Historie / Jährliche
Ölpreisentwicklung:
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2010: Für das aktuelle Öljahr werden, weitere Konjunkturverbesserung
vorausgesetzt, Rohölpreise von im Jahresschnitt 90 Dollar
je Barrel
prognostiziert...
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2009: Überwindung der
Rezession war 2009 das vorherrschende
Thema am Ölmarkt. Geringe Nachfrage bei gleichzeitig stark
überhöhten Lagerbeständen in den USA bestimmen den Ölmarkt..
In den Frühlingsmonaten setzte sich Konjunkturoptimismus durch. Man
wähnte die Konjunktur-Talsohle als erreicht und im Sommer als durchschritten. Im
Herbst kletterten die Rohölpreise dann bereits wieder auf 70 Dollar pro Barrel.
Aufkeimende Wirtschaftseuphorie erhielt allerdings Dämpfer. China
und Indien meisterten die Krise am besten.
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2008: Die
Ölpreisblase platzte im Sommer '08.
Das Jahr begann mit dem beherrschenden Thema Rezessionssorgen, insbesondere für
die US-Wirtschaft. Dieses führte Mitte Januar zu einem Crash der Aktienmärkte. Anleger flüchteten aus dem
Dollar in das vermeintlich rezessionssichere Rohöl. Die Rekordmarke schraubte
sich auf 146 Dollar/Barrel. