Top-Themen am Ölmarkt

Ölmarktinfos, Analyse und Prognose zur Ölpreisentwicklung

Auf dieser Seite bietet TECSON Ihnen aktuelle Informationen zu den derzeit preisrelevanten Themen am Ölmarkt. Die Inhalte werden entsprechend der wichtigen Ölmarkt Themen regelmäßig aktualisiert. Wir berichten und kommentieren hinsichtlich Ölnachfrage und Ölproduktion, wie auch der Entwicklung der Lagerbestände, der Förderaktivität und der Überversorgung des Ölmarktes. Die Preisrelevanz der jüngsten Ölmarkt-Meldungen fließt bewertend ein in unsere Analysen von Preisniveau, Preisentwicklung, Trend und Tendenz der Ölpreise. Die jüngsten Einschätzungen von Ölmarkt-Analysten werden an dieser Stelle wiedergegeben und diskutiert:

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EIA-Monatsreport. Zahlen und Fakten

Entwicklung, Fakten u. Prognose Ölpreise

Ölmengen in Millionen Barrel/Tag:

• Globaler Ölverbrauch 2019: 100,8
• Globaler Ölverbrauch 2020: 102,1
• Globaler Ölverbrauch 2021: 103,5

• Globale Ölförderung 2019: 100,8
• Globale Ölförderung 2020: 102,4
• Globale Ölförderung 2021: 103,3


• Marktbalance 2019:  +-0 (ausgeglichen)
• Marktbalance 2020:  0,3  Überhang
• Marktbalance 2021:  0,2  Defizit

• Ölförderung der OPEC 2020: 29,2
• Ölförderung der OPEC 2021: 29,3

 

Marktbalance 2020/2012

Ölförderung der Opec-Plus Gruppe

In ihrem jüngsten Monatsreport sieht die IEA einen komfortabel versorgten Ölweltmarkt, der auch auf geopolitische Eskalationen reagieren könne. Die IEA geht ebenfalls davon aus, dass das Ölangebot der Förderländer, die nicht zur OPEC gehören, in 2020 deutlich stärker wachsen wird als die globale Ölnachfrage.

Die Markexperten von Goldman Sachs erwarten, dass die Kontrakte der Rohölleitsorte sich mittelfristig weiterhin bei gut 60 Dollar/Barrel bewegen werden. Die fortgesetzten OPEC Förderquoten und der nachlassende zweite Schieferöl-Boom in den USA dürften den Ölmarkt im nächsten Jahr dann in eine Balance bringen, so das Bankhaus. Dennoch sieht man mit längerfristigem Blick die Ölpreise eher unterhalb von 60 Dollar je Barrel Rohöl denn darüber.


Die Analysten von 'Rystad Energy' haben errechnet, dass die OPEC die Rohölfördermengen auf 28,9 Mio. Barrel/Tag reduzieren müsste, um den Ölmarkt im ersten Quartal 2020 in einer Angebots/Nachfrage-Balance zu halten. das entspräche einer Verringerung der Tagesproduktion von 0,8 Mio. Barrel gegenüber dem Niveau des vierten Quartals 2019. Diese Prognose stützt sich Schätzungen und Annahmen zur Zunahme des Nicht-OPEC-Angebots aus Brasilien, Kanada, Norwegen und Guyana sowie auf die Auswirkungen der neuen Bestimmungen der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation für 2020 für die schwefelreduzierten Treibstoff für den Weltschiffsverkehr. 'Rystad Energy' erwartet für Q.1, dass die Nachfrage das Angebot übersteigen wird und sieht deshalb Preisdruck.
 


 

Klimaerwärmung, CO2-Bepreisung

Ölmarkt, Ölproduktion, Revolution der EVs

Die Menschheit ist auf dem unsagbar zweifelhaftem Weg, bis zum Jahr 2030 doppelt so viel an fossilen Brennstoffen zu verbrennen, wie zulässig wäre um die Erwärmung unter +1,5 ° C zu halten. Auch diese Zahl würde bereits gravierende und umwälzende Folgen für das globale Ökosystem mit sich bringen. "Wir sind in einem tiefen Loch - und wir müssen sofort aufhören zu graben", beschwört Måns Nilsson von Stockholm Environment Institute (SEI).

Die Klimakonferenz von Madrid ging als eine einzige große Enttäuschung zu Ende. Es wurde rein gar nichts erreicht. Die Menschheit wird die Klimakatastrophe nicht aufhalten, weil viele Regierungen nur den kurzfristigen wirtschaftlichen Vorteil für ihren Staat im Blick haben. Hier sind in erster Reihe die USA, Brasilien und Australien zu nennen. Mit dem Kopf in den Sand gesteckt geschieht ein unumkehrbares Verbrechen an der Natur und der Umwelt und letztlich an der Lebensqualität unseren Enkel.
Siehe auch unsere Seite: PtL und eFuels

In Deutschland haben sich Bund und Länder auf die Nachbesserung des Klimapaketes geeinigt. Für Kraftstoffe und für Heizöl müssen ab 2021 pro Tonne CO2  25,- EUR anstatt 10 EUR bezahlt werden. Das dürfte auf den Liter Öl dann 7 - 8 Cent an Verteuerung bringen. In den Folgejahren soll diese Abgabe weiter ansteigen auf 55 - 65 EUR je Tonne CO2. Ausgleichend wird die Pendlerpauschale angehoben.
 

