Infos Ölweltmarkt

Preisbezug des Rohöl-Charts...

Das Preisniveau auf dem Rohölmarkt in ROTTERDAM bestimmt maßgeblich die Mineralölpreise für Deutschland und Mitteleuropa. Diese Spotmarkt-Preise stehen dabei in Relation zu den Crude Oil Future Notierungen an den Warenterminbörsen, mit den Leitbörsen in SINGAPUR, LONDON und NEW YORK.

Rohölpreise sind Börsenpreise und stündlichen Veränderungen unterlegen. Die Kursnotierungen werden stark durch spekulative Optionskäufe bestimmt. Außerdem reagieren sie äußerst spontan auf weltpolitische und wirtschaftsbezogene Meldungen, insbesondere wenn diese die OPEC-Länder oder die großen Ölverbrauchsländer, wie USA oder China betreffen.

Das Diagramm zeigt neben dem aktuellen Rohölpreis auch die zurückliegende Preisentwicklung auf dem Weltmarkt. Die Preiskurven geben den errechneten Mittelpreis für ein Sortenmix von Nordseeöl, arabischem Rohöl und einer US-Leitsorte wieder.

Rechts im Chart kann eine Mittelpreislinie für einen bestimmten Zeitraum errechnet und eingeblendet werden. Dabei ist dann der rote Chartbereich der zur Bezugslinie teurere Preisbereich und der Grünbereich der billigere.

Donnerstag, 30. Juni

US-Lagerzahlen bullisch.
BRENT sinkt im Donnerstagsverlauf wieder unter die 50-Dollar-Marke...

Situation am Ölmarkt

Die am Wochenende durch den Brexit zurückgefallenen Märkte haben sich im Mittwochsverlauf weiter erholt und haben die Ölpreise mit nach oben gezogen. Zudem unterstützen 'bullische' Lagerzahlen aus den USA die Ölnotierungen. Bei der gestrigen Aufwärtsbewegung wurden charttechnisch mehrere Widerstandslinien nach oben durchbrochen. BRENT übersprang problemlos die 50-Dollar-Marke, prallte dann aber vor der 51-Dollar-Marke zurück. Auf Donnerstagmorgen erfolgten Gewinnmitnahmen, wobei BRENT zum Nachmittag stärker unter Druck geriet und die 50 Dollar nicht behaupten konnte.
Der Ölarbeiterstreik in Norwegen, der weitergehende wirtschaftliche Zusammenbruch Venezuelas und die Sabotageaktionen gegen die Ölanlagen in Nigeria verringern die globale Überproduktion und wirken allesamt preislich unterstützend.

Auf Donnerstag sind die Rohölnotierungen kräftig geklettert. Die europäische Leitsorte BRENT konnte um 1,3 Dollar auf 50,1 USD/Barrel zulegen. Entsprechend verteuerte sich die amerikanische Referenzsorte WTI um 1,3 Dollar auf 49,4 USD/Barrel. Die Gasölnotierungen sind von 441 auf 451 Dollar/Tonne weiter geklettert. Währungsbereinigt ergab sich eine Verteuerung um 7 EUR auf 406 EUR pro Tonne Gasöl.

OPEC-Basketpreis, Gasölpreis, Dollar-Kurs

• OPEC-Basketpreis:   45,8 $/b (Vortag 44,5)

• Gasöl (Vorprodukt):  406 €/t  (Vortag 399)

• Dollar/€uro:  1,110 $/€  (Vortag 1,106)  Chart

US-Ölmarkt

Die neuen wöchentlichen US-Lagerzahlen:
[Erhebung EIA/DOE - 29.06.2016 - in Mio. Barrel]

. Rohöl:526,6(-4,1) 13,1 % > Vorjahr
. Heizöl+Diesel:150,5(+1,4) 10,8 % > Vorjahr
. Benzin:239,0(-1,8) 10,3 % > Vorjahr

Die neuen DOE-Zahlen haben die Vorauszahlen vom API in dieser Woche recht gut bestätigt. Das heißt, sie sind ebenfalls 'bullisch' ausgefallen. Laut DOE erfuhren die Rohöllager einen Abbau von 4,1 Mio. Barrel gegen Vorwoche. Parallel verringerten sich die Produktlager in Summe um 0,4 Mio. Barrel.
Der Durchsatz der US-Raffinerien erhöhte sich deutlich auf 93% der Kapazitäten, während sich die Rohölimporte der USA gleichzeitig verringerten. Laut DOE wurden im Tagesschnitt 7,6 Mio. Barrel importiert - ein Rückgang um 0,88 Mio. Barrel/Tag gegen Vorwoche. Hieran ist auch der Rohölbestandsabbau festzumachen. Das relativiert den 'bullischen' Eindruck, aber die Rohölnotierungen erhielten dennoch einen deutlichen Up-Impuls.

Die US-amerikanische Ölproduktion hat sich vorige Woche um 55.000 Barrel in der Tagesproduktion verringert und ist damit auf 8,60 Mio. Barrel gesunken. Davon entfielen -29.000 Barrel/T auf die Schieferölproduktion.

Weltwirtschaft u. Finanzmärkte

Im Handelsverlauf des Mittwoch haben die globalen Börsenmärkte den Brexit-Rückfall um ein erhebliches Stück weiter verringern können.
Dow Jones +1,6%  (Vortag +1,6%).
DAX +1,7%  (Vortag +1,9%).

In Deutschland ist der GfK-Konsumklimaindex Juli mit 10,1 Punkten gemeldet worden (Erwartung 9,8 Punkte).

Der IWF hat die Wachstumsprognose für Deutschland nach oben korrigiert. Für 2016 rechnen die IWF-Ökonomen trotz des Brexits nun mit einem Wachstumsplus von 1,7 Prozent für die deutsche Wirtschaft.

 
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