Top-Themen am Ölmarkt

Ölmarktinfos, Analyse und Prognose zur Ölpreisentwicklung

Auf dieser Seite bietet TECSON Ihnen aktuelle Informationen zu den derzeit preisrelevanten Themen am Ölmarkt. Die Inhalte werden entsprechend der wichtigen Ölmarkt Themen regelmäßig aktualisiert. Wir berichten und kommentieren hinsichtlich Ölnachfrage und Ölproduktion, wie auch der Entwicklung der Lagerbestände, der Förderaktivität und der Überversorgung des Ölmarktes. Die Preisrelevanz der jüngsten Ölmarkt-Meldungen fließt bewertend ein in unsere Analysen von Preisniveau, Preisentwicklung, Trend und Tendenz der Ölpreise. Die jüngsten Einschätzungen von Ölmarkt-Analysten werden an dieser Stelle wiedergegeben und diskutiert:

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Monatsberichte von IEA, EIA nd OPEC

Ölproduktion, Lagermengen, Energiesektor, erneuerbare Energien

Januarbericht der IEA:

Der von der IEA (Paris) jüngst veröffentlichte neue Monatsreport brachte dem Ölmarkt keine ausschlag­gebenden neuen Impulse. Die IEA sieht in Ihrem Bericht eine langsamer als erwartete Erholung der globalen Ölnachfrage. Allerdings wird für das zweite Halbjahr '21 ein deutlich stärkeres Nachfrage­wachstum erwartet. Für das Gesamtjahr rechnet die IEA mit +5,5 Mio. Barrel/T an Bedarfszuwachs, wobei das Ölangebot nur um etwas über 1 Mio. B/T zulegen soll.

Auch erwartet die IEA, dass sich die Wind- und Solarkapazitäten in den nächsten fünf Jahren weltweit verdoppeln werden. Bis 2023 werden die Solar- und Windkapazitäten Erdgas überholen und bis 2024 auch die auf Kohle basierende Energie­erzeugung übertreffen. Durch die Covid19-Pandemie wurde ein Großteil des Energiesektors schwer getroffen, aber die erneuerbaren Energien zeigen sich hierbei als widerstandsfähiger. Die IEA hat ihre Prognose für 2020/2021 für erneuerbare Energien um +18% revidiert. Erneuerbare Energien verzeichnen starke Zuwächse. Solar wird der neue König der Strommärkte werden. Bis 2030 werden erneuerbare Energien bei neuen Stromer[]zeugungs­projekten 80% ausmachen, so die IEA.
 

Monatsreport der EIA:

Für das erste Quartal sieht die EIA die Rohölpreise bei lediglich 52,7 USD/B im Mittel, und prognostiziert für die nachfolgenden Quartale dann sogar eher noch sinkende Ölpreise. Die Ölproduktion der OPEC wird für 2021 bei 32,2 Mio. B/T erwartet, Vorjahr 30,6 Mio. B/T. Zudem ist die Quoteneinhaltung der Opec-Plus Länder im Dezember auf nur noch 75% zurückgefallen. Das ist der schlechteste Wert seit Beginn dieses Deals. Der neue Opec-Monatsreport folgt im Tagesverlauf. Im Bericht überwiegen die 'bärischen' Aspekte.
 

Daten aus dem OPEC-Monatsreport:

• Globaler Ölnachfragezuwachs '20: -9,75 Mio. B/T
• Prognose Ölnachfragezuwachs '21: +5,90 Mio. B/T
• Globale Ölproduktion im Dez.: 92,93 Mio. B/T

Der Januar Monatsreport der OPEC, der 'neutral' ausgefallen ist, brachte keine neuen Impulse. Den Marktteilnehmern wird zunehmend bewusst, dass noch tiefdunkle Monate bevorstehen, ehe es im späteren Frühjahr aufwärts geht. In Europa dürfte sich die Kraftstoff­nachfrage von niedrigem Niveau aus zunächst eher noch verringern. Viele Länder begrenzen im Zuge der Lockdown-Verschärfungen weitergehend die Mobilität. Laut einer Hochrechnung von Rystad Energy bewirkt der Verkehrsrückgang derzeit einen um etwa 1,5 bis 2,0 Mio. B/T verringerten Ölbedarf.
 

Enwicklungen und Fakten

Ölförderung der Opec-Plus Gruppe

Russland beginnt sein Megaprojekt Wostok in der Arktis. Der Rosneft Konzern geht davon aus, dass in einem Jahrzehnt Investitionen von 170 Milliarden Dollar dafür nötig sind. 400.000 Arbeiter werden beschäftig, 15 neue Industriestädte werden geschaffen und 800 km neue Pipelines werden dafür gebaut. Die Wostok-Projekte sollen bis 2024 bereits etwa 600.000 Barrel Rohöl pro Tag produzieren. Im Vollausbau sollen 2 Mio. Barrel am Tag gefördert werden.

Laut IHS Markit wird sich die globale Ölnachfrage sich erst zu oder in 2022 erholen, zurück auf das Niveau von vor der Pandemie. Entwicklungsländer werden mit strukturellen Hürden für Impfprogramme konfrontiert sein, was dort zu einer schelppenden Erholung führen wird.

Laut Prognose von Rystad Energy wird die Covid19-Pandenie den Peak Oil Zeitpunkt, also den Wendepunkt der höchsten Weltölnachfrage um viele Jahre nach vorne ziehen. Demnach soll die weltweite Ölnachfrage in den Jahren 2028 - 2030 mit 102 Millionen Barrel pro Tag ihren Spitzenwert überschreiten. Die Grünen Energien sind beschleunigt auf dem Vormarsch.

Die Spannungen um den Iran nehmen zu. Die iranische Wiederaufnahme der Urananreicherung auf 20% stellt eine neue Eskalationsstufe dar. Nachdem die USA unter der Trump-Administration das Atomabkommen von 2015 einseitig gekündigt hatten will der Iran mit der neuen Biden-Regierung so schnell wie möglich einen neuen Deal zur Lockerung der Sanktionen erreichen. Dabei sollen die jüngsten Maßnahmen die eigene Verhandlungsposition verbessern und wohl Druck aufbauen.
 


 

Markteinschätzungen

Ölmarkt, OPEC Ölproduktion, knapper Ölmarkt.

Die Analysten von Goldman Sachs erwarten für 2021 ein Ansteigen der BRENT Rohölpreise auf 65 Dollar je Barrel im Jahresmittel. Auf die aktuelle Entwicklung am Markt reagierend hat Goldman Sachs die Prognose für die Ölnachfrage in Januar und Februar um -1,0 auf nun 92,5 Mio. B/T nach unten korrigiert. In etwa ausgleichend kürzt Saudi-Arabien seine Ölförderleistung entsprechend um 1,0 Mio. B/T.

In der Luftfahrt wird für 2021 lediglich ein Wiederanstieg auf 51 Prozent des Vorkrisen­niveaus erwartet. Europas Luftverkehrs­industrie wird sich nach Einschätzung von Eurocontrol im laufenden Jahr nur langsam aus der Corona-Krise erholen. Die Nachfragesorgen am Ölmarkt bleiben großes Thema.
 

Rückgänge

OPEC Kürzungen

Die Vereinigten Arabischen Emirate warnen die US Schieferölfirmen davor, mit den gestiegenen Ölpreisen ihre Fracking-Förderleistung wieder zu erhöhen. Dies würde neuerlich zu einem Überhang beim globalen Ölangebot führen und den erarbeiteten Preisanstieg wieder zunichte machen. Das wäre ein Boomrang, der auf die US Ölfirmen zurückkäme. Die Ölproduktion der USA erreichte Ende 2019 einen Höchststand von fast 13 Millionen Barrel pro Tag, liegt aber derzeit bei rund 11 Mio. Barrel/Tag.

Auf langfristige Sicht benötigt die Ölindustrie in den nächsten 25 Jahren global gesehen rund 12,6 Billionen Dollar an Investitionen, so die Einschätzung von Opec-Generalsekretär Barkindo.

Sieben große europäische Energiekonzerne haben sich auf Übergangs­grundsätze zur Reduzierung der Luftemissionen verständigt. Dazu zählen die Energieunternehmen BP, Royal Dutch Shell, Total, ENI, Equinor, Galp und Occidental Petroleum. Sie wollen das Pariser Klimaabkommen aktiv unterstützen. Zu den Arbeitspunkten zählen: Reduzierung der eigenen Betriebsemis­sionen, Zusammenarbeit mit Interessen­gruppen und Investoren, aktive Unterstützung von Emissions­senkungen, Kohlenstoffab­scheidung, Offenlegung der Klimarisiken und die Unterstützung durch das Mitwirken in Fachverbänden.

Der Shell Konzern hat Anfang Januar beschlossen, in den nächsten zwei Jahren bei der Nordsee-Ölförderung 300 Jobs abzubauen. Die großen Ölkonzerne konzentrieren sich zunehmend auf 'grüne Energien' Projekte.
 

 

Ölbohraktivitäten in den USA

US Oil Rig Count
'US Oil Rig Count' laut 'Baker Huges' - [Click for Zoom]

 

Baker Huges' stellt wöchentlich die Anzahl der aktiven Bohranlagen fest.

Dieser 'US Oil Rig Count' ist ein vielbeachteter Frühindikator für die aktuelle Investitionsbereitschaft und für die Entwicklung der zukünftigen Ölfördermengen in den USA.

US Öllagerbestände

Entwicklung der Öllagerbestände in den USA
Rohöllager in den USA: Aktuell und Fünf-Jahres-Werte

 
Das Chart zeigt mit der blauen Kurve die Entwicklung der US Öllagerbestände im aktuellen Jahr. Das ist zum grauen Band in Relation gesetzt. Dieses Band ist der Variationsbereich an Beständen in den letzten fünf Vorjahren.

Der Ölmarkt in den USA ist der wichtigste nationale Ölmarkt, mit großem Abstand vor China. Die USA verbrauchen rund 19 Mio. Barrel an Öl pro Tag. Mit der NYMEX ist in New York die wichtigste Rohstoffbörse platziert. Außerdem stehen für den US Ölmarkt sehr detaillierte Daten zu Verfügung. Wöchentlich werden gesicherte Zahlen über die jüngsten Entwicklungen von Ölfördermenge, Ölverbrauch, Importen und Exporten präsentiert und von Analysten bewertet. Aus diesen Gründen hat die jeweilige Entwicklung am US Ölmarkt großen Einfluss auf die globale Ölpreisentwicklung.

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