Ölpreise aktuell

Entwick­lung der Ölpreise.
Aktuelle Markt­themen und Preis-Trend.

Diagramm für die Rohöl­preise der letzten Jahre:

Preisbezug des Rohöl-Charts...
  • Diese Ölpreis-Seite liefert täglich die aktuellen News zum Ölmarkt und zur Preis­ent­wicklung von Rohöl und Gasöl.✅ Rohöl­preise sind Börsen­preise und verändern sich stündlich!✅ Die Ölnotie­rungen werden stark durch spekulative Options­käufe und durch Absicherungs­geschäfte (Hedging mit Future-Kontrakten) bestimmt.✅ Außerdem reagieren die Ölpreise äußerst spontan auf weltpolitische und wirtschaftsbezogene Meldungen, insbe­sondere wenn diese die OPEC-Länder oder die großen Ölver­brauchs­länder, wie die USA oder China betreffen.✅
     
  • Das Preisniveau auf dem Rohölmarkt in Rotter­dam bestimmt maßgeblich die Mine­ral­öl­preise für Deutsch­land und Mittel­europa. Diese Spotmarkt­preise stehen dabei in Relation zu den Crude Oil Future Notierungen an den Waren­termin­börsen, mit den Leitbörsen in SINGAPUR, LONDON und NEW YORK. Mit Abstand größter und umsatz­stärkster Ölmarkt sind die USA. Zudem haben die USA die stärkste Ölindustrie, mit weltweit agierenden Ölfirmen. Die US Lagerzahlen und die dortigen Ölmarkt-News haben globalen Preiseinfluss.✅
     
  • Das Diagramm zeigt neben dem aktuellen Ölpreis auch die zurück­liegende Preis­ent­wick­lung auf dem Ölwelt­markt. Die Preis­kurven geben den errech­neten Mitte­lpreis für einen Sorten­mix von Nord­seeöl BRENT, der US Leitsorte WTI und dem Mittel­preis für Rohöl der Golf­staaten wieder. Zudem sind die Spotmarkt­preise mit berück­sichtigt, allerdings mit geringerer Gewichtung.✅
     

Obiges Diagramm zeigt den Mittel­preis der Rohöl-Leit­sorten.

Ölpreise: Ölmarkt­si­tua­tion Dienstag 8. Sept.

  • Brent-Rohöl notiert über 98 Dollar.
  • Raffinerieausfälle verschärfen die Produktversorgung.
  • Ölkontrakte bleiben auf hohem Niveau.
  • Hormus und Angriffe auf Energieanlagen halten den Markt angespannt.

Situation am Ölmarkt – News

Die Ölpreise bleiben am Diens­tag­morgen fest. Brent-Rohöl bewegt sich bei rund 98 Dollar/Barrel, während die Gasöl­kon­trakte weiter auf sehr hohem Niveau notieren. Im Mittel­punkt steht weiter der Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Laut Reuters hat sich der Schiffs­ver­kehr durch die Straße von Hormus erneut verlang­samt. Am Montag wurden nur sieben größere Handels­schiffe gezählt. Iran kündigte zudem eine neue Sperrzone im Persi­schen Golf an und droht mit weiteren Maßnahmen gegen nicht auto­ri­sierte Schiffe.

Die Ölno­tie­rungen am Dienstagmorgen
Brent Rohöl 98,4 $/bbl  (+0,8)
WTI Crude Oil 93,8 $/bbl  (+1,0)
Opec-Basket (Vortag) 101,1 $/bbl  (+3,4)
Gasöl (dollarbereinigt) 1262 €/Tonne (+35)

Etwas dämpfend wirkt die Ange­bots­seite. Trotz der erheb­li­chen Störungen fließen weiterhin Ölmengen durch Hormus, zudem nutzen Saudi-Arabien, Irak und die VAE alter­na­tive Export­wege. Reuters weist zudem darauf hin, dass die höhere Förderung in den USA, Kanada, Brasilien und Guyana einen Teil der Ausfälle auffängt. Auch deshalb bleibt Brent bislang unter der Marke von 100 Dollar. Goldman Sachs und Morgan Stanley haben ihre Preis­pro­gnosen wegen der anhal­tenden Liefer­stö­rungen aller­dings nach oben angepasst.

