Top-Themen am Ölmarkt

Ölmarktinfos, Analyse und Prognose zur Ölpreisentwicklung

Auf dieser Seite bietet TECSON Ihnen aktuelle Informationen zu den derzeit preisrelevanten Themen am Ölmarkt. Die Inhalte werden entsprechend der wichtigen Ölmarkt Themen regelmäßig aktualisiert. Wir berichten und kommentieren hinsichtlich Ölnachfrage und Ölproduktion, wie auch der Entwicklung der Lagerbestände, der Förderaktivität und der Überversorgung des Ölmarktes. Die Preisrelevanz der jüngsten Ölmarkt-Meldungen fließt bewertend ein in unsere Analysen von Preisniveau, Preisentwicklung, Trend und Tendenz der Ölpreise. Die jüngsten Einschätzungen von Ölmarkt-Analysten werden an dieser Stelle widergegeben und diskutiert:

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Cut-Umsetzungen / Quoten-Disziplin

Ölproduktion und Drosselungen

15. Januar
 
Mitte Januar wurden folgende Ölförderdrosselungen gemeldet.

Saudi Arabien: - 550.000 B/T,  Umsetzung zu ca. 110%
Irak:               - 180.000 B/T,  Umsetzung zu ca.  86%
Kuwait:           - 133.000 B/T,  Umsetzung zu ca. 102%
Venezuela:       -  95.000 B/T,  Umsetzung zu ca. 100%
Algerien:         -  60.000 B/T,  Umsetzung zu ca. 120%
Oman:            -  45.000 B/T,  Umsetzung zu ca.  93%

Russland:        - 133.000 B/T, Umsetzung zu ca.  44%


Der Iran hat in Cut-Ausnahme seine Ölfördermengen steigern können auf rund 3,85 Mio. Barrel/Tag.
Für gewisse Irritationen hatte in der zweiten Januarwoche der Irak gesorgt. Zwar meldete Bagdad, dass das Land seine Ölförderleistung um 0,18 Mio. Barrel verringert hat, auf der anderen Seite wurden aber die unverändert hohen Liefermengen den Auslandskunden auch für Februar noch zugesagt. Das heißt, dass der Irak seine Exportlieferungen hoch hält und diese aus seinen vollen Zwischenlagern bedient.

Ja nach dem, wie man es rechnet, liegt die Cut-Disziplin derzeit bei 60 - 80 Prozent des Gesamtziels.

Prognose der EIA

Prognaoe Ölfördermengen USA

13. Januar
 
Das US Energieministerium hat in seinem jüngsten Report die Prognose für die US-eigenen Ölfördermengen für 2017 von 8,78 auf 9,00 Mio. Barrel/T erhöht.

In 2016 lagen die Ölfördermengen der USA bei 8,89 Mio. B/T. Allerdings geht die EIA auch von einem künftigen Anstieg des Weltölverbrauchs aus.
Global wurden im vergangenen Jahr rund 95,6 Mio. Barrel/T an Öl verbraucht und für 2017 werden nun 97,2 Mio. Barrel als Welttagesverbrauch prognostiziert. In 2018 soll der Bedarf auf 98,7 Mio. B/T weiter steigen, so die EIA Prognose.

OPEC Kürzungen

OPEC Kürzungen

07. Januar
 
Saudi-Arabien hat dieser Tage mitgeteilt, dass es bereits seinen "Cut" umgesetzt hat und seine Kürzungsquote erfüllt. Der OPEC-Leader hat nach eigenen Angaben seine Rohölproduktion auf 10.058 mb/d (Millionen Barrel pro Tag) im Januar gesenkt, konform zum November-Deal. Die OPEC-Mitglieder müssen ihre sechsmonatige durchschnittliche Produktionsleistung gemäß der Quotenvereinbarung von November zurückfahren. Die Bestätigung Saudi-Arabiens erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die anderen OPEC-Mitglieder ihre Ziele ebenfalls umsetzen. Auch der Irak teilte mit, dass das Land bis Monatsende um rund 200.000 b/d drosselt.
 
