Top-Themen am Ölmarkt

Ölmarktinfos, Analyse und Prognose zur Ölpreisentwicklung

Auf dieser Seite bietet TECSON Ihnen aktuelle Informationen zu den derzeit preisrelevanten Themen am Ölmarkt. Die Inhalte werden entsprechend der wichtigen Ölmarkt Themen regelmäßig aktualisiert. Wir berichten und kommentieren hinsichtlich Ölnachfrage und Ölproduktion, wie auch der Entwicklung der Lagerbestände, der Förderaktivität und der Überversorgung des Ölmarktes. Die Preisrelevanz der jüngsten Ölmarkt-Meldungen fließt bewertend ein in unsere Analysen von Preisniveau, Preisentwicklung, Trend und Tendenz der Ölpreise. Die jüngsten Einschätzungen von Ölmarkt-Analysten werden an dieser Stelle widergegeben und diskutiert:

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Aussage von al-Falih

Ölproduktion und OPEC-Cut

22. April

In den OECD-Ländern haben sich die vorgehaltenen Ölbestände in den Monaten von Dezember bis Februar überraschenderweise nicht verringert. Lagen die Bestände im Dezember bei rund 286 Mio. Barrel über dem Normalwert, so sind sie bis Februar sogar noch auf 330 Mio. Barrel weiter angewachsen - und zwar trotz der OPEC-Drosselungen. Diese Feststellung überraschte. In den Folgemonaten erfolgt nun aber eine zunehmend schnelle Reduzierung.

Der saudi-arabische Energieminister Khalid al-Falih sagte dieser Tage, dass es eine Vorab-Verständigung unter den OPEC-Ländern darüber gäbe, dass man die bestehende Quotenregelung auf das zweite Halbjahr ausdehnen werde. Die OPEC-Quotenkonferenz ist für den 25. Mai anberaumt. Das Ölkartell müsse so agieren, weil die weltweiten Öllager noch nicht die erhofften Verringerungen erfahren haben. Ungeachtet dieser 'bullischen' Ausgabe fielen die Ölpreise weiter zurück, nachdem die DOE-Zahlen überaus 'bärisch' interpretiert wurden.

Venezuela - Eskalation unaufhaltsam

21. April

Das südamerikanische OPEC-Land Venezuela steht kurz vor der Eskalation zu einem Bürgerkrieg. In den Straßen von Caracas laufen blutige Massenproteste gegen den sozialistischen Staatspräsidenten Maduro. Dieser fährt Militär auf und lässt Barrikaden errichten.

Venezuela hat die weltgrößten Ölreserven, allerdings bei niedriger Qualität und hohen Förderkosten. Die dortige Ölindustrie liegt hoffnungslos am Boden. Präsident Chavez hatte die US-Ölkonzerne vor Jahren aus dem Land geworfen.
Mit dem Rückfall der Ölpreise in 2014 und den anhaltend niedrigen Ölpreisen konnte nicht mehr mit ausreichendem Gewinn gefördert werden. Die Gelder für die dringend benötigen Investitionen in die Ölförderinfrastruktur wurden komplett für die Staatskassen abgezweigt. Auch wurden ausländische Firmen, die wieder zurückkamen nicht seriös bezahlt. Millionenbeträge an Rechnungen sind offen.

Die Wirtschaft des Landes liegt vollends am Boden. Die Inflation ist gigantisch und die Läden sind leer. Ohne Aussicht auf Besserung muss es zwangsläufig in einem Bürgerkrieg mit Regierungs- und Systemwechsel enden. Die Ölexportmengen Venezuelas dürften in nächster Zeit noch weiter zurückgehen - Ein 'bullischer' Aspekt.
 