Schieferölbranche in Problemen

Ölproduktion und Lagermengen

Anfang Januar:

In den nächsten zwei Jahren sollen in der Schieferölregion Permian Basin fünf neue Ölpipelines in Betrieb genommen werden. Die Mehrkapazität liegt bei knapp 3,5 Mio. Barrel/Tag. Dieses Angebot wird man aber nicht auslasten können. Im aufkommenden Wettbewerbsdruck werden die Transportkosten je Barrel unweigerlich sinken, weil es zu einem Kapazitätsüberhang kommen wird.
Auch sind hohe Investitionskredite zunehmend fällig. In 2020 werden über 40 Milliarden Dollar zu tilgen sein. Seit 2015 haben bereits mehr als 200 Schieferölförderer Insolvenz angemeldet. Und diese Zahl wird weiter zunehmen. Diese Entwicklung könnte den zweiten Schieferölboom in den USA zum Stillstand bringen.

Mitte Dezember:

Bezüglich der Konstitution der Schieferölbranche in den USA hat sich die Einschätzung und die Erwartungshaltung geändert. Die vorherrschenden Prognosen für das Wachstum entsprechen nicht der Realität, denn sie seien viel zu optimistisch, meinen namhafte Marktbeobachter. Laut 'Unconventional', mit Sitz in Houston, wird das Produktionswachstum bereits in 2020 abflachen. Auch 'Pioneer Natural Resources' sieht „dramatische Veränderungen“ des Verhaltens der Schieferölfirmen. In den letzten Jahren wurde die Situation schöngeredet und man setzte auf den Boom. Mit den in der Realität aber engen Margen und der in 2019 aufgekommenen Zurückhaltung der Banken, ist aus Optimismus nun Ernüchterung geworden. Inzwischen geht selbst in der Vorzeigeregion 'Permian Basin' bereits die Zahl der Arbeitsplätze auf den Bohr- und Förderfeldern zurück. Die Prognosen der EIA (US Ministerium) und der IEA (Paris) zum Schieferölwachstum scheinen zu optimistisch gewesen zu sein.
 

Ölexportländer drosseln stärker

Prognose für die Ölpreise in 2019, 2020

4. Jan.

Die tägliche Ölproduktion der OPEC ist im Dezember um 90.000 Barrel 29,55 Mio. Barrel/Tag gesunken. Das geschah in Vorbereitung auf die ab Januar geltenden strengeren Produktionsquoten der Ölkartellmitglieder.

28. Dez.

Laut dem russischen Energieminister Nowak hat Russland seine Ölproduktion im Dezember deutlich gedrosselt. Die Fördermengen sollen im Dezember um knapp 250.000 Barrel/T niedriger gewesen sein als im Vormonat. Russland bereitet sich damit offensichtlich auf die Einhaltung der im Rahmen der Opec-Plus Gruppe vereinbarten schärferen Produktionsquoten vor, die mit dem Jahreswechsel in Kraft treten.

8. Dez.

Gemeinsam mit den Plus-Partners hat die OPEC die Drosselungsquoten auf 2,1 Mio. Barrel/T gegenüber der Bezugsmarke von Oktober 2018 festegesetzt. Das ist mehr, als die Marktteilnehmer im Vorfeld erwartet hatten. Für den physischen Ölmarkt ist dieser Schritt dennoch nicht so gravierend, weil die Saudis seit Monaten bereits unter ihrer Quote produzieren. Auch rechnet man damit, dass die US Schieferölproduktion nur verlangsamt noch weiter anwächst. Käme alles so, so dürften die Ölpreise mittelfristig zulegen können.
 

 

Ölbohraktivitäten in den USA

US Oil Rig Count
'US Oil Rig Count' laut 'Baker Huges' - [Click for Zoom]

 

Baker Huges' stellt wöchentlich die Anzahl der aktiven Bohranlagen fest.

Dieser 'US Oil Rig Count' ist ein vielbeachteter Frühindikator für die aktuelle Investitionsbereitschaft und für die Entwicklung der zukünftigen Ölfördermengen in den USA.

US Öllagerbestände

Entwicklung der Öllagerbestände in den USA
Rohöllager in den USA: Aktuell und Fünf-Jahres-Werte

 
Das Chart zeigt mit der blauen Kurve die Entwicklung der US Öllagerbestände im aktuellen Jahr. Das ist zum grauen Band in Relation gesetzt. Dieses Band ist der Variationsbereich an Beständen in den letzten fünf Vorjahren.

Der Ölmarkt in den USA ist der wichtigste nationale Ölmarkt, mit großem Abstand vor China. Die USA verbrauchen rund 19 Mio. Barrel an Öl pro Tag. Mit der NYMEX ist in New York die wichtigste Rohstoffbörse platziert. Außerdem stehen für den US Ölmarkt sehr detaillierte Daten zu Verfügung. Wöchentlich werden gesicherte Zahlen über die jüngsten Entwicklungen von Ölfördermenge, Ölverbrauch, Importen und Exporten präsentiert und von Analysten bewertet. Aus diesen Gründen hat die jeweilige Entwicklung am US Ölmarkt großen Einfluss auf die globale Ölpreisentwicklung.

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