Ölpreise aktuell
Entwicklung der Ölpreise.
Aktuelle Marktthemen und Preis-Trend.
Diagramm für die Rohölpreise der letzten Jahre:
- Diese Ölpreis-Seite liefert täglich die aktuellen News zum Ölmarkt und zur Preisentwicklung von Rohöl und Gasöl.✅ Rohölpreise sind Börsenpreise und verändern sich stündlich!✅ Die Ölnotierungen werden stark durch spekulative Optionskäufe und durch Absicherungsgeschäfte (Hedging mit Future-Kontrakten) bestimmt.✅ Außerdem reagieren die Ölpreise äußerst spontan auf weltpolitische und wirtschaftsbezogene Meldungen, insbesondere wenn diese die OPEC-Länder oder die großen Ölverbrauchsländer, wie die USA oder China betreffen.✅
- Das Preisniveau auf dem Rohölmarkt in Rotterdam bestimmt maßgeblich die Mineralölpreise für Deutschland und Mitteleuropa. Diese Spotmarktpreise stehen dabei in Relation zu den Crude Oil Future Notierungen an den Warenterminbörsen, mit den Leitbörsen in SINGAPUR, LONDON und NEW YORK. Mit Abstand größter und umsatzstärkster Ölmarkt sind die USA. Zudem haben die USA die stärkste Ölindustrie, mit weltweit agierenden Ölfirmen. Die US Lagerzahlen und die dortigen Ölmarkt-News haben globalen Preiseinfluss.✅
- Das Diagramm zeigt neben dem aktuellen Ölpreis auch die zurückliegende Preisentwicklung auf dem Ölweltmarkt. Die Preiskurven geben den errechneten Mittelpreis für einen Sortenmix von Nordseeöl BRENT, der US Leitsorte WTI und dem Mittelpreis für Rohöl der Golfstaaten wieder. Zudem sind die Spotmarktpreise mit berücksichtigt, allerdings mit geringerer Gewichtung.✅
Obiges Diagramm zeigt den Mittelpreis der Rohöl-Leitsorten.
Ölpreise: Ölmarktsituation Samstag, 7. Februar
- Im Wochenschluss Ölpreise ohne klare Richtung.
- Geopolitische Risiken erhöhen sich weiter:
Der Iran wird nicht auf Uran-Anreicherung verzichten, auch nicht bei Krieg. Teheran droht mit Angriffen auf US-Militärstützpunkte.
Situation am Ölmarkt – News
An den Ölbörsen bewegten sich die Ölnotierungen zuletzt nervös und richtungslos. Hierbei stehen mehrere Themen gegeneinander. So die Verhandlungen zwischen Washington und Teheran über die Nuklearprojekte des Iran, wie auch die Dreier-Verhandlungen über ein Ende des Ukrainekriegs. In beiden Fällen gab es keine positiven Signale, im Gegenteil.
Im Oman gab es Gespräche zwischen den USA und dem Iran über die Einstellung des iranischen Nuklearprogramms. Aus Teheran kommt diesbezüglich das Statement: Der Iran werde auch im Kriegsfall nicht auf die Uran-Anreicherung verzichten. Außenminister Araghtschi macht klar, dass der Iran nicht nachgeben wird, stattdessen droht man mit Angriffen auf die US-Militärbasen im Nahen Osten.
Sollten die Gespräche scheitern, so mag die Risikoprämie bei den Rohöl-Futures schlagartig in der Größenordnung von 5 -10 Dollar/B. hochspringen. Schlagbereit positioniert stehen die US-Streitkräfte sind in Reichweite zum Iran.
