Ölpreise aktuell
Entwicklung der Ölpreise.
Aktuelle Marktthemen und Preis-Trend.
Diagramm für die Rohölpreise der letzten Jahre:
- Diese Ölpreis-Seite liefert täglich die aktuellen News zum Ölmarkt und zur Preisentwicklung von Rohöl und Gasöl.✅ Rohölpreise sind Börsenpreise und verändern sich stündlich!✅ Die Ölnotierungen werden stark durch spekulative Optionskäufe und durch Absicherungsgeschäfte (Hedging mit Future-Kontrakten) bestimmt.✅ Außerdem reagieren die Ölpreise äußerst spontan auf weltpolitische und wirtschaftsbezogene Meldungen, insbesondere wenn diese die OPEC-Länder oder die großen Ölverbrauchsländer, wie die USA oder China betreffen.✅
- Das Preisniveau auf dem Rohölmarkt in Rotterdam bestimmt maßgeblich die Mineralölpreise für Deutschland und Mitteleuropa. Diese Spotmarktpreise stehen dabei in Relation zu den Crude Oil Future Notierungen an den Warenterminbörsen, mit den Leitbörsen in SINGAPUR, LONDON und NEW YORK. Mit Abstand größter und umsatzstärkster Ölmarkt sind die USA. Zudem haben die USA die stärkste Ölindustrie, mit weltweit agierenden Ölfirmen. Die US Lagerzahlen und die dortigen Ölmarkt-News haben globalen Preiseinfluss.✅
- Das Diagramm zeigt neben dem aktuellen Ölpreis auch die zurückliegende Preisentwicklung auf dem Ölweltmarkt. Die Preiskurven geben den errechneten Mittelpreis für einen Sortenmix von Nordseeöl BRENT, der US Leitsorte WTI und dem Mittelpreis für Rohöl der Golfstaaten wieder. Zudem sind die Spotmarktpreise mit berücksichtigt, allerdings mit geringerer Gewichtung.✅
Obiges Diagramm zeigt den Mittelpreis der Rohöl-Leitsorten.
Ölpreise: Ölmarktsituation Samstag, 18. März
- Ölkontrakte am letzten Handelstag hochvolatil.
- Samstagmorgen:
» Israel und die USA verüben Raketenangriffe auf den Iran.
» Teheran wehrt sich mit Raketenwelle auf Israel.
» Flächenbrand im Nahen Osten droht.
» Straße von Hormus immens wichtig für die Rohöltransporte. - OPEC+ erwägt Ausstoßerhöhung für April.
Situation am Ölmarkt – News
Der Ölbörsenhandel war in der zweiten Wochenhälfte von hoher Volatilität geprägt. Die Rohölleitsorten schlossen die Woche mit den höchsten Barrel-Preisen seit 7 Monaten.
Am frühen Samstag haben Israel und die USA in erster Welle ausgewählte Ziele im Iran mit Raketen angegriffen. Offenbar sah Washington in den Verhandlungen in Genf zu wenig Fortschritte und Einlenkungswillen der Mullahs. Nach der Angriffswelle auf den Iran, welche Tel Aviv als "Präventivschlag" bezeichnet, meldet das israelische Militär Gegenschläge von Seiten der iranischen Revolutionsgarden. Zur Stunde herrscht in mehreren großen Städten Israels Luftalarm. Teheran spricht von einer "Antwort auf die Aggression des feindlichen und verbrecherischen Gegners". US-Präsident Trump verkündet, dass in den nächsten Tagen "große Kampfeinsätze" gegen den Iran ausgeführt werden. Weiter ruft Trump die iranische Bevölkerung dazu auf, die Mullahs zu verjagen und die Regierung selbst zu übernehmen.
| Die Ölnotierungen im Wochenschluss | |
| Brent Rohöl | 72,9 $/bbl (+1,7) |
| WTI Crude Oil | 67,0 $/bbl (+1,3) |
| Opec-Basket (Vortag) | 69,6 $/bbl (+0,3) |
| Gasöl (dollarbereinigt) | 637 €/Tonne (+5) |
Für Montagmorgen ist ein weiterer Preissprung nach oben zu erwarten, da die Militäraktionen den Nahen Osten in einen Flächenbrand führen können. Nach Einschätzung der Barclays Bank können die Brent-Kontrakte in der Spitze auf 80 Dollar/B hochschnellen.
Saudi-Arabien hat vorsorglich seine Ölproduktion erhöht und größere Ölmengen in externe Zwischenlager verbracht. Ein Notfallplan für den Fall, dass das Nadelöhr 'Straße von Hormus' für die Rohöltanker zeitweise unpassierbar werden sollte.
US-Ölmarkt
Die neuen DOE-Zahlen der KW-08 in Millionen Barrel:
(Bestandsveränderungen in den USA zur Vorwoche)
• Rohöl +16,0
• Heizöl/Diesel +0,3
• Benzin -1,0
Der DOE-Wochenreport ist 'bärisch' ausgefallen. Massive Aufbauten der US Rohölbestände. Schneestürme und Kältewellen hatten in den vergangenen Wochen allerdings für Ausnahmesituationen gesorgt.
Fakten, Preisprognose, Marktanalyse
Wirtschaft und Finanzmärkte
- Kurs US-Dollar: (Chart EUR/USD)
• 1,181 $ = 1 EUR | 0,847€ = 1 USD - Teuerungsrate/Inflation (12 Monate):
• DE Importpreise -2,3% (Vormonat -2,3%)
• DE Verbraucherpreise -2,0% (Vormo. -2,1%
• EU Verbraucherpreise +1,7% (Vormo. +1,9%) - US Arbeitsmarkt, Anträge auf Arbeitslosenhilfe:
• Erstanträge 212.000 (+4.000)
• Folgeanträge 1,833 Mio. (-31.000) - Die OPEC+ könnte am Wochenende beschließen, den täglichen Rohölausstoß im Monat April um 137.000 Barrel/Tag zu erhöhen. Das Ölkartell ergreift damit die Gunst der Stunde mit dem hohen Ölpreislevel.
