Infos Ölweltmarkt
Das Preisniveau auf dem Rohölmarkt in ROTTERDAM bestimmt maßgeblich die Mineralölpreise für Deutschland und Mitteleuropa. Diese Spotmarkt-Preise stehen dabei in Relation zu den Oil Future Notierungen an den Rohölbörsen in LONDON und NEW YORK.
Rohölpreise sind Börsenpreise und stündlichen Veränderungen unterlegen. Die Kursnotierungen werden stark durch spekulative Optionskäufe bestimmt. Außerdem reagieren sie äußerst spontan auf weltpolitische und wirtschaftsbezogene Meldungen, insbesondere wenn diese die OPEC-Länder oder die großen Ölverbrauchsländer, wie USA oder China betreffen.
Das Diagramm zeigt neben dem aktuellen Rohölpreis auch die zurückliegende Preisentwicklung auf dem Weltmarkt. Die Preiskurven geben den errechneten Mittelpreis für ein Sortenmix von Nordseeöl, arabischem Rohöl und einer US-Leitsorte wieder. Für die Korrektheit der Zahlen und die Verlässlichkeit der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.
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03.Febr.: WTI Rohöl runter, BRENT rauf. Heizöl etwas anziehend, Lieferzeiten.
Nach turbulenten Tagen an den Ölmärkten mit konträren Einflüssen und einer Kursrallye an den Aktienmärkten zeigt sich der heutige Freitag beruhigter...
Der €uro hat sich bei 1,31 - 1,32 $ konsolidiert. Die Notierungen der Rohöl-Leitsorten hingegen driften weiter auseinander. BRENT legte etwas zu auf 112,3 $/b, während die US-Sorte WTI um einen weiteren Dollar auf 96,4 $/b abgerutscht ist.
Das Öl-Embargo gegen den Iran bleibt Thema. Eine militärische Eskalation könnte die Ölweltmarktpreise 20 bis 30 Prozent hochtreiben. Der US-Verteidigungsminister Panetta sieht eine ansteigende Wahrscheinlichkeit, dass Israel im Frühjahr gegen die nukleare Bedrohung Teherans einen Militärschlag verüben wird; das hieße Krieg.
In Nordamerika ist dieser Winter ein Totalausfall. 10 Grad Plus in den Heizöl-Schlüsselregionen. In Mitteleuropa hat von Osteuropa kommend jetzt Frost und Schnee Einzug gehalten. -10 Grad bleiben Durchschnittswerte.
Schwelt bereits ein neuer "Erdgaskrieg"? Russland drosselt offenbar seine Gaslieferungen nach Europa, beschuldigt aber die Ukraine.
Aktueller Heizöl-Tipp
Auf Freitag sind die Heizölpreise leicht geklettert. Der Kälteeinbruch hat mittlerweile für lebhafte Heizöl-Bestellnachfrage gesorgt. Die Heizölhändler melden Lieferzeiten.
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Die wöchentl. DOE-Ölbestandszahlen von Mittwoch:
[Erhebung EIA/DoE, Stand 01.02.2012, in mio. Barrel]
| • | Rohöl: | 338,9 | (+4,2) | 1,2 % | unter Vorjahr |
| • | Heizöl+DK: | 145,4 | (-0,1) | 11,4 % | unter Vorjahr |
| • | Benzin: | 230,1 | (+3,0) | 2,6 % | unter Vorjahr |
In Summe 7,1 mio. Barrel an Lagerzuwachs in den USA. Stark bärischer Geschmack für den Ölmarkt. Die Future Notierungen der Leitsorte WTI gerieten stark unter Druck. Deutlich geringerer Benzinverbrauch auf dem US-Markt; 8 Millionen Tagesbarrel Rückgang wurden gemeldet.
OPEC, Basketpreis und Dollarkurs
. OPEC-Basketpreis: 110,8 Dollar/Barrel
. Kurs des US-Dollar: 0,760 €/1$ ; 1,315 $/1€
. Dollar-Chart
Weltwirtschaft, Finanzmärkte
Der €uro egalisierte seine Verluste von Wochenbeginn, nachdem gestern Gerüchte über eine bevorstehende Einigung für den Schuldenschnitt für Athen die Runde machten. Dies steigerte die Risikobereitschaft an den Aktienmärkten.
Der EU-Gipfel in Brüssel hatte sich am Wochenende auf Schuldenbremsen und automatische Abstraf-Sanktionen gegen EU-Defizitsünder geeinigt. GB und Tschechien werden nicht mitziehen. Außerdem soll der dauerhafte Krisenfond ESM mit 500.000.000.000 € bereits im Juli starten.
Zuletzt positive Konjunkturdaten aus China; hingegen schwächere Zahlen vom US-Arbeitsmarkt.