| Die Ölnotierungen im Wochenschluss | |
| Brent Rohöl | 68,1 $/bbl (-0,3) |
| WTI Crude Oil | 63,6 $/bbl (-0,6) |
| Opec-Basket (Vortag) | 67,0 $/bbl (+0,3) |
| Gasöl (dollarbereinigt) | 592 €/Tonne (-2) |
Ukraine-Verhandlungen: Bei den zentralen Streitpunkten gibt es noch keine Einigung. Russland fordert den gesamten Donbas, während Kiew das ablehnt. Auch die Zukunft des besetzten Atomkraftwerks Saporischschja ist ungeklärt. Moskau hat einen US-Vorschlag abgelehnt, wonach Washington die Anlage kontrollieren und die Stromversorgung beider Seiten sicherstellen würde. Moskau sieht keine Veranlassung in irgendeinem Punkt nachzugeben. Beobachter sprechen von Scheinverhandlungen um Trump nicht zu reizen oder zu verärgern.
Unglaublicherweise bezeichnet Ungarns Regierungschef Orban die Ukraine als Feind. Die ziehen uns in den Krieg hinein, sind seine Worte.
In der kommenden Woche werden EIA, IEA und OPEC ihre neuen Monatsberichte veröffentlichen. Zuletzt lagen die Markteinschätzungen von IEA und OPEC weit auseinander.
US-Ölmarkt
Im Nordosten der USA herrscht weithin polarer Frost vor, mit Temperaturen von unter minus 15 Grad.
In den USA ist die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen in der zurückliegenden Woche um +1 auf 412 Oil Rigs marginal gestiegen. Vor einem Jahr lag die Zahl mit 480 noch um 16% höher. Die tägliche US Ölförderleistung bewegt sich zuletzt bei 13,2 Mio. Barrel Rohöl am Tag. Bedingt durch extremes Winterwetter ein schwächerer Wert.
Fakten, Preisprognose, Marktanalyse
Wirtschaft und Finanzmärkte
- Kurs US-Dollar: (Chart EUR/USD)
• 1,181 $ = 1 EUR | 0,847 € = 1 USD - EU Teuerungsrate (12 Monate):
• Verbraucherpreise +1,7% (Vormonat +2,0%)
• Kern-Verbr.preise +2,2% (Vormonat +2,3%) - DE Wirtschaftsdaten:
• Industrieproduktion -1,9% (Vormonat +0,2%)
• Auftragseingänge +7,8% (Vormonat +5,6%)
• Importe +1,4% (Vormonat +0,7%)
• Exporte +4,0% (Vormonat -2,5%)
Gasoelpreise
- Gasöl ist ein an der Börse gehandeltes Vorprodukt von Heizöl und Diesel. Gasöl bestimmt in hohem Maße die Preisentwicklung beim Heizöl und ist damit ein wichtiger Preispfeiler.
- Gasöl ist ein Mitteldestillat bei den Raffinerieprozessen und wird an den Warenterminbörsen gehandelt. Die Leitbörsen sind die IPE (London) und die NYMEX (New York). Mit der Verfügbarkeit der stündlichen Kontraktnotierungen ist Gasöl ein wichtiger Preisindikator für die Mineralölbranche.
Gasöl Tagespreis / Preisentwicklung
Das obige Diagramm stellt den jährlichen Verlauf der Gasölnotierungen dar. An den Ölbörsen werden die Gasoil Future Kontrakte in Dollar notiert. Das Tecson-Chart für Gasöl ist per 'Tab' im Währungsbezug umschaltbar zwischen US-Dollar und €uro und bezieht sich auf den gehandelten Preis für 1 Tonne Gasöl des aktuellen Frontmonats. Der Tab 'Gasöl in EUR' ist die wichtigste preisvorgebende Notierung für die tagesaktuelle Preisentwicklung beim Heizöl in Deutschland bzw. der Eurozone. Die Heizölhändler orientieren sich bei ihrer täglichen Preisfindung stark am morgendlichen Gasölpreis.
Kanada schwenkt bei Öl und Gas weg von USA:
Kanada und China bauen ihre gemeinsamen Energieabkommen aus. Die Regierung von Carney will mehr Öl und Gas an die asiatische Wirtschaftsmacht exportieren und gleichzeitig Investitionen in Batterietechnologie und erneuerbare Energien anwerben. Carney stellte nach seinem Besuch bei Xi Jinping diese Woche in Peking einen konkreteren Rahmen für den zukünftigen Energiehandel vor.
Es wird ein regelmäßiger Ministerdialog für die Möglichkeiten in den Bereichen Öl, Gas, Kernenergie und Erneuerbare Technologien implementiert. Kanadas Bestreben, die Energiebeziehungen zu China zu vertiefen und offen um chinesisches Kapital zu werben, stellt eine deutliche Veränderung zu der diplomatischen Kühle der letzten Jahre dar. Dahinter steht natürlich Trumps globaler Handelskrieg und insbesondere seine Handelsaggressionen gegen den angestammten Grenzpartner im Norden. Trumps Zölle haben Kanada veranlasst, seine Exportmärkte zu diversifizieren und das Land seinem zweitgrößten Handelspartner gegenüber mehr zu öffnen.
Ausblick 2050: Energiebedarf + Energieerzeugung
Laut einer McKinsey Studie werden die 'fossilen Brennstoffe' auch in 2050 die globale Energieerzeugung dominieren. Öl, Gas und Kohle werden den weltweiten Energiemix noch auf Jahrzehnte anführen (müssen), da der Strombedarf in schnellerem Tempo steigt als die Umstellung auf erneuerbare Energien. Die Reduzierung der fossilen Brennstoffe ist aber von immenser Wichtigkeit für das Begrenzen der globalen Klimaerwärmung und Verhinderung des Umkippens.
Der weltweite Strombedarf wird vor allem aufgrund des Mehrbedarfs in der Industrie und im Gebäudesektor von 20 - 40 % bis 2050 ansteigen. Nordamerikanische Rechenzentren tragen dabei am meisten zu diesem Anstieg bei.
Die Nutzung von Erdgas zur Stromerzeugung wird voraussichtlich stark zunehmen, während die Kohlenutzung ebenfalls auf hohem Niveau verharren mag. McKinsey geht davon aus, dass fossile Brennstoffe im Jahr 2050 etwa 41 - 55 % des weltweiten Energieverbrauchs ausmachen werden. Das ist zwar weniger als die heutigen 64 %, aber höher als frühere Prognosen. Der Strombedarf von Rechenzentren wird bis 2030 jedes Jahr stark ansteigen, in den USA um etwa 25 %, global um etwa 17 %.
Welche Länder haben den größten Ölverbrauch:
Die zwanzig Länder mit dem größten Ölbedarf verbrauchen 80% des global produzierten Öls. In 2024 stieg die Menge noch mal relativ moderat um +0,7%, trotz des verlangsamten Wachstums und der Zunahme grüner Energiequellen. Öl bleibt weltweit die wichtigste Energiequelle.
| # | Land | Barrel/Tag | Anteil Weltverbrauch |
| 1 | USA | 19,0 Mio. | 18,7 % |
| 2 | China | 16,4 Mio. | 16,1 % |
| 3 | Indien | 5,6 Mio. | 5,5 % |
| 4 | Saudi-Arab. | 4,0 Mio. | 3,9 % |
| 5 | Russland | 3,8 Mio. | 3,8 % |
| 6 | Japan | 3,2 Mio. | 3,2 % |
| 7 | Südkorea | 2,9 Mio. | 2,9 % |
| 8 | Brasilien | 2,6 Mio. | 2,5 % |
| 9 | Kanada | 2,3 Mio. | 2,3 % |
| 10 | Deutschland | 2,1 Mio. | 2,0% |
Ölverbrauch 2024 in Mio. Barrel/Tag, laut Energy Institute
Obige 10 Länder verbrauchen 61% des jährlich produzierten Öls. Dabei verzeichnet Indien den stärksten Bedarfsanstieg. Aufgrund seiner zunehmenden Wirtschaftskraft wird auf Indien mindestens in den nächsten 5 Jahren der größte Ölnachfragezuwachs entfallen.

