Top-Themen am Ölmarkt

Ölmarktinfos, Analyse und Prognose zur Ölpreisentwicklung

Auf dieser Seite bietet TECSON Ihnen aktuelle Informationen zu den derzeit preisrelevanten Themen am Ölmarkt. Die Inhalte werden entsprechend der wichtigen Ölmarkt Themen regelmäßig aktualisiert. Wir berichten und kommentieren hinsichtlich Ölnachfrage und Ölproduktion, wie auch der Entwicklung der Lagerbestände, der Förderaktivität und der Überversorgung des Ölmarktes. Die Preisrelevanz der jüngsten Ölmarkt-Meldungen fließt bewertend ein in unsere Analysen von Preisniveau, Preisentwicklung, Trend und Tendenz der Ölpreise. Die jüngsten Einschätzungen von Ölmarkt-Analysten werden an dieser Stelle widergegeben und diskutiert:

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Ölpreisprognosen für 2018 / 2019

Prognose Ölpreise

10. Dezember

Reuters Umfrage:

Die jüngste Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters zeigt auf, dass die namhaften Analysten noch der OPEC-Quotenverlängerung für 2018 nunmehr etwas höhere Ölpreise als in der vorherigen Befragung erwarten. Laut Reuters ergibt sich im Prognosemittel für das Jahr 2018 ein durchschnitticher Ölpreise von 54,8 Dollar für das Barrel WTI und von 58,8 Dollar je Barrel BRENT Rohöl. Das entspricht einer Anhebung in der Preisprognose um 2,3 bzw. 3,0 Dollar/Barrel für WTI bzw. BRENT. Für 2017 wird der Jahresdurchschnittspreis für BRENT bei 54,2 USD/B erwartet.

Ausblick auf die nächsten zwei Jahre:

Während der Ölmarkt zur Jahresmitte 2018 wieder knapper erwartet wird, rechnen Experten längerfristig aber doch wieder mit einer Überversorgung. Im Vergleich zum aktuellen Niveau ist für 2019 deshalb wieder mit tendenziell niedrigeren Ölpreisen zu rechnen. So erwartet Moody's zum Ende diesen Jahrzehnts, also Ende 2019 die Rohölpreise zwischen 40 und 60 Dollar/B.

Quotenzeitraum, Profiteure, Szenario

Ölproduktion, OPEC-Cut, Ausblick 2018, 2019

5. Dezember

Am Montag nach dem OPEC-Beschluss setzte sich man Ölmarkt die Ansicht durch, dass vor allem die US Schieferölbranche von den preisunterstützenden Maßnahmen der Deal-Partner profitieren wird. So können die Schieferölfirmen nun mindestens bis Ende 2018 mit recht stabilen Preisen im Bereich von 55 - 60 Dollar je Barrel WTI rechnen. Der OPEC-Deal arbeitet hauptsächlich für die Ölförderländer außerhalb der OPEC. Es erscheint damit nicht unwahrscheinlich, dass die USA auf dieser Basis ihre Schieferölförderungen im nächsten Jahr um eine weitere Million Barrel/Tag steigern werden.

Die Analysten von ‘Citigroup‘ prognostizieren für 2018 einen im Jahresmittel ausgeglichenen Ölweltmarkt. Auch die ‘USB Group‘ hat die Ölpreisproprognose für 2018 von 55 auf 60 Dollar/Barrel angehoben. Diese Marktsituation dürfte dann in 2019 aber wieder in eine Überversorgung drehen, weil dann für die OPEC und ihre Partner die Quoten wegfallen. Erneut könnte dann alles auf einen Kampf um die Weltmarktanteile hinauslaufen. Wenn sich das Auslaufen der Quoten abzeichnet, wird jedes Land frühzeitig alle Vorkehrungen treffen, um schnellstmöglich die eigene Ölproduktion hochzufahren, um dabei nicht ins Hintertreffen zu geraten.

