Ölpreise aktuell

Entwicklung der Ölpreise.
Aktuelle Marktthemen und Preistrend.

Preis-Chart für Rohöl über die letzten Jahre:

Preisbezug des Rohöl-Charts...
  • Diese Ölpreis-Seite liefert täglich die aktuellen News zum Ölmarkt und zur Preis­ent­wicklung von Rohöl und Gasöl.✅ Rohöl­preise sind Börsen­preise und verändern sich stündlich!✅ Die Ölnotie­rungen werden stark durch spekulative Options­käufe und durch Absicherungs­geschäfte (Hedging mit Future Kontrakten) bestimmt.✅ Außerdem reagieren die Ölpreise äußerst spontan auf weltpolitische und wirt­schafts­bezo­gene Meldungen, insbe­sondere wenn diese die OPEC-Länder oder die großen Ölver­brauchs­länder, wie USA oder China betreffen.✅
     
  • Das Preisniveau auf dem Rohölmarkt in Rotter­dam bestimmt maßgeblich die Mineral­öl­preise für Deutsch­land und Mittel­europa. Diese Spotmarkt-Preise stehen dabei in Relation zu den Crude Oil Future Notierungen an den Waren­termin­börsen, mit den Leitbörsen in SINGAPUR, LONDON und NEW YORK. Der mit Abstand größte und umsatz­stärkste Ölmarkt sind die USA. Zudem haben die USA die stärkste Ölindustrie, mit weltweit agierenden Ölfirmen. Die US Lagerzahlen und die dortigen Ölmarkt-News haben globalen Preiseinfluss.✅
     
  • Das Chart zeigt neben dem aktuellen Ölpreis auch die zurück­liegende Preisent­wicklung auf dem Ölwelt­markt. Die Preis­kurven geben den errech­neten Mitte­lpreis für ein Sorten­mix von Nord­seeöl BRENT, der US Leitsorte WTI und dem Mittel­preis für Rohöl der Golf­staaten wieder. Zudem sind die Spot­markt­preise mit berück­sichtigt, allerdings mit geringerer Gewich­tung.✅
     

Obiges Chart zeigt den Mittelpreis der Rohöl-Leitsorten.

Ölpreise: Ölmarkt­si­tuation Samstag 30. August

  • Ölnotierungen im Wochenschluss leichter.
  • Frontmonatswechsel für die Rohölkontrakte.
  • Indien hält an russischem Öl fest.
  • Auf den Iran kommen neue EU-Sanktionen zu.
  • Kraftstoff-Engpässe in ganz Russland.

Situation am Ölmarkt & News

An den Ölbörsen zeigte sich ein ruhiger August-Ausklang. Die Leitsorte Brent gab dabei die Vor­tags­gewinne wieder ab. Da für die Rohöl Future-Kontrakte der Front­monats­wechsel ansteht, mag es im Start der neuen Woche zunächst sprung­hafte Notier­ungen geben. Die Richtung muss man abwarten.

Bei den politischen Themen stehen Indien und der Iran im Blickfeld. Beide Länder unterliegen Sanktionen, wobei die Schrauben noch stärker angezogen werden könnten. In den USA hat ein Beru­fungs­gericht einen Großteil von Trumps Zöllen für illegal erklärt. Sie bleiben aber vorerst in Kraft. Man darf davon ausgehen, dass Trump auch hier einen Weg findet.

Die Ölnotie­rungen im Wochenschluss
Brent Rohöl: 67,5 $/bbl  (-0,8)
WTI Crude Oil: 64,0 $/bbl  (-0,3)
Opec-Basket (Vortag): 69,7 $/bbl  (-0,1)
Gasöl (dollarbereinigt): 578 €/tonne (-3)

Die Analysten der Citigroup prognos­ti­zieren für Brent Rohöl für das III. Quartal einen Mittel­preis von 66 Dollar je Barrel. Für das IV. Quartal wird mehr Preis­druck gesehen, mit Preis­rück­gang auf 63 Dollar.

Indien bezieht weiterhin die Hauptmengen seines Rohöls aus Russland. Im September werden die Mengen sogar noch etwas zunehmen. Noch ist keine Inter­vention seitens Neu-Delhis gekommen, trotz der Sekun­där­zölle Wash­ing­tons. Indien nimmt die Preisab­schläge beim russischen Öl gerne mit, da neben China sonst nur noch wenige andere Länder Russlands Öl kaufen.

In Russland bestehen Kraftstoffver­sorgungs­knapp­heiten. Die jüngsten ukrainischen Angriffe auf die Raffi­nerien haben die Engpässe verschärft und zu einem starken Anstieg der Benzin­preise in ganz Russland geführt. Über 20% der Raffi­nierie­kapazi­täten sind schwer beschädigt.

US-Ölmarkt

Die USA befinden sich im langen 'Labor Day' Wochenende. Damit geht dann auch die typische US Fahr­saison zu Ende. Die Raffi­nerien führen danach vielfach Wartungs­arbeiten mit Produkt­umstel­lungen durch.

