und Diesel. Gasöl bestimmt in hohem Maße die Preisentwicklung beim Heizöl und ist damit ein wichtiger Preispfeiler.
- Gasöl ist ein Mitteldestillat bei den Raffinerieprozessen und wird an den Warenterminbörsen gehandelt. Die Leitbörsen sind die IPE (London) und die NYMEX (New York). Mit der Verfügbarkeit der stündlichen Kontraktnotierungen ist Gasöl ein wichtiger Preisindikator für die Mineralölbranche.
Gasöl Tagespreis / Preisentwicklung
Das obige Chart stellt den jährlichen Verlauf der Gasölnotierungen dar. An den Ölbörsen werden die Gasoil Future Kontrakte in Dollar notiert. Das Tecson-Chart für Gasöl ist per 'Tab' im Währungsbezug umschaltbar zwischen US-Dollar und €uro und bezieht sich auf den gehandelten Preis für 1 Tonne Gasöl des aktuellen Frontmonats. Der Tab 'Gasöl in EUR' ist die wichtigste preisvorgebende Notierung für die tagesaktuelle Preisentwicklung beim Heizöl in Deutschland bzw. der Eurozone. Die Heizölhändler orientieren sich bei ihrer täglichen Preisfindung stark am morgendlichen Gasölpreis.
Ausblick 2050: Energiebedarf + Energieerzeugung
Laut einer McKinsey Studie werden die 'fossilen Brennstoffe' auch in 2050 die globale Energieerzeugung dominieren. Öl, Gas und Kohle werden den weltweiten Energiemix noch auf Jahrzehnte anführen (müssen), da der Strombedarf in schnellerem Tempo steigt als die Umstellung auf erneuerbare Energien. Die Reduzierung der fossilen Brennstoffe ist aber von immenser Wichtigkeit für das Begrenzen der globalen Klimaerwärmung und Verhinderung des Umkippens.
Der weltweite Strombedarf wird vor allem aufgrund des Mehrbedarfs in der Industrie und im Gebäudesektor von 20 - 40 % bis 2050 ansteigen. Nordamerikanische Rechenzentren tragen dabei am meisten zu diesem Anstieg bei.
Die Nutzung von Erdgas zur Stromerzeugung wird voraussichtlich stark zunehmen, während die Kohlenutzung ebenfalls auf hohem Niveau verharren mag. McKinsey geht davon aus, dass fossile Brennstoffe im Jahr 2050 etwa 41 - 55 % des weltweiten Energieverbrauchs ausmachen werden. Das ist zwar weniger als die heutigen 64 %, aber höher als frühere Prognosen. Der Strombedarf von Rechenzentren wird bis 2030 jedes Jahr stark ansteigen, in den USA um etwa 25 %, global um etwa 17 %.
Globale Ölproduktion nimmt recht stark zu:
Insgesamt gesehen steigt weltweite Ölproduktion überdeutlich an. Und zwar sowohl bei den Non-Opec Ländern als auch bei den OPEC+ Exportländern. Jüngste Produktionszahlen bestätigen vorausgegangene Prognosen. Auch die Kosten für Schiffsfrachtraum ziehen recht kräftig an.
In Brasilien ist die Ölförderung im dritten Quartal erstmals auf 4,0 Mio. Barrel am Tag gestiegen. In der kanadischen Provinz Alberta wurde Mitte Sommer ebenfalls ein Rekordniveau erreicht. Und Guyana, das erst seit wenigen Jahren Öl produziert, peilt für den Herbst eine Fördermenge von 1,0 Mio. B/T an. Zu diesen Mehrmengen kommt noch die laufende Quotenrückführung der OPEC+ hinzu. Hier profitiert vor allem Saudi-Arabien mit Mehrproduktion, während der Plus-Partner Russland Probleme hat. Die ukrainischen Drohnenangriffe auf Tanklager, Raffinerien und Exportterminals setzen zu.
Welche Länder haben den größten Ölverbrauch:
Die zwanzig Ländern mit dem größten Ölbedarf verbrauchen 80% des global produzierten Öls. In 2024 stieg die Menge noch mal relativ moderat um +0,7%, trotz des verlangsamten Wachstums und der Zunahme grüner Energiequellen. Öl bleibt weltweit die wichtigste Energiequelle.
| # | Land | Barrel/Tag | Anteil Weltverbrauch |
| 1 | USA | 19,0 Mio. | 18,7 % |
| 2 | China | 16,4 Mio. | 16,1 % |
| 3 | Indien | 5,6 Mio. | 5,5 % |
| 4 | Saudi-Arab. | 4,0 Mio. | 3,9 % |
| 5 | Russland | 3,8 Mio. | 3,8 % |
| 6 | Japan | 3,2 Mio. | 3,2 % |
| 7 | Südkorea | 2,9 Mio. | 2,9 % |
| 8 | Brasilien | 2,6 Mio. | 2,5 % |
| 9 | Kanada | 2,3 Mio. | 2,3 % |
| 10 | Deutschland | 2,1 Mio. | 2,0% |
Ölverbrauch 2024 in Mio. Barrel/Tag, laut Energy Institute
Obige 10 Länder verbrauchen 61% des jährlich produzierten Öls. Dabei verzeichnet Indien den stärkstenen Bedarfsanstieg. Aufgrund seiner zunehmenden Wirtschaftskraft und wird auf Indien mindestens in den nächsten 5 Jahren der größte Ölnachfragezuwachs entfallen.