Ölmarkt: News + Meldungen

Preisbezug des Rohöl-Charts...

Das Preisniveau auf dem Rohölmarkt in Rotterdam bestimmt maßgeblich die Mineralölpreise für Deutschland und Mitteleuropa. Diese Spotmarkt-Preise stehen dabei in Relation zu den Crude Oil Future Notierungen an den Warenterminbörsen, mit den Leitbörsen in SINGAPUR, LONDON und NEW YORK. Dabei ist der US Ölpreise der wichtigste, weil umsatzgrößte Ölmarkt.

Rohölpreise sind Börsenpreise und stündlichen Veränderungen unterlegen! Die Kursnotierungen werden stark durch spekulative Optionskäufe und durch Absicherungsgeschäfte (Hedging mit Future Kontrakten) bestimmt. Außerdem reagieren die Ölpreise äußerst spontan auf weltpolitische und wirtschaftsbezogene Meldungen, insbesondere wenn diese die OPEC-Länder oder die großen Ölverbrauchsländer, wie USA oder China betreffen.

Das Chart zeigt neben dem aktuellen Rohölpreis auch die zurückliegende Preisentwicklung auf dem Ölweltmarkt. Die Preiskurven geben den errechneten Mittelpreis für ein Sortenmix von Nordseeöl BRENT, der US Leitsorte WTI und dem Mittelpreis für Rohöl der Golfstaaten wieder.

Rechts im Chart kann eine Mittelpreislinie für einen bestimmten Zeitraum errechnet und eingeblendet werden. Dabei ist dann der gelbe Bereich oben im Preischart der zur Bezugslinie teurere Preisbereich. Der untere blaue Preisbereich im Chart kennzeichnet ein unterdurchschnittliches Preisniveau.

Die Jahre 2015 und 2016 waren für die Ölpreise 'katastrophal'. Die Rohölpreise brachen zeitweise auf unter 30 Dollar/Barrel ein. Die Überversorgung des Ölmarktes wirkte voll durch. Die Ölexportländer waren ausnahmslos die Verlierer. In 2016 erholten sich die Ölpreise, um zur Jahresmitte deutlich wieder zurückzufallen. Die Preisentwicklung in den nächsten Jahren wird sehr interessant...

Montag, 5. Dez.

Rohölpreise nach dem OPEC-Quotenbeschluss von Mittwoch um 15% geklettert.

Situation am Ölmarkt, News

Die Woche der OPEC-Konferenz mit dem Quotenbeschluss liegt hinter uns. Das Ölkartell will mit Januarbeginn den Ölausstoß um tägliche 1,2 Mio. Barrel reduzieren. Im Dezember wird der Kürzungsbeitrag der Non-OPEC-Exportländer verhandelt. Dadurch sollen bis zu 600.000 Barrel/T zusätzlich vom Markt genommen werden.
In den letzten 4 Handelstagen sind die Ölpreise um 15% geklettert. Damit scheint nun die Up-Dynamik raus zu sein. Die Marktbeobachter bleiben bislang recht skeptisch in ihren Bewertungen. Die Analysten von Goldman Sachs rechnen bis Mitte 2017 mit Ölpreisen von rund 55 Dollar/Barrel. Bei diesem Preisniveau können u.a. die Schieferölförderer in den USA profitabel arbeiten, sodass die USA ihre Eigenversorgung steigern und dann weniger Öl vom Weltmarkt abnehmen.

Im Wochenschluss wurden die höchsten Ölnotierungen seit 16 Monaten erreicht. Im frühen Montagshandel gaben die Rohölnotierungen etwas nach. BRENT Rohöl eröffnete die neue Woche um 0,4 Dollar niedriger bei 54,1 USD/Barrel. Die amerikanische Leitsorte WTI Crude gab um 0,5 Dollar auf 51,2 USD/B nach.  Die für die Heizölpreise wichtigen Gasölnotierungen zogen gegen Freitagmorgen um 4 Dollar auf 478 USD/Tonne an. Der übers Wochenende gekletterte Dollarkurs führte für die europäischen Käufer zu einem Preisanstieg von 8 €uro auf 452 EUR je Tonne Gasöl.

OPEC-Basketpreis, Gasölpreis, Dollar-Kurs

• OPEC-Basketpreis:  50,5 $/b (Veränd. +1,1 $)

• Gasöl(Vorprodukt): 452 €/t (Veränderung +8 €)

• Dollar/€uro: 1,057 $/€ (Vortag 1,067) Chart

Im November haben die 14 OPEC Länder ihren täglichen Ölausstoß um 230.000 Barrel auf 33,83 Mio. Barrel nochmals gesteigert, so die jüngsten Zahlen der unabhängigen IEA (Paris).

US-Ölmarkt

In den USA hat sich die Anzahl der aktiven Ölbohranlagen (Oil Rig Count) in der zurückliegen Woche um +3 auf nunmehr 477 Oil Rigs weiter erhöht. In der entsprechenden Woche des Vorjahres war die Anzahl mit 545 Ölbohranlagen um 12,5% höher. In Kanada ist die Zahl der Oil Rigs um +6 auf 100 Bohranlagen angestiegen. Der OPEC-Drosselungsbeschluss dürfte der nordamerikanischen Ölförderindustrie kräftige Investmentimpulse geben. Zum Jahresende erwarten wir einen sich beschleunigenden Zuwachs beim Rig Count.

Weltwirtschaft u. Finanzmärkte

Die US-Notenbank bereitet offenbar die lange avisierte Leitzinsanhebung vor. FED-Chefin Yellen scheint zu diesem Schritt bereit zu sein und präsentierte einen robusten Bericht. Der US-Arbeitsmarkt präsentiert sich in sehr solider Verfassung. Damit steuert die FED auf eine Zinserhöhung zur Verkündung am 13./14. Dezember zu. Die Finanzmärkte rechnen schon fest damit und haben diesen überfälligen Schritt bereits massiv in den Dollarkurs eingepreist.

In China ist der Caixin/Markit Einkaufsmanagerindex Dienstleistung mit 53,1 Punkten gemeldet worden. Die Prognose lag bei 52,7 und der Vormonatswert bei 52,4 Punkten.

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Preisfaktor OPEC-Beschluss

 
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