Prognosen

Ölmarkt, Ölproduktion, Fördermengen

19. April

Von der unabhängigen ‘International Energy Agency‘ (IEA, Paris) gab es dieser Tage folgende Aussage: Der Ölmarkt bewegt sich langsam aber gesichert in Richtung Defizit in der Produktions/Verbrauchs-Balance. „Slowly but surely” war die Formulierung der IEA. Das Wort Defizit klingt dramatisch, heißt in dem Fall aber nichts anderes, als dass dann global insgesamt ein Lagerabbau stattfindet. Die OPEC-Länder legen mit 95-100% eine gute Quotentreue an den Tag. Und der Deal-Partner Russland gelobt, nun ebenfalls die zugesagten Drosselungen bis zum Monatsende vollständig umzusetzen. Die jüngsten Produktionsausfälle in Libyen und in Kanada unterstützen dabei die Verknappung.

In den USA läuft ein neuer Ölboom. Die Ölbohraktivitäten nehmen von Woche zu Woche weiter zu und für den Maimonat wird ein starker Ölförderanstieg erwartet. Vor allem im ‘Permian Basin‘ in Texas boomt es, weil dort die Bohr- und Förderkosten am niedrigsten sind. Sogar mit 45 Dollar je Barrel kommt man dort gut zurecht. Die Ölfirmen in den USA werden ihre Ölproduktion in Q.II bis Q.IV sicherlich um über eine halbe Million Barrel pro Tag noch steigern.

Und letztlich hängt die weitere Entwicklung der Ölpreise in allererster Linie davon ab, ob die OPEC und Russland die Drosselungen verlängern oder nicht. Die OPEC-Führung scheint sehr gewillt, während Moskau der große Unsicherheitsfaktor ist. Sollten die Russen nicht mitziehen, sondern der OPEC die Kürzungen "überlassen", so bliebe die globale Unterversorgung gering und Russland würde in die entstehende Lieferlücke der OPEC-Konkurrenten springen. Das heißt, die OPEC würde in gravierendem Umfang Marktanteile an Russland verlieren. Dieses Szenario mit einer gemäßigten Preisbewegung erscheint daher unwahrscheinlich!

Deutlich wahrscheinlicher ist die Möglichkeit, dass eine Deal-Fortführung scheitert und die Ölpreise dann massiv zurückfallen! Oder die andere Möglichkeit, dass der gemeinsame Quoten-Deal fortgeführt wird und die Ölpreise deshalb hochschnellen! In dem Fall wären die US-Firmen die Hauptgewinner und der US-Ölboom liefe weiter.
 

EIA-Monatsbericht von Mitte April

13. April

Die EIA veröffentlichte in ihrem Monatsbericht, dass der weltweite Ölverbrauch in 2016 rund 96,6 Millionen Barrel pro Tag (B/T) betragen hat. Für 2017 prognostiziert man einen Verbrauchsanstieg auf 99,7 Millionen Barrel pro Tag.
Für die weltweiten Öllagerbestände erwartet die EIA in 2017 einen Zuwachs von +1,1 Mio. B/T und im Jahr 2018 von +1,9 Mio. B/T gegen 2016. Der globale Ölverbrauch betrug in 2016 rund 96,6 Mio. B/T. Für dieses Jahr sieht man einen Verbrauchsanstieg auf 99,7 Mio. B/T. Dabei werden die USA und Brasilien ihre Erdölförderleistung recht deutlich steigern können. Dadurch soll sich der Ölmarkt in 2017 relativ ausgeglichen darstellen. Die Preise für ein Barrel Rohöl der Leitsorten BRENT und WTI mögen sich nach der EIA-Schätzung in 2017 bei 54 und in 2018 bei 57 USD/B im Jahresmittel bewegen.

Nach unserer bescheidenen Einschätzung sind allerdings die Entwicklungen in den Ölexportländern Libyen, Nigeria und Venezuela mittelfristig völlig unvorhersehbar. Daher mögen sich die Ölpreise gerne erheblich anders entwickeln, als die EIA es vorhersieht.
 

Ölbohraktivitäten in den USA

 
'Baker Huges' stellt wöchentlich die Anzahl der aktiven Bohranlagen fest.

Dieser 'US Oil Rig Count' ist ein vielbeachteter Frühindikator für die Entwicklung der zukünftigen Ölfördermengen in den USA.

US Oil Rig Count
US Oil Rig Count laut 'Baker Huges' - [Klick for Zoom]

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