TECSON  -  Erdoelpreise

    Entwicklung der Erdölpreise 

        Entwicklung der Erdölpreise / Rohölpreise

    Erdölpreise - Jahres-Durchschnittspreise von 1960 bis heute 
     
     
    • Die markierten Stützpunkte des Kurvenverlaufs sind der für jedes einzelne Jahr gemittelte Jahresdurchschnittspreis für Rohöl auf dem Weltmarkt.
    • Als Datenbasis wurde das von der IEA (International Energy Agency) und von der OPEC veröffentlichte Zahlenmaterial herangezogen.
    • Ab dem Jahr 1975 sind die Rotterdamer Spotmarkt-Preise für Nordseeöl (North Sea Brent Crude) mit besonderer Gewichtung eingerechnet. Seit den 80er Jahren ist die Rohölsorte Brent die Leit- und Bezugssorte für die Rohölpreise auf dem Weltmarkt. Künftig wird sich der Ölmarkt tendenziell näher an den NYMEX-Notierungen für Light Crude orientieren.
       
    • Für 2009 wurde ein mittlerer Weltmarktpreis je Barrel von 62 US-Dollar errechnet. In 2008 lag das Jahrespreismittel bei 91 US-Dollar.
       

      Jüngster Zeitraum:
       
    • Aktuelle Entwicklung der Rohölpreise 2007 - 2010
       
    • Die aktuellen Heizölpreise in Deutschland 
         
       
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    Effektiver Ölpreis in Dollar und in Euro:

    Rohöl Weltmarktpreise in Dollar bzw. Euro

     

    Historie / Jährliche Ölpreisentwicklung:

    • 2010:    Für das aktuelle Öljahr werden, weitere Konjunkturverbesserung vorausgesetzt, Rohölpreise von im Jahresschnitt 90 Dollar je Barrel prognostiziert...
       
    • 2009:    Überwindung der Rezession war 2009 das vorherrschende Thema am Ölmarkt. Geringe Nachfrage bei gleichzeitig stark überhöhten Lagerbeständen in den USA bestimmen den Ölmarkt..
      In den Frühlingsmonaten setzte sich Konjunkturoptimismus durch. Man wähnte die Konjunktur-Talsohle als erreicht und im Sommer als durchschritten. Im Herbst kletterten die Rohölpreise dann bereits wieder auf 70 Dollar pro Barrel. Aufkeimende Wirtschaftseuphorie erhielt allerdings Dämpfer. China und Indien meisterten die Krise am besten.
       
    • 2008:    Die Ölpreisblase platzte im Sommer '08.
      Das Jahr begann mit dem beherrschenden Thema Rezessionssorgen, insbesondere für die US-Wirtschaft. Dieses führte Mitte Januar zu einem Crash der Aktienmärkte. Anleger flüchteten aus dem Dollar in das vermeintlich rezessionssichere Rohöl. Die Rekordmarke schraubte sich auf 146 Dollar/Barrel. Zur Jahresmitte kippte der Trend. Das überteuerte Öl bremste zunehmend die Weltwirtschaft ein. Es setzte ein beispielloser Down-Trend der Ölpreise ein. Mit Crashs von US-Banken im September fielen die Ölnotierungen unter die 100 Dollar Marke zurück. Auch griff die Bankenkrise auf Europa und Asien über. Weltweite Rezessionssorgen gewannen Oberhand; und die Ölpreise brachen weiter ein. Von Juli bis Dezember reduzierten sich die Rohölpreise um 73 Prozent und schlossen das Jahr bei 40 $/barrel ab.

       
    • Für 2007 wurde zu Jahresbeginn von Marktexperten ein durchschnittlicher Rohölpreis von 50 bis 60 Dollar pro Barrel prognostiziert. Im Jahresverlauf zeigte sich jedoch ein massiver Up-Trend. Die historische Marke von 100 US-Dollar für ein Barrel Rohöl zog die Ölnotierungen wie hypnotisierend an. Der tatsächliche Jahresdurchschnittspreis lag bei 74 Dollar/Barrel.
       
    • In 2006 lagen die Ölnotierungen im ersten Halbjahr weit oberhalb des OPEC-Ziels von 55 Dollar/Barrel, obwohl die OPEC-Länder weitgehend mit voller Leistung förderten. Das Ausbleiben schwerer Hurrikans und eine Beruhigung der Nahost-Lage und des Iran-Konflikts rückten die Befürchtungen von Rohölpreisen um 100 Dollar/Barrel in die weitere Ferne. Im September kippte die allgemeine Markteinschätzung. Zum Winter 2006 / 2007 stellte sich ein gemäßigteres Ölpreisniveau ein. Mit einem Cut-Beschluss blockte die OPEC dann das weitere Absinken der Ölpreise.
       
    • In 2005 zeigten sich die Ölpreise im ersten Halbjahr getrieben von Ölbörsen-Spekulationen. Fonds und Großinvestoren jonglierten massivst mit Ölkontrakten und pushten den Barrelpreis hinauf auf stets neue Allzeit-Höchstwerte. Lediglich im Mai kam es zu Preisschwächen. Die Zeiten billigen Öls wurden für unwiederbringlich erklärt. 50 Dollar/Barrel müssen bereits als wirklich preisgünstig angesehen werden. Auch die OPEC unterstützt dieses Preisniveau aktiv.
      In August und September kamen die Hurrikans Katrina und Rita  -  mit verheerenden Folgen für New Orleans und Louisiana und die Förderplattformen im Golf von Mexiko.
      In der Folge der Hurrikans wurde allerdings ein Down-Trend bis November eingeleitet.
       