Gasoelpreise
- Gasöl ist ein an der Börse gehandeltes Vorprodukt von Heizöl und Diesel. Gasöl bestimmt in hohem Maße die Preisentwicklung beim Heizöl und ist damit ein wichtiger Preispfeiler.
- Gasöl ist ein Mitteldestillat bei den Raffinerieprozessen und wird an den Warenterminbörsen gehandelt. Die Leitbörsen sind die IPE (London) und die NYMEX (New York). Mit der Verfügbarkeit der stündlichen Kontraktnotierungen ist Gasöl ein wichtiger Preisindikator für die Mineralölbranche.
Gasöl Tagespreis / Preisentwicklung
Das obige Diagramm stellt den jährlichen Verlauf der Gasölnotierungen dar. An den Ölbörsen werden die Gasoil Future Kontrakte in Dollar notiert. Das Tecson-Chart für Gasöl ist per 'Tab' im Währungsbezug umschaltbar zwischen US-Dollar und €uro und bezieht sich auf den gehandelten Preis für 1 Tonne Gasöl des aktuellen Frontmonats. Der Tab 'Gasöl in EUR' ist die wichtigste preisvorgebende Notierung für die tagesaktuelle Preisentwicklung beim Heizöl in Deutschland bzw. der Eurozone. Die Heizölhändler orientieren sich bei ihrer täglichen Preisfindung stark am morgendlichen Gasölpreis.
Öl-Schwarzmarkt auf See mit alten Großtankern:
Laut dem globalen Öltrader VITOL lagert eine gewaltige Menge an sanktioniertem Öl auf See. Rund 40 Millionen Barrel an russischem Rohöl wurden allein in den letzten zwei Monaten in die Bäuche alter Tanker verbracht und dümpeln an versteckten Plätzen. Dort wartet das unter Sanktionen stehende Öl darauf, irgendwie einen Abnehmer zu finden. Häufig waren das chinesische Raffinerien.
Allerdings steckt der Schwarzmarkt für russisches und iranisches Öl seit Monaten in wachsenden Schwierigkeiten. In 2025 war der Ölschmuggel so enorm profitabel, dass die Ölmengen ungeachtet der vielen Hindernisse, die Washington und Brüssel diesem Schwarzhandel in den Weg legten, weiterflossen. Käme dieses Öl unter Sanktionsaufhebung auf den Markt, gäbe es ein Ölflut. Die Preise würden rasant und sehr tief einbrechen.
Ausblick 2050: Energiebedarf + Energieerzeugung
Laut einer McKinsey Studie werden die 'fossilen Brennstoffe' auch in 2050 die globale Energieerzeugung dominieren. Öl, Gas und Kohle werden den weltweiten Energiemix noch auf Jahrzehnte anführen (müssen), da der Strombedarf in schnellerem Tempo steigt als die Umstellung auf erneuerbare Energien. Die Reduzierung der fossilen Brennstoffe ist aber von immenser Wichtigkeit für das Begrenzen der globalen Klimaerwärmung und Verhinderung des Umkippens.
Der weltweite Strombedarf wird vor allem aufgrund des Mehrbedarfs in der Industrie und im Gebäudesektor von 20 - 40 % bis 2050 ansteigen. Nordamerikanische Rechenzentren tragen dabei am meisten zu diesem Anstieg bei.
Die Nutzung von Erdgas zur Stromerzeugung wird voraussichtlich stark zunehmen, während die Kohlenutzung ebenfalls auf hohem Niveau verharren mag. McKinsey geht davon aus, dass fossile Brennstoffe im Jahr 2050 etwa 41 - 55 % des weltweiten Energieverbrauchs ausmachen werden. Das ist zwar weniger als die heutigen 64 %, aber höher als frühere Prognosen. Der Strombedarf von Rechenzentren wird bis 2030 jedes Jahr stark ansteigen, in den USA um etwa 25 %, global um etwa 17 %.
Welche Länder haben den größten Ölverbrauch:
Die zwanzig Länder mit dem größten Ölbedarf verbrauchen 80% des global produzierten Öls. In 2024 stieg die Menge noch mal relativ moderat um +0,7%, trotz des verlangsamten Wachstums und der Zunahme grüner Energiequellen. Öl bleibt weltweit die wichtigste Energiequelle.
| # | Land | Barrel/Tag | Anteil Weltverbrauch |
| 1 | USA | 19,0 Mio. | 18,7 % |
| 2 | China | 16,4 Mio. | 16,1 % |
| 3 | Indien | 5,6 Mio. | 5,5 % |
| 4 | Saudi-Arab. | 4,0 Mio. | 3,9 % |
| 5 | Russland | 3,8 Mio. | 3,8 % |
| 6 | Japan | 3,2 Mio. | 3,2 % |
| 7 | Südkorea | 2,9 Mio. | 2,9 % |
| 8 | Brasilien | 2,6 Mio. | 2,5 % |
| 9 | Kanada | 2,3 Mio. | 2,3 % |
| 10 | Deutschland | 2,1 Mio. | 2,0% |
Ölverbrauch 2024 in Mio. Barrel/Tag, laut Energy Institute
Obige 10 Länder verbrauchen 61% des jährlich produzierten Öls. Dabei verzeichnet Indien den stärksten Bedarfsanstieg. Aufgrund seiner zunehmenden Wirtschaftskraft wird auf Indien mindestens in den nächsten 5 Jahren der größte Ölnachfragezuwachs entfallen.