Zusätz­liche Unter­stüt­zung kommt aus China. Die Rohöl­im­porte haben sich im August gegenüber Juli wieder etwas erholt, liegen laut Reuters aber weiterhin klar unter dem Niveau von vor Beginn des Iran-Konflikts.

Fakten, Preis­pro­gnose, Markt­ana­lyse

Ölmarkt, Preisentwicklung, Hintergründe

 

US-Ölmarkt

Aufgrund des Feiertags in den USA verschieben sich die API- und DOE-Veröf­fent­li­chungen in dieser Woche. Der letzte DOE-Bericht mit rück­läu­figen Rohöl­be­ständen bleibt grund­sätz­lich preis­stüt­zend. Die US-Ölför­der­leis­tung bewegt sich nahe dem Rekord­hoch.

Wirt­schaft und Finanz­märkte

  • Kurs US-Dollar: (Chart  EUR/USD)
    •  1,163 $ = 1 EUR  |  0,860 € = 1 USD
  • Handelsbilanz Chinas:
    •  Importe +28,2%  (Vormonat +27,5%)
    •  Exporte +25,0%  (Vormonat +23,9%)
    •  119 Mrd € Überschuss (Vorm. 112,5 Mrd.)
  • Handelsbilanz Deutschlands:
    •  Importe -5,7%  (Vormonat +4,5%)
    •  Exporte -0,8%  (Vormonat +0,9%)
    •  21,3 Mrd. € Überschuss (Vorm. 15,4 Mrd.)
  • EU BIP - Q.II (gegenüber Vorjahr):
    •  Wachstum +0,5%  (Vorquartal +0,3%)

Ölvorräte täglich um 3,5 Mio. Barrel gesunken

[28. Aug.] In den Monaten März bis August haben sich die geför­derten Ölbe­stände global um täglich 3,5 Mio. Barrel reduziert. Ein Auswir­kung des Iran-Kriegs. Fakt ist aber, dass der Rohöl­markt  während der Hormus-Blockade erstaun­lich gut über den abrupten Wegfall von 20% der welt­weiten Rohöl­lie­fe­rungen hinweg­ge­kommen ist.

Bei den Kraft­stoffen, vor allem beim Diesel, sieht es durchaus anders aus. Der parallele Wegfall der Diesel- und Gasöl­ex­porte Russland, wegen der der Raffi­ne­rie­schäden, ist hierbei ein Multi­pli­kator. Die Preis­ka­priolen wurden durch Kraft­stoff­re­serven aus der Zeit vor dem Konflikt zwar etwas abge­fe­dert – doch dieses Polster ist inzwi­schen weit­ge­hend aufge­braucht. Die US-Diesel­vor­räte befinden sich auf dem nied­rigsten Stand seit drei Jahr­zehnten, während die Benzin­be­stände das nied­rigste saisonale Niveau seit 2012 aufweisen.

Ob es im Iran-Konflikt im Herbst zu einer Verstän­di­gung, Einigung oder gar Lösung kommt, steht in den Sternen. Jeden­falls ist der weltweite Infla­ti­ons­schock durch die über­höhten Öl- und Gaspreise keines­falls über­wunden. Trotz alledem sehen die namhaften Markt­ana­lysten für das Jahr 2027 eine wieder­keh­rende Über­ver­sor­gung des Ölmarktes. Das könnte die Ölpreise auf 60 Dollar je Barrel Rohöl zurück­führen.

Verliert Teheran die Kontrolle über Straße von Hormus?

