Top-Themen am Ölmarkt

Ölmarktinfos, Analyse und Prognose zur Ölpreisentwicklung

Auf dieser Seite bietet TECSON Ihnen aktuelle Informationen zu den derzeit preisrelevanten Themen am Ölmarkt. Die Inhalte werden entsprechend der wichtigen Ölmarkt Themen regelmäßig aktualisiert. Wir berichten und kommentieren hinsichtlich Ölnachfrage und Ölproduktion, wie auch der Entwicklung der Lagerbestände, der Förderaktivität und der Überversorgung des Ölmarktes. Die Preisrelevanz der jüngsten Ölmarkt-Meldungen fließt bewertend ein in unsere Analysen von Preisniveau, Preisentwicklung, Trend und Tendenz der Ölpreise. Die jüngsten Einschätzungen von Ölmarkt-Analysten werden an dieser Stelle widergegeben und diskutiert:

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Hoffnung Ja - aber Erwartung NEIN

Ölmarkt, Ölproduktion, Fördermengen

26. Juni

"Der Ölmarkt hofft auf die OPEC."
In diesem Fall hoffen sowohl die Ölproduzenten als auch die Oil-Trader an den Warenterminbörsen darauf, dass die OPEC möglichst bald mehr unternehmen möge.  Erwarten tun sie es aber definitiv nicht!  - Sonst würden die Ölpreise in den letzten Wochen nicht in dieser Deutlichkeit abgerutscht sein. Im Zeitraum der letzten Maiwoche und den ersten drei Juniwochen sind die Ölpreise von 53 auf 45 Dollar je Barrel zurückgefallen. Ein beachtlicher Preisrückgang von rund 15 Prozent. Und trotz dieser überverkauften Situation und des niedrigen Preisniveaus trauen sich derzeit kaum Trader auf Rohöl-Future-Kontrakte in Gewinnspekulation einzusteigen.

An sich müsste die OPEC schnellstens nachlegen und das Preisniveau schüren. Mit einer Verschärfung der Quotenvereinbarung oder ähnlichen Schritten tut sich die OPEC in diesen Wochen aber noch schwerer als sonst schon. Moskau, als der sehr wichtige Deal-Partner der OPEC, hat hinsichtlich einer weiteren Verringerung seiner Ölfördermengen bereits abgewunken. Zudem sind der Ölminister Algeriens und auch der Ölminister von Katar (wegen Blockaden durch die Nachbarstaaten) nicht mehr als Fürsprecher dabei. Diese Faktoren machen Verhandlungen über weitere unpopuläre Maßnahmen noch schwieriger als vorher. Ein letztlich erfolgreiches Verhandlungsergebnis ist damit sehr unwahrscheinlich. Das ist derzeitiger Status der OPEC. So sehen es die Oil-Trader.

Ölmarktbalance heute und morgen

Öllager. Ölmarkt außer Balance.

17. Juni

Das US Energieministerium (EIA) hat in seinem letzten Monatsbericht herausgestellt, dass die weltweiten Öllagerbestände sich in 2017 voraussichtlich etwas verringern werden, dass sie aber in 2018 erneut wieder ansteigen werden. In der Hälfte diesen Jahres erwartet man, dass ein bescheidener Lagerabbau eintreten wird, der aber weit unter der Prognose der OPEC liegen dürfte. In 2018 wird sich das Bild aber voraussichtlich wieder drehen, weil ein weitergehender Anstieg der Schieferölförderungen in den USA, wie auch Produktionssteigerungen in Brasilien und anderen Förderländern anstehen. Die Drosselungsquoten der OPEC und von Russland sind bis Termin Ende März 2018 festgeschrieben. Wenn die Quoten dann tatsächlich auslaufen und die Ölförderungen wieder freigegeben werden, drückt schlagartig erheblich mehr OPEC-Öl auf den Markt und wird diesen überschwemmen. Aber das dürfte der OPEC selbstverständlich klar sein. Für die Quoten ist eine plausible "Ausstiegsstrategie" zu finden und zu präsentieren.

Laut Berichten von Reuters befindet sich auf dem asiatischen Ölmarkt zu viel Rohöl. Die Bulk-Tanklager in den Ölhäfen sind voll und es wird für die Zwischenlagerung wieder auf Öltanker zurückgegriffen. Demnach sollen 10 Supertanker (VLCCs) im Mai gechartert worden sein, die als schwimmende Lager dienen. Dass die Lagerung auf Tankern wieder zunimmt, ist ein klares Zeichen für eine Überversorgung. Zudem bringt das recht hohe Zwischenlagerkosten mit sich.
 

'Schlechte' Vorzeichen für 2018

10. Juni

In der ersten Juniwoche erfuhren die Lagerbestände in den USA einen kräftigen Aufbau(!), obgleich ein Lagerrückgang erwartet worden war. Ein Marktanalyst nannte das "ein schreckliches Zeichen".  Das würgt für die Öltrader jeden Preisoptimismus ab. In der vorigen Woche rutschten die Ölnotierungen um 5 bis 6 Prozent abwärts. Damit hat das Barrel Rohöl die 50-Dollar-Marke definitiv nicht mehr in Reichweite.

Die Tecson-Redaktion hatte für die zweite Jahreshälfte eine 'bullische' Entwicklung für sehr wahrscheinlich gehalten. Das fundierte auf Angebots- und Nachfragebilanzen vor dem Hintergrund einer Fortschreibung der OPEC-Förderquoten. Ganz würden wir diese Möglichkeit noch immer nicht aufgeben, mag der Ölmarkt zur Jahresmitte eventuell doch in eine Lagerabbauphase eintreten. Aber diese Aussicht wird mit dem Wiederhochfahren der Ölproduktion in Libyen und in Nigeria sehr viel dünner. Es scheint, als müssten wir von unserer Prognose gänzlich abrücken.

Der Ölkonzern SHELL hat den Force Majeure in Nigeria geliftet. Das 'Forcados' Oil Terminal geht, nachdem es ein Jahr offline war, nun wieder in den Exportbetrieb. Das bedeutet, dass Nigeria seine Tagesexportmenge um 200.000 bis 250.000 Barrel wird steigern können. Und das wird der OPEC Probleme machen, denn es beschneidet die Bemühungen, das Ölangebot in ein Minus zu bringen. Die höheren Ölmengen von Nigeria und Libyen kommen auf die Steigerungsmengen der USA, Kanadas und Brasiliens noch oben drauf. Das alles sind schlechte Vorzeichen für die OPEC und für die Ölnotierungen in 2018. Die Verbraucher könnten zunächst profitieren.

Ölbohraktivitäten in den USA

 
'Baker Huges' stellt wöchentlich die Anzahl der aktiven Bohranlagen fest.

Dieser 'US Oil Rig Count' ist ein vielbeachteter Frühindikator für die Entwicklung der zukünftigen Ölfördermengen in den USA.

US Oil Rig Count
US Oil Rig Count laut 'Baker Huges' - [Klick for Zoom]

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