 
Die beschlossenen Förderquoten der Hauptländer OPEC-Länder:

[Barrel/Tag] Okt. 2016 Veränderung Ziel 2017
-------------------- --------------- ------------------ ---------------
Saudi-Arabien 10.540.000 -490.000 10.060.000
Irak 4.770.000 -210.000 4.560.000
Iran 3.800.000 +90.000 3.890.000
V.A.Emirate 3.010.000 -140.000 2.870.000
Kuwait 2.840.000 -130.000 2.710.000

 
Für das zweite Quartal 2017 kann auf dem Ölweltmarkt eine Balance zwischen Produktion und Weltölverbrauch erwartet werden. Mehrere Nicht-OPEC-Länder, darunter Russland, senken ebenfalls ihre Rohölproduktion. Und die US Raffinerien steigern dann typischerweise ihre Durchsatzleistung, um die US Sommernachfrage bedienen zu können. Zudem wird in Ländern wie Saudi-Arabien und der Golfregion mit den steigenden Temperaturen deutlich mehr Öl verbrannt. Viele Analysten gehen davon aus, dass die Ölpreise in den ersten beiden Quartalen des Jahres 2017 ansteigen werden und in der zweiten Jahreshälfte wieder unter Druck geraten. Nicht zuletzt weil dann auch die Ölproduktion in den USA wieder kräftig zunehmen dürfte, was der Indikator US Oil Rig Count untermauert.

Ausblick für 2017

02. Januar
 
In 2016 vollzogen die Ölpreise ihren stärksten Preisanstieg seit 2009. Um fast fünfzig Prozent sind die Ölnotierungen geklettert. Die OPEC hat einen kompletten Umschwenk ihrer Ölpreispolitik beschlossen. Die seit Jahren andauernde starke Überversorgung des Ölmarktes soll in eine Unterversorgung und einen Lagerabbau gedreht werden. Russland scheint dabei mitzuziehen, denn auch dort sind die Kassen leer und man benötigt höhere Einnahmen aus den Ölpreisen. Russlands Drosselungsanteil ist bei dem Cut-Deal zwar klein, aber immerhin. Und die US-amerikanische Ölbranche wittert neue Morgenluft. Das zeigte sich in einem stetigen Wiederanstieg der dortigen Ölbohraktivitäten. Von den vorderasiatischen Ländern, wie Kasachstan und Aserbaidschan, werden ebenfalls höhere Ölexportmengen erwartet. Für 2017 haben die OPEC-Länder unter Führung von Saudi-Arabien die Weichenhebel zwar umgeworfen, aber ob die Lokomotive der Ölpreise tatsächlich die Kurve nach oben schafft, wird stark angezweifelt.
 
Das Öljahr 2016 startete 'sehr bärisch' und endete 'sehr bullisch'. Und das neue Öljahr 2017 kann unter Umständen in das genaue Gegenteil umschlagen.

OPEC-Cut vs Schieferölförderung

Dez. / Jan.
 
In den USA haben die Ölproduzenten ihre Investments in den zurückliegenden Wochen kräftig ausgeweitet. Die Zahl der laufenden Ölförderpumpen wurde seit dem Jahrestief um 50 Prozent gesteigert. Daher sind einige Analysten der Meinung, dass der Überschuss auf dem Rohölmarkt trotz des OPEC-Cuts sich zwar verringert, aber dennoch nicht ausbalanciert. Wesentlich für die Preisentwicklung am Ölmarkt ist die Stimmung in der US Ölbranche. Es ist möglich, dass die Ölpreise wieder dauerhaft über die Marke von 60 USD/Barrel klettern, wenn der Ölmarkt wieder ins Gleichgewicht kommt. Diese Entwicklung ist aber alles andere als sicher und die Skepsis konnte auch Anfang 2017 noch nicht ausgeräumt werden.

Saudi-Arabien hat sich das Niederkämpfen der nordamerikanischen Schieferölindustrie in den zurückliegenden Jahren extrem viel kosten lassen. Dennoch hat die OPEC ihr Ziel der Niederringung nicht wirklich erreicht. Die Ölpreise konnten in 2016 zwar wieder zulegen, haben aber einen schwierigen Weg vor sich, bis sie irgendwann wieder in Preisregionen von 80 bis 100 Dollar/Barrel zurückkommen. Weltweit sind die Öllager berstend voll. Bei in 2017 tendenziell anziehenden Ölpreisen werden die US-Firmen die ersten sein, die mit Gewinnerwartung ihre Ölförderprojekte wieder hochfahren. Viele Ölbohrlöcher sind fertig gebohrt und können relativ schnell in die Produktion gebracht werden. Mit den umgesetzten technologischen Kostenreduzierungen erwirtschaften die US Firmen dann recht gute Gewinne.

Ölförderung in USA
Ölbohrungen in den USA [Zoom]

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