Top-Themen am Ölmarkt

Ölmarktinfos, Analyse und Prognose zur Ölpreisentwicklung

Auf dieser Seite bietet TECSON Ihnen aktuelle Informationen zu den derzeit preisrelevanten Themen am Ölmarkt. Die Inhalte werden entsprechend der wichtigen Ölmarkt Themen regelmäßig aktualisiert. Wir berichten und kommentieren hinsichtlich Ölnachfrage und Ölproduktion, wie auch der Entwicklung der Lagerbestände, der Förderaktivität und der Überversorgung des Ölmarktes. Die Preisrelevanz der jüngsten Ölmarkt-Meldungen fließt bewertend ein in unsere Analysen von Preisniveau, Preisentwicklung, Trend und Tendenz der Ölpreise. Die jüngsten Einschätzungen von Ölmarkt-Analysten werden an dieser Stelle wiedergegeben und diskutiert:

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Opec-Strategie oder keine Strategie?

Prognose für die Ölpreise in 2019, 2020

19. November

Es gab weiterte Andeutungen aus Opec-Kreisen, dass die Interessengemeinschaft die einzelnen Förderquoten wohl nicht verschärfen wird. Vielmehr sollen die Mitgliedsländer, die über ihrer Quote fördern, die Überproduktion konsequent abstellen. Hier hat man besonders den Irak im Blick. Wahrscheinlich wird die OPEC auf ihrer Beschlusskonferenz am 6. Dezember die bestehenden Quoten bestätigen, aber die Laufzeit von bislang Ende März auf Ende Dezember verlängern.

12. November

Dieser Tage kamen aus den Reihen der OPEC und ihrer Partner recht klare Andeutungen, dass es auf der nächsten Beschluss­konferenz am 5./6. Dezember wahrscheinlich keine Verschärfung der Förderquoten geben wird. Es zeichnet sich ab, dass man an den bestehenden Förderlimitierungen festhalten wird, aber möglicherweise die Laufzeit der jetzigen Regelung verlängern werde.

6. November

Die OPEC sieht im neuen Jahresbericht langfristig einen sinkenden Bedarf an Opec-Öl. Zwar steigt der Weltölbedarf auch in den nächsten Jahren noch etwas an, dieses wird aber übertroffen von einer schneller anwachsenden Rohölförderung außerhalb der OPEC. Ohne eine spürbare Opec-seitige Förder­mengen­drosselung über die kommenden Jahre würde ein starker Überhang entstehen. Es sind also für mehrere Jahre Quoten zu implementieren, will man ein Zurückfallen des Ölpreisniveaus verhindern. Im Ausblick erwartet die OPEC für 2023 einen weltweiten Ölbedarf von 103,9 Mio. Barrel/Tag. Zuvor war man von 104,5 Mio B/T ausgegangen.
 

IEA Ausblick

Entwicklung, Fakten u. Prognose Ölpreise

Die IEA (Paris) prognostiziert, dass die globale Ölnachfrage in den Jahren nach 2030 ihren Höhepunkt überschreiten wird und bis 2040 dann abnehmen wird. Das soll allerdings für die CO2-Emissionen nicht gelten. Diese könnten bis 2040 noch weiter anwachsen.

Die drei wichtigsten Energie-Prognostiker, die EIA, die IEA und die OPEC, stimmen in ihrer Einschätzung weitgehend darin überein, dass die US Schieferölbranche zügig weiter wachsen wird. Der EIA zufolge werden die USA im nächsten Jahr die Schieferölproduktion um etwa 1,0 Mio. Barrel/T (mb/d) steigern. Die OPEC nennt die gleiche Erwartung. Die IEA indes schätzt das Förderwachstum auf 1,2 bis 1,3 mb/d, obwohl sie auch Hinweise auf eine Verlangsamung sieht.
 

Einschätzungen vor Großbanken

Ölförderung der Opec-Plus Gruppe

Mehrere namhafte Investmentbanken äußerten sich Anfang/Mitte November pessimistischer hinsichtlich des Ölpreisniveaus in 2020. Der Grund dafür ist, dass man eine global schwache Ölnachfrage sieht, während die Ölproduktion außerhalb der OPEC deutlich zunimmt. Es wird also weniger Opec-Öl benötigt. Die OPEC und ihre Partner sind offenbar aber nicht gewillt, stärkere Produktionsdrosselungen für das nächste Jahr zu beschließen. Zurzeit bewegen sich die Leitsorte Brent und auch der Opec-Basketpreis noch bei etwa 62 USD/Barrel.

Morgan Stanley erwartet indes längerfristig einen Preisabgang in den Bereich von 45 USD/B. BNP Paribas und die Citigroup halten einen Preisrückgang auf 50 USD/B für nicht unwahrscheinlich.
 


