Top-Themen am Ölmarkt

Ölmarktinfos, Analyse und Prognose zur Ölpreisentwicklung

Auf dieser Seite bietet TECSON Ihnen aktuelle Informationen zu den derzeit preisrelevanten Themen am Ölmarkt. Die Inhalte werden entsprechend der wichtigen Ölmarkt Themen regelmäßig aktualisiert. Wir berichten und kommentieren hinsichtlich Ölnachfrage und Ölproduktion, wie auch der Entwicklung der Lagerbestände, der Förderaktivität und der Überversorgung des Ölmarktes. Die Preisrelevanz der jüngsten Ölmarkt-Meldungen fließt bewertend ein in unsere Analysen von Preisniveau, Preisentwicklung, Trend und Tendenz der Ölpreise. Die jüngsten Einschätzungen von Ölmarkt-Analysten werden an dieser Stelle widergegeben und diskutiert:

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Neue und künftige Ölförderstätten

Ölproduktion und Lagermengen

24. März

Kasachstan ist hinsichtlich der Erdölförderung und der Rohölexporte eines der aufstrebenden Länder. In den letzten Jahren wurde ein riesiges Ölfeld im Kaspischen Meer mit großen Investitionen erschlossen. Anfang 2017 konnte Kasachstan nun den Beginn der dortigen Ölförderungen verkünden. Zeitlich fiel das aber mit dem Cut-Deal der wichtigen Ölexportländer zusammen. Kasachstan wurde dazu gedrängt, seine Ölförderleistung zunächst nicht zu steigern. Auf der anderen Seite besteht aber der Zwang, dort das Öl nun fördern zu müssen, um die gewaltigen Investitionen der Ölindustrie in Form von Petrodollars zurückfließen zu lassen. Mittelfristig wird Kasachstan deutlich mehr Öl auf den Weltmarkt bringen.

Permian Basin in Texas, USA:
Im ölreichen Texas beleben neue Ölfördertechnologien die alten Ölfelder, die bereits weitgehend erschöpft schienen. Die Fracking-Technologie kommt dort vor allen im texanischen 'Permian Basin', das an New Mexico angrenzt, sehr erfolgreich zum Einsatz. Die Kosten sind tragbar und die dortige Ölförderung ist oberhalb von 40 Dollar/B rentabel.

In Argentinien wird sich in den nächsten Jahren ein neues Schieferöl-Eldorado entwickeln. Dort warten im mittelargentinischen Becken sehr große Schieferölvorkommen auf die Ausbeutung nach dem Vorbild des Fracking Booms in den USA. Die Schieferöl-Förderungen haben die gesamte Situation der globalen Ölversorgung nachhaltig verändert. Die OPEC hat damit schwer zu kämpfen, denn die von der OPEC in 2014 bis 2016 verübte Marktverdrängungspolitik hat die Fracking-Technologie in den USA nicht nachhaltig abwürgen können. Letztlich waren alle Ölexportländer die Verlierer bei dieser Strategie. Profitiert haben die Verbrauchen.

In Alaska hat der spanische Ölkonzern Repsol SA den Fund eines gewaltigen Onshore Ölfeldes gemeldet. Dieses Ölfeld soll 1,2 Milliarden Barrel förderbares Erdöl beinhalten. Das ist der größte Ölfund der letzten dreißig Jahre in Nordamerika. Die Ölförderung soll in 2021 beginnen können.
 

Ölpreise um 10% eingebrochen. Was kann die OPEC machen?

Ölproduktion und OPEC-Cut

17. März
 
In der zweiten Märzwoche gerieten die Ölpreise nach einer zweimonatigen Seitwärtsphase unversehens in einen rasanten Abwärtsstrudel. Binnen nur einer Woche fielen die Rohölleitsorten im Mittel von 56 auf 51 Dollar/Barrel nach unten. Ein Preisrückgang von zehn Prozent! An den Ölbörsen hat sich dabei die seit über einem halben Jahr vorherrschende 'Contango' Konstellation in kürzester Zeit aufgelöst. Das heißt, die Öltrader gehen nicht davon aus, dass sich die Ölpreise im Jahresverlauf erhöhen werden. Es droht sogar ein Abrutschen von 'Contango' in eine 'Backwarding' Konstellation, was bedeutet, dass von den meisten Marktteilnehmern für die mittelfristige Zukunft sinkende Ölpreise erwartet werden.