    • 2004 startete mit niedrigsten US-Bestandszahlen für Rohöl. Die Raffinerien fuhren an unterster Versorgungsgrenze. Voreilige Kürzungsmaßnahmen der OPEC leiteten im ersten Quartal eine nachhaltige Ölverteuerung ein. Die irakischen Öllieferungen blieben wegen fortdauernder Sabotageaktionen niedrig.
      Gleichzeitig stieg der Weltölverbrauch unerwartet stark an. China entwickelte einen riesigen Öldurst. Der Ölverbrauch der USA stieg auf ein neues Rekordniveau. Fonds und Spekulanten pushten durch massive Ölkontrakt-Käufe die Rohölnotierungen im Oktober hinauf auf neue Allzeit-Höchstpreise von über 50 Dollar/Barrel. Im November setzte sich dann eine turbulente Down-Bewegung durch, so dass im Dezember ein relatives Preistief bei 40 $/Barrel erreicht wurde.
       
    • 2003 war in der ersten Jahreshälfte geprägt vom Irak-Krieg. Im Vorfeld des Angriffskrieges der USA (ohne UN-Mandat) waren die Ölpreise erheblich angestiegen. Mit Kriegsbeginn fielen die Notierungen aber schnell auf Normalniveau zurück.
      Im zweiten Halbjahr sanken die Öllagerbestände in den USA auf ein kritisch niedriges Level, wodurch die US-Ölpreise auf sehr hohem Niveau notierten. Für Europa schaffte der starke €uro Ausgleich und hielt die Ölpreise noch auf mittelhohem Niveau.
      Die OPEC verfolgte in 2003 eine Politik des teuren Öls, so dass sich der Basket-Ölpreis im Jahresmittel auf über 28 $/Barrel errechnete.
       
    • 2002 begann mit fester notierenden Ölpreisen, gestützt durch die Erwartung einer sich erholenden Weltkonjunktur. Ab März notierten die Rohölpreise wieder innerhalb der OPEC-Wunschspanne von 22 - 28 Dollar/Barrel und wurden während der Sommermonate getrieben von der Kriegsgefahr USA / Irak.
      Die OPEC hielt ihre Förderquoten extrem niedrig, allerdings lagen die Ölfördermengen im Herbst um 10 bis 15 % über Soll-Quote.
      Ein Ölarbeiter-Streik im OPEC-Land Venezuela ließ die Ölpreise zum Jahresende klettern.
       
    • In 2001 gelang es der OPEC bis zum Monat September das Preisbandziel von 22 bis 28 Dollar/Barrel sehr gut umzusetzen. Man beschloss drei Mal eine Fördermengendrosselung von zusammen 13 %, während gleichzeitig die GUS-Staaten ihre Produktion um 9 % steigerten.
      Mit der sich anbahnenden rezessiven Stimmung und schließlich den verheerenden Terroranschlägen vom 11.Sept.2001 ging der Ölverbrauch spürbar zurück.
      Die OPEC schob zunächst einen vierten Cut hinaus und suchte nach Cut-Unterstützung durch die freien Ölförderländer, insbesondere um nicht weitere Lieferanteile am Ölweltmarkt einzubüßen. Erst zum Jahreswechsel 2001/2002 konnte eine entsprechende Kürzungsallianz mit Russland, Norwegen und Mexiko vereinbart werden, nachdem die Rohölpreise bereits unter 17 Dollar/Barrel gesunken waren.
        
    • In 2000 erhöhte die OPEC 4 mal die Förderquoten und produzierte schließlich mit der Rekordmenge von 29,5 Mill. Barrel pro Tag. Die durch gute weltwirtschaftliche Konjunktur bedingte hohe Nachfrage zwang die Rohölpreise aber stets wieder in neue Aufwärtsschübe. Nachdem zeitweise sogar die 35-Dollar-Marke übersprungen wurde, erfolgte schließlich eine Einpendelung oberhalb von 30 Dollar. Erst im Dezember 2000 fielen die Notierungen schlagartig wieder steil zurück.
       
    • In 1999 kehrte sich die Situation gänzlich um! Die OPEC entschied sich für deutliche Förderkürzungen und führte das Preisband-System von 22 bis 28 Dollar pro Barrel ein. Die Mitgliedsländer hielten sich diszipliniert an die beschlossenen Quoten. Dadurch kletterten die Weltmarktpreise unaufhaltsam von 10 auf 25 Dollar pro Barrel Rohöl.
       
    • 1998:  Ölschwemme und tiefes Absinken der Ölpreise kennzeichneten das dramatische Öljahr 1998. Das OPEC-Kartell zeigte sich zerstritten. Verstärkt durch die Asienkrise bauten sich übergroße Lagerbestände an Rohöl und Mineralölprodukten auf. Ende 1998 waren die Ölpreise dann auf ein 20-Jahres-Tief eingebrochen und die Margen der Ölindustrie zusammengeschrumpft. Ein Fass Rohöl war für 10 Dollar zu haben.
       

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