[26. Aug.]  Die US-Navi geleitet offenbar jede Nacht über 10 Öltanker durch die als blockiert bezeich­nete Hormus-Meerenge. US-Kriegs­schiffe und Kampfjets sichern diesen offenbar minen­freien Korridor ab, der Nahe an der Küste des Oman verläuft. Diese Geleit-Opera­tionen laufen nachts. Die Schiffe fahren mit abge­schal­tetem Schiffs­or­tungs­system. Diese Aktionen werden in enger Koor­di­na­tion mit den Golf­staaten durch­ge­führt.

  Öltanker bei Hormus

Laut Axios gelangen auf diesem Weg etwa die Hälfte der sonst typi­schen Rohöl­mengen aus dem Persi­schen Golf auf den Weltmarkt. Dadurch ist die Versor­gungs­knapp­heit zumindest etwas entschärft. Man muss aber davon ausgehen, dass der Iran versuchen wird, diese Öltrans­porte mit verschie­denen Mitteln zu unter­binden.


Gasoel­preise

  • Gasöl ist ein an der Börse gehandeltes Vorprodukt von Heizöl und Diesel. Gasöl bestimmt in hohem Maße die Preis­ent­wicklung beim Heizöl und ist damit ein wichtiger Preispfeiler.
  • Gasöl ist ein Mitteldestillat bei den Raffinerie­prozessen und wird an den Waren­termin­börsen gehandelt. Die Leitbörsen sind die IPE (London) und die NYMEX (New York). Mit der Verfüg­barkeit der stünd­lichen Kontrakt­notier­ungen ist Gasöl ein wichtiger Preis­in­di­kator für die Miner­alöl­branche.

Gasöl Tages­preis / Preis­ent­wick­lung

Das obige Diagramm stellt den jähr­li­chen Verlauf der Gasöl­notier­ungen dar. An den Ölbörsen werden die Gasoil Future Kontrakte in Dollar notiert. Das Tecson-Chart für Gasöl ist per 'Tab' im Währ­ungs­bezug um­schalt­bar zwischen US-Dollar und €uro und bezieht sich auf den gehan­delten Preis für 1 Tonne Gasöl des aktuellen Front­monats. Der Tab 'Gasöl in EUR' ist die wich­tigste preis­vorge­bende Notierung für die tages­aktuelle Preis­ent­wick­lung beim Heizöl in Deutsch­land bzw. der Eurozone. Die Heizöl­händler orien­tieren sich bei ihrer tägli­chen Preis­findung stark am morgend­lichen Gasöl­preis.


Ölmarkt­ba­lance


Welche Länder haben den größten Ölver­brauch:

Die zwanzig Länder mit dem größten Ölbedarf ver­brau­chen 80% des global produ­zierten Öls. In 2024 stieg die Menge noch mal relativ moderat um +0,7%, trotz des ver­lang­sam­ten Wachs­tums und der Zunahme grüner Energie­quellen. Öl bleibt weltweit die wich­tigste Energie­quelle.

 #  Land  Barrel/Tag  Anteil Weltverbrauch
1 USA 19,0 Mio. 18,7 %
2 China 16,4 Mio. 16,1 %
3 Indien 5,6 Mio. 5,5 %
4 Saudi-Arab. 4,0 Mio. 3,9 %
5 Russland 3,8 Mio. 3,8 %
6 Japan 3,2 Mio. 3,2 %
7 Südkorea 2,9 Mio. 2,9 %
8 Brasilien 2,6 Mio. 2,5 %
9 Kanada 2,3 Mio. 2,3 %
10 Deutschland 2,1 Mio. 2,0%

Ölver­brauch 2024 in Mio. Barrel/Tag, laut Energy Institute

Obige 10 Länder verbrau­chen 61% des jährlich produ­zierten Öls. Dabei verzeichnet Indien den stärk­sten Bedarfs­an­stieg. Aufgrund seiner zuneh­menden Wirt­schafts­kraft wird auf Indien mindes­tens in den nächsten 5 Jahren der größte Ölnach­frage­zuwachs ent­fallen.

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