Infos Ölweltmarkt

Preisbezug des Rohöl-Charts...

Das Preisniveau auf dem Rohölmarkt in Rotterdam bestimmt maßgeblich die Mineralölpreise für Deutschland und Mitteleuropa. Diese Spotmarkt-Preise stehen dabei in Relation zu den Crude Oil Future Notierungen an den Warenterminbörsen, mit den Leitbörsen in SINGAPUR, LONDON und NEW YORK.

Rohölpreise sind Börsenpreise und stündlichen Veränderungen unterlegen! Die Kursnotierungen werden stark durch spekulative Optionskäufe und durch Absicherungsgeschäfte (Hedging mit Future Kontrakten) bestimmt. Außerdem reagieren Die Ölpreise äußerst spontan auf weltpolitische und wirtschaftsbezogene Meldungen, insbesondere wenn diese die OPEC-Länder oder die großen Ölverbrauchsländer, wie USA oder China betreffen.

Das Chart zeigt neben dem aktuellen Rohölpreis auch die zurückliegende Preisentwicklung auf dem Ölweltmarkt. Die Preiskurven geben den errechneten Mittelpreis für ein Sortenmix von Nordseeöl BRENT, der US-Leitsorte WTI und dem Mittelpreis für Rohöl der Golfstaaten wieder.

Rechts im Chart kann eine Mittelpreislinie für einen bestimmten Zeitraum errechnet und eingeblendet werden. Dabei ist dann der rote Bereich im Preischart der zur Bezugslinie teurere Preisbereich und der grüne Bereich im Chart der billigere.

Die Jahre 2015 und 2016 waren für die Ölpreise 'katastrophal'. Die Rohölpreise waren auf unter 30 Dollar/Barrel eingebrochen. Die Überversorgung des Ölmarktes wirkte voll durch. Die Ölexportländer waren ausnahmslos die Verlierer. In 2016 erholten sich die Ölpreise, um im Sommer wieder zurückzufallen. Die Preisentwicklung in den nächsten Jahren wird sehr interessant...

Donnerstag, 28. Juli

DOE-Zahlen 'bärisch'. Dollakurs schwächer. Rohöl Futures runter.

Situation am Ölmarkt

Die wöchentlichen DOE-Zahlen brachten am Mittwochabend starke Down-Argumente, indem für die US-Rohölbestände ein Lagerzuwachs ausgewiesen wurde. Die Rohölnotierungen reagierten prompt mit weiterem Preisabgang. Heute Morgen erreichten sie ihr preisliches Dreimonatstief, sind also zurück auf dem Preisniveau von April.

Binnen 10 Tagen sind die Ölpreise an den Rohstoffbörsen um 9% gesunken! Auf heutigen Donnerstag ist die Leitsorte BRENT um 1,2 Dollar auf 43,6 USD/Barrel abgerutscht. Die WTI Kontrakte verloren um 0,7 Dollar und wurden am frühen Vormittag bei 42,0 USD/B gehandelt. Der Dollarkurs fiel nach dem FOMC-Meeting ebenfalls zurück. Die Gasölpreise sind von 393 auf 386 Dollar/Tonne gesunken. Währungsbereinigt verbilligte sich Gasöl um 9 EUR auf aktuell 348 EUR/Tonne.

Die Möglichkeiten für eine weitergehende Abwärtsbewegung bei den Ölpreisen haben sich erhöht. In der Charttechnik haben sich die Rohölnotierungen ihrer 200-Tage Linie wieder angenähert. Sollte diese Unterstützungslinie nicht halten, so könnte das ein weiteres Verkaufssignal und Preisdruck an den Ölbörsen generieren.

OPEC-Basketpreis, Gasölpreis, Dollar-Kurs

• OPEC-Basketpreis:   40,5 $/b (Veränderung -0,1)

• Gasöl (Vorprodukt):  348 €/t (Veränderung -9)

• Dollar/€uro:  1,108 $/€  (Vortag 1,099)  Chart

US-Ölmarkt

Die neuen US-Lagerzahlen laut DOE, 27.07.16:

US-ÖlbeständeMio.BarrelVeränd. Veränd. 12 Mon.
. Rohöl:521,1(+1,7) +13,4 %
. Heizöl+Diesel:152,0(-0,8)  + 8,3 %
. Benzin:241,5(+0,5) +11,8 %

Die offiziellen DOE-Zahlen von Mittwochabend sind 'bärisch' ausgefallen und revidierten die Vorauszahlen des API. Die US-Rohölbestände erhöhten sich gegen Vorwoche um 1,7 Mio. Barrel, während das API zuvor -0,8 Mio. Barrel angegeben hatte. Der Durchsatz der US-Raffinerien hat sich von 93,2% auf 92,4% verringert. Die Raffineriemargen bleiben dünn, da bei den Produkten erhebliche Überbestände bestehen. In der zurückliegenden Woche importierten die USA täglich 8,4 Mio. Barrel Rohöl und damit 0,3 Mio. Barrel/Tag mehr als in der Vorwoche. Die Ölbörsen reagierten am Mittwochabend mit einem weiteren Preisrückfall bei den Future Kontrakten.

Weltwirtschaft u. Finanzmärkte

Japans Regierung hat beschlossen, mit weiteren Milliardensummen in die Wirtschaft zu stimulieren. In Japan stocken die Investitionen und die Preise fallen. Das Stützungspaket der Notenbank in Tokyo soll 240 Milliarden Euro umfassen, um die Krise in den Griff zu bekommen.

In Deutschland wurde der GfK Konsumklimaindex für den Augustmonat mit 10,0 Punkten gemeldet.

In den USA waren die Industrieaufträge für Investitionsgüter im Junimonat um 4% rückläufig. Auch die jüngsten Zahlen vom US-Immobilienmarkt konnten nicht überzeugen.

 
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