Der Quotenwiederausstieg könnte zu einem diffizilen Unterfangen geraten. Für die Saudis wird es im zweiten Halbjahr 2018 eine Löwenaufgabe werden, die Partner bis zum sanften Ende im Boot und auf Kurs zu halten.
 

OPEC verlängert die Quoten

Ölpolik und Prognose zu den Ölpreisen

1. Dezember
 
Die OPEC hat eine Verlängerung der Förderquoten um neun Monate beschlossen. Neuer Endtermin ist jetzt Ende Dezember 2018. Das war von den Marktteilnehmern so auch erwartet worden. Entsprechend blieb eine spontane heftigere Preisreaktion an den Ölbörsen am Donnerstagabend aus.

Allerdings hat die OPEC ihre Vereinbarung dahingehend erweitert, dass Nigeria und Libyen nicht mehr von den Quoten ausgenommen sind. Für Nigeria wurde eine Quote von 1,8 Mio. Barrel/Tag und für Libyen von 1,0 Mio. B/T festgesetzt. Beide Länder fördern derzeit knapp unterhalb dieser Mengen.

Auf der turnusmäßigen OPEC-Konferenz im Juni 2018 soll die Marktsituation überprüft werden. Sollten sich die Ölpreise dann bereits durchweg oberhalb der Marke von 60 Dollar/B bewegen, so will man die Regelung in dem Fall dann abschwächen oder vorzeitig beenden.

Die OPEC hat "geliefert" und Russland ist dabei. Man stehe "Schulter an Schulter" zusammen, heißt es.

Die "Review"- oder "Exit"-Möglichkeit im kommenden Sommer schwächen das Drosselungsabkommen. Es wird das Aufwärtspotenzial der Ölnotierungen nach oben hin abgeregelt. Sollten sich der Ölmarkt im Frühjahr knapper zeigen als vorausberechnet und die Ölpreise in Richtung 70 Dollar/Barrel laufen, so will man reagieren. Damit soll der Schieferölbranche in den USA mindestens die Euphorie genommen werden.

US-Ölmarkt: Ausblick

Ölmarkt, Ölproduktion USA

25. November

Prognose JP Morgan:

Die amerikanische Investmentbank JP Morgan hat ihre neue Ölpreisprognose für 2018 veröffentlicht. Deren Analysten sehen für WTI Rohöl bei 60 Dollar/Barrel eine Preisgrenze, die schwerlich zu überwinden sein wird. Im Jahresmittel erwartet man die WTI-Preise bei 54 - 55 Dollar/Barrel. Für die europäische Leitsorte BRENT prognostiziert JP Morgan einen Jahresmittelpreis für 2018 von 58 Dollar/Barrel.
 
Offshore/Onshore Ölforderung:

Die Schieferölförderung in den USA steuert auf einen zweiten Frühling zu, während die Offshore Ölindustrie weiterhin ächst. Auf dem Festland steigt die Ölbohraktivität seit über einem Jahr kräftig wieder an. Der Offshore Sektor hingegen benötigt ein höheres Ölpreisniveau, um in Vollkostenrechnung lukrative Profite zu erzielen. Für die Deepwater Projekte ist die Perspektive weiterhin düster. Bei Ölpreisen unter 60 Dollar je Barrel wird vermutig fast ausschließlich in Onshore Projekte weiter investiert werden. Das wird u.a. deutlich an den seit Jahren rückläufigen Ölförderzahlen und Ölbohrinvestitionen vor den Küsten Alaskas. Auf der anderen Seite laufen die Ölförderprojekte in Texas, vorallem im 'Permian Basin', in eine neue Boom-Phase. Die Gesamtfördermengen der USA werden in 2018 die Marke von 10 Millionen Barrel pro Tag überschreiten.

Ölbohraktivitäten in den USA

 
'Baker Huges' stellt wöchentlich die Anzahl der aktiven Bohranlagen fest.

Dieser 'US Oil Rig Count' ist ein vielbeachteter Frühindikator für die Entwicklung der zukünftigen Ölfördermengen in den USA.

US Oil Rig Count
US Oil Rig Count laut 'Baker Huges' - [Klick for Zoom]

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