Nach Einschätzung der Analysten von 'Goldman Sachs' könnte das neuerlich starke Anwachsen der Ölproduktion in den USA dürfte den Drosselungen der OPEC stärker als gedacht entgegenwirken. Das heißt an sich, dass die OPEC und Russland gemeinsam an sich deren Ölfördermengen noch stärker reduzieren müssten. Mindestens müssten erstens die derzeitigen Quoten konsequent eingehalten und zweitens müssten diese auf das zweite Halbjahr 2017 zeitlich noch ausgedehnt werden. Dann würde global tatsächlich ein Rückgang der Öllager stattfinden. Allerdings bekommt der seit Januar laufende Cut-Deal zunehmend kräftigere Risse. So hat Saudi-Arabien seine Ölförderleistung im Februar nach eigener Angabe auf über 10,0 Mio. Barrel/t wieder erhöht und der Irak hat das Ziel verkündet, zum Jahresende seine Ölproduktion um knapp 0,5 Mio. B/T auf dann 5,0 Mio. Barrel zu steigern. Das spricht nicht für die Bereitschaft, die Kürzungen zu verlängern. Und es untergräbt die Quotenmoral der Drosselungspartner. Die nächste Quotenkonferenz der OPEC ist für dem 25 Mai angesetzt. Sollten die Drosselungen nicht verlängert werden, so werden schnellstmöglich alle Deal-Partner sofort ihre Ölhähne auf Maximum aufdrehen. Die Ölpreise dürften dann auf unter 40 Dollar fallen. Auch das will keiner - Aber den Ölscheichs ist diese Ölpolitik in jedem Fall wieder zuzutrauen...!
Der Ölverbraucher würde profitieren, aber die Ölförderbranche in den USA liefe wieder in die Rentabilitätsprobleme.

Saudischer Ölminister warnt US-Schieferölförderer

11. März
 
Auf der CERA-Konferenz in Houston haben sich der saudi-arabische Energieminister al-Falih und andere Mitglieder der OPEC-Führung mit Vertretern der US-amerikanischen Ölförderbranche und geldgebenden Investmentbanken getroffen. Es wurden die Situation der Überversorgung des Ölweltmarktes und die Anstrengungen der OPEC zur Preisstützung diskutiert. Die OPEC argumentierte, dass sie bestrebt ist, die Preisüberschwinger aus dem Ölmarkt zu nehmen und die Volatilität zu begrenzen, was in den zurückliegenden drei Monaten gut gelungen sei.

In vielen Bereichen wurde Meinungsübereinstimmung festgestellt. Al-Falih warnte allerdings die amerikanischen Schieferölförderer davor, einen neuerlichen Ölboom in den USA loszutreten. Dann würden die Ölpreise wieder tief zurückfallen und die Investitionen würden, wie beim Ölboom vor drei Jahren, wieder in Verlusten und Pleiten enden. Er bezeichnete zu euphorische Investitionen als ungerechtfertigt und als Fehler. Die Schieferölproduzenten sollten nicht automatisch davon ausgehen, dass die OPEC auf der Mai-Konferenz die Drosselungen verlängern wird, wenn die Ausbalancierug des Marktes noch nicht erreicht sei oder die Ölpreise nicht bei 55 - 60 Dollar/B liegen.

Der Gesprächsteilnehmer 'Continental Resources' widersprach der OPEC-Warnung. Gleichzeitig sprach man aber auch eine Warnung an die Schieferölindustrie aus, indem diese bei Übereifer das Ölpreisniveau "töten" könnten, wenn der Wiederaufschwung zu schnell erfolge. Die Vertreter der OPEC sagten, sie würden bis Ende Mai warten, bevor sie entscheiden. Aber wenn die Ölpreise die Abwärtsrichtung einschlagen, dann sind erneut hohe Verluste für alle Seiten vorprogrammiert. Und wenn die OPEC den Drosselung-Deal nicht verlängert oder aus Wettbewerbsgründen nicht verlängern könne, dann käme das einem "Selbstmord der Ölpreise" gleich. So einfach sei das.

Ölbohraktivitäten in den USA

 
'Baker Huges' stellt wöchentlich die Anzahl der aktiven Bohranlagen fest.

Dieser 'US Oil Rig Count' ist ein vielbeachteter Frühindikator für die Entwicklung der zukünftigen Ölfördermengen in den USA.

US Oil Rig Count
US Oil Rig Count laut 'Baker Huges' - [Klick for Zoom]

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