Die neuen DOE-Zahlen, bezogen auf KW34, zeigten Be­stands­abbauten. Die US Raffi­nerien nahmen ihre Durch­satz­leistung von 96,9% auf 94,6% der Kapa­zitäten zurück, da die US Fahrsaison zum Sep­tem­ber zu Ende geht. Gleich­zeitig hat sich die Rohöl­förder­menge in den USA zuletzt um etwa 60.000 Barrel/Tag erhöht.

Die Hurrikan-Saison verläuft bislang sehr ruhig.

Fakten, Preisprognose, Marktanalyse

Analyse Ölmarkt, Preisentwicklung, Prognose u. Kommentare

Wirtschaft und Finanz­märkte

  • Kurs US-Dollar: (Chart  EUR/USD)
    1,168 $ = 1 EUR  |  0,856 € = 1 USD
  • Preisentwicklung in Deutschland:
    Verbraucherpreise +2,2%  (Vormonat +2,0%)
    Importpreise  -1,4%  (Vormonat -1,4%)
  • ZEW Konjunkturerwartung für die EU:
    Index bei +25,9 Punkten  (Vormonat +25,1)
  • US Arbeitsmarkt, Anträge auf Arbeitslosenhilfe:
    Erstanträge    229.000  (-5.000)
    Folgeanträge  1,954 Mio. (-7.000)

Gasoel­preise

  • Gasöl ist ein börsennotiertes Vorprodukt von Heizöl und Diesel. Gasöl bestimmt in hohem Maße die Preis­ent­wicklung beim Heizöl und ist damit ein wichtiger Preispfeiler.
  • Gasöl ist ein Mitteldestillat bei den Raffinerie­prozessen und wird an den Waren­termin­börsen gehandelt. Die Leitbörsen sind die IPE (London) und die NYMEX (New York). Mit der Verfüg­barkeit der stünd­lichen Kontrakt­notier­ungen ist Gasöl ein wichtiger Preisin­dikator für die Miner­alöl­branche.

Gasöl Tagespreis / Preisent­wicklung

Das obige Chart stellt den jährlichen Verlauf der Gasöl­notier­ungen dar. An den Ölbörsen werden die Gasoil Future Kontrakte in Dollar notiert. Das Tecson-Chart für Gasöl ist per 'Tab' im Währ­ungs­bezug um­schalt­bar zwischen US-Dollar und €uro und bezieht sich auf den gehandelten Preis für 1 Tonne Gasöl des aktuellen Front­monats. Der Tab 'Gasöl in EUR' ist die wichtigste preis­vorge­bende Notierung für die tages­aktuelle Preis­ent­wick­lung beim Heizöl in Deutsch­land bzw. der Eurozone. Die Heizöl­händler orien­tieren sich bei ihrer tägli­chen Preis­findung stark am morgend­lichen Gasöl­preis.


Ölmarkt­balance


Ölpreis-Ausblick 2026 von Goldman Sachs:

Die Analysten von Goldman Sachs sehen mittel­fristig für die Ölpreise ein deut­liches Abwärts­poten­zial. Bereits für diesen Herbst wird eine erheb­liche Über­ver­sor­gung am Ölmarkt gesehen. Diese wird sich in 2026 dann wahr­schein­lich noch mal ver­stärken. Bis Ende nächsten Jahres mögen die glo­ba­len Öl­lager­bestände um 800 Mio. Barrel weiter anwachsen.

Der Durchschnittspreis für die Rohöl­leit­sorte Brent wird für 2026 bei 62 Dollar je Barrel gesehen, wobei den Goldman Sachs Fach­leuten auch ein Abrutschen auf bis zu 50 USD/B möglich erscheint. Sollte aller­dings China die Preis­attrak­tivität nutzen und seine stra­tegi­schen Ölvorräte erheb­lich auf­stocken, so könnten sich die Ölpreise in dem Fall um bis zu 6 Dollar höher bewegen.

Trump torpediert Kampf gegen CO2-Emissionen:

Washington will für die USA die Limitier­ungen für die Emis­sionen von Treib­haus­gasen abschaffen! Damit wollen die USA aus dem Kampf gegen Erder­wärmung aussteigen. Vor allem befeuern die Treibhausgas-Emissionen die letztlich katastro­phale Erwär­mung des Planeten Erde. Trumps ist Klima­erwärmungs-Leugner. - Es zählen einzig Cash und Deals.

Jahrelang sind die früheren US-Regierungen gegen hohe CO2-Ausstöße vorgegangen, wenn auch recht halbherzig. Jetzt aber wollen Trump und seine Umwelt­behörde diesbe­züglich einen kompletten Schluss­strich ziehen. Dabei hat man sich auf die Fahnen geschrieben, "Größte Deregu­lierungs­maß­nahme in der US-Geschichte". Faktisch ist das ein Dolchstoß ins Herz des Kampfs gegen den Klima­wandel. Die USA und China sind mit Abstand die größten CO2-Sünder.

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