 

Der Außenhandelskonflikt

Handeszölle, Strafzölle, Importzölle, Handelskrieg

13. Nov.

Der Handelskonflikt USA/China ist weiterhin Marktthema. Und jede Woche gibt es ein neues Hin und Her. Am letzten Wochenende war es wieder einmal Trump mit der Aussage, dass im Falle eines Phase-1 Vertrages mit China die Strafzölle keinesfalls automatisch aufgehoben werden. Offenbar will er den Druck auf Peking für weitergehende Verhandlungen hoch halten. In einer Rede am Dienstagabend blieb Trump vage. Ein Handelsabkommen sei möglich, denn China wolle eine Einigung. Es seien aber auch durchaus noch höhere Strafzölle denkbar, drohte Trump. Wenn wir keine Einigung erzielen, werden wir die Zölle sehr erheblich weiter anheben. Das lässt die Vermutung zu, dass das Abkommen mit China noch immer nicht ausgehandelt ist.

04. Nov.

Bei den Verhandlungen im Außenhandelskonflikt sind sich Washington und Peking näher gekommen. Der US Handelsminister, Wilbur Ross, hatte dieser Tage noch einmal betont, dass das als Phase 1 bezeichnete Teilabkommen mit China wahrscheinlich in diesem Monat unter Dach und Fach gebracht werden kann. Die Unterzeichnung könnte im Bundesstaat Iowa erfolgen. Laut Ross könnten außerdem Strafzölle auf Autoimporte aus Europa und Asien wahrscheinlich noch vermieden werden.
 

Ausrichtung Russlands

Ölförderung Russlands

5. November

Russlands Energieminister Novak erwartet, dass sich das Wachstum der US Ölproduktion abflacht und dass das Hochplateau der US Ölproduktion in nächster Zeit erreicht sein wird. Des Weiteren wechselt der russische Ölkonzern Rosneft bei sämtlichen Ölabrechnungen vom US Dollar zu Euro. Diese Umstellung auf den Euro soll verhindern, dass mögliche zukünftige US Sanktionen gegen Russlands Ölsektor weniger Wirkung hätten. Auch ist das Teil eines umfassenderen Plan Moskaus zur Entdollarisierung.

Russland hat seine Ölförderleistung im Oktober recht deutlich verringert. So bezifferte Moskau die Fördermengen des Monats Oktober mit 11,21 Mio. Barrel/Tag. Diese Menge läge 211.000 B/T unterhalb der mit der Opec vereinbarten Quote. Offensichtlich ist Russland doch gewillt, die Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien konsensfindend fortzuführen.
 

Irak / Venezuela

Preisprognose Ölmarkt 2018

Das Opec-Mitglied Irak hat sich in den letzten Monaten nicht unbedingt an die beschlossenen Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe gehalten. Im August erreichte man einen Produktionsrekord von fast 5,0 B/T. Das waren 400.000 B/T mehr als vor einem Jahr. Der Irak versucht erfolgreich seine Ölförderung immer weiter auszubauen. Das ist ein Problem für die OPEC, muss man doch für 2020 weitere Produktionskürzungen zustande bringen. Ende 2020 will der Irak seine Kapazität auf 6,2 Mio. B/T weiter steigern.

Die Ölproduktion des Opec-Mitgliedes Venezuela kollabiert weiter. So ist die Rohölförderung im Orinoco Gebiet im vorigen Monat von 370.000 B/T auf nur noch 246.000 B/T weiter gesunken. Dabei hat der russische Ölkonzern Rosneft im Juli 40% des Öls von PDVSA und im August 66% abgenommen. Abgerechnet wird dabei in Euro und nicht in US-Dollar, wie sonst üblich.
 

 

Ölbohraktivitäten in den USA

US Oil Rig Count
'US Oil Rig Count' laut 'Baker Huges' - [Click for Zoom]

 

Baker Huges' stellt wöchentlich die Anzahl der aktiven Bohranlagen fest.

Dieser 'US Oil Rig Count' ist ein vielbeachteter Frühindikator für die aktuelle Investitionsbereitschaft und für die Entwicklung der zukünftigen Ölfördermengen in den USA.

US Öllagerbestände

Entwicklung der Öllagerbestände in den USA
Rohöllager in den USA: Aktuell und Fünf-Jahres-Werte

 
Das Chart zeigt mit der blauen Kurve die Entwicklung der US Öllagerbestände im aktuellen Jahr. Das ist zum grauen Band in Relation gesetzt. Dieses Band ist der Variationsbereich an Beständen in den letzten fünf Vorjahren.

Der Ölmarkt in den USA ist der wichtigste nationale Ölmarkt, mit großem Abstand vor China. Die USA verbrauchen rund 19 Mio. Barrel an Öl pro Tag. Mit der NYMEX ist in New York die wichtigste Rohstoffbörse platziert. Außerdem stehen für den US Ölmarkt sehr detaillierte Daten zu Verfügung. Wöchentlich werden gesicherte Zahlen über die jüngsten Entwicklungen von Ölfördermenge, Ölverbrauch, Importen und Exporten präsentiert und von Analysten bewertet. Aus diesen Gründen hat die jeweilige Entwicklung am US Ölmarkt großen Einfluss auf die globale Ölpreisentwicklung.

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