Top-Themen am Ölmarkt

Ölmarktinfos, Analyse und Prognose zur Ölpreisentwicklung

Auf dieser Seite bietet TECSON Ihnen aktuelle Informationen zu den derzeit preisrelevanten Themen am Ölmarkt. Die Inhalte werden entsprechend der wichtigen Ölmarkt Themen regelmäßig aktualisiert. Wir berichten und kommentieren hinsichtlich Ölnachfrage und Ölproduktion, wie auch der Entwicklung der Lagerbestände, der Förderaktivität und der Überversorgung des Ölmarktes. Die Preisrelevanz der jüngsten Ölmarkt-Meldungen fließt bewertend ein in unsere Analysen von Preisniveau, Preisentwicklung, Trend und Tendenz der Ölpreise. Die jüngsten Einschätzungen von Ölmarkt-Analysten werden an dieser Stelle widergegeben und diskutiert:

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OPEC Quotenverlängerung

22. Mai

Die wichtigen Ölexportländer werden aller Voraussicht nach die seit dem 1. Januar selbst auferlegten Drosselungen fortführen. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird man eine Verlängerung um 9 Monate beschließen.

Die Analysten von 'Jeffries' sehen die Ölpreise dennoch im 2017er Jahresmittel bei unter 60 Dollar/Barrel.
'Goldman Sachs' hingegen erwartet einen höheren Preisabstieg.

Unseres Erachtens werden die Ölpreise schon in den nächsten Monaten auf über 60 Dollar/Barrel klettern. Das wird in Schüben, aber ohne große Rücksetzer erfolgen. Ein ausführliche Analyse erfolgt an dieser Stelle zum Ende dieser Woche, wenn der OPEC-Beschluss vollzogen ist. Warten wir das zunächst einmal ab, denn aus ungesicherter Annahme folgt Beliebiges.
 

Stimmungsumschwung

Ölpolik und Prognose zu den Ölpreisen

12. Mai
 
Nach dem kurzzeitigen steilen Preiseinbruch in der ersten Mai-Woche haben sich die Ölpreise schnell wieder stabilisiert. Entscheidender aber ist der Umstand, dass sich die Markteinschätzungen Mitte Mai deutlich verändert haben. Aus beinahe hoffnungslos ‘bärisch‘ ist ‘bullisch‘ geworden. Die Rohöl Future Kontrakte finden inzwischen fundierte Unterstützung, sodass sich BRENT wieder klar oberhalb der 50-Dollar-Marke bewegt.
 
Die Ölförderung der USA befindet sich in einem soliden Aufschwung. Die Bohraktivitäten nehmen seit einem Jahr stetig zu. Und vor allem steigt mit einigen Monaten Verzögerung die Anzahl der in den Pumpbetrieb gehenden Förderlöcher ebenso stetig an. Laut EIA-Prognose werden die USA in 2018 eine Förderleistung von gut 10 Mio. Barrel/Tag wieder erreichen. Dieser Effekt ist aber auf die USA begrenzt.
 
Das Vorhaben der OPEC mit dem Deal-Partner Russland blidet das gewichtige Gegenargument. Die OPEC hat dieser Tage nachgelegt und angekündigt, dass man in jedem Fall das tun werde, was notwendig ist (... um den globalen Lagerabbau zu erreichen). Die Verlängerung der Förderquoten scheint sicher. Man diskutiert jetzt darüber, ob man noch das erste Quartal 2018 gleich dranhängt, um das Signal noch klarer zu setzen. Moskau teilte inzwischen mit, dass man konsequent bei dem OPEC-Vorgehen mitziehen werde. Und wenn Russland mit im Boot sitzt und mitrudert, spricht eigentlich nichts mehr gegen die Quotenfortführung, solange bis die Lager reduziert sind und sich die Ölpreise wieder oberhalb von 60 Dollar je Barrel bewegen.
Mit der im dritten Quartal saisonalen kräftig ansteigenden Weltölnachfrage könnte sich eine klar ‘bullische‘ Marktsituation entwickeln. Wir denken, dass sich die Ölpreise treppenartig in Richtung 57 bis 60 Dollar bewegen werden. Das wird die US-amerikanische Ölförderung zwar noch weiter ankurbeln. Diese Renaissance kann die OPEC aber nicht verhindern.

Mini-Crash an den Ölbörsen

Ölproduktion, Ölbedarf, Ölfördermengen

6. Mai

Vom 4. auf den 5. Mai ging ein kleines Beben durch die Rohstoffmärkte. Dabei rutschten nicht nur die Ölpreise steil abwärts, auch die Metallpreise erleben auf breiter Front Preiseinbrüche. Zum Wochenende fing sich allerdings die Situation. Dieser Schlingerkurs an den Rohstoffmärkten spiegelt die Nervosität der Trader wieder, die sehr im Unklaren darüber sind, wohin die Reise im zweiten Halbjahr gehen wird.

Binnen weniger Handelsstunden waren die Rohölkontrakte in einen Verkaufsstrudel geraten und stürzten steil nach unten. Dabei wurden gleich mehrere Unterstützungslinien dynamisch durchbrochen, was zu weiteren automatisierten Stopp Loss Abverkäufen führte. Der Preisabgang schürte sich selbst. Problematisch war dabei, dass der Abverkauf mit einem so großen Volumen stattfand und die WTI Unterstützungslinie bei 47 Dollar/Barrel so wehrlos durchbrochen wurde. In den folgenden zwei Handelstagen wurde aber der Großteil der Verluste wieder aufgeholt.

Die Gründe: Es wir zunehmend bezweifelt, dass die OPEC mit einer Verlängerung der Produktionskürzungen die Ziele erreichen kann. Die OPEC hat zusammen mit Nicht-OPEC Ländern die Tagesfördermengen um 1,8 Mio. Barrel reduziert, um dadurch die globalen Überbestände auf ein normales Niveau zurückzuführen. In den ersten 4 Monaten ist das nicht gelungen. Für den Sommer wird das Vorhaben aber von dem saisonal deutlich höheren Weltölverbrauch unterstützt werden! Dennoch bestehen Zweifel, weil die Förderleistung der OPEC auch Anfang Mai noch über dem vereinbarten Limit von 32,5 Mio. Barrel/Tag liegt. Der neuerliche Ölboom in den USA, mit Fördersteigerungen von rund 100.000 B/T jeden Monat, wie auch der Wiederanstieg der Ölproduktion in Libyen und Nigeria mit zusammen +700.000 B/T stehen dagegen. Die Kürzungen der Saudis und deren Partner verpufften weitgehend. Damit hatte die OPEC-Führung nicht gerechnet. Derzeit haben die US-Fracker Oberwasser. Brechen die Ölpreise aber weiter ein, so laufen auch sie durchaus wieder in die bekannten Gewinnprobleme.
 

Ölbohraktivitäten in den USA

 
'Baker Huges' stellt wöchentlich die Anzahl der aktiven Bohranlagen fest.

Dieser 'US Oil Rig Count' ist ein vielbeachteter Frühindikator für die Entwicklung der zukünftigen Ölfördermengen in den USA.

US Oil Rig Count
US Oil Rig Count laut 'Baker Huges' - [Klick for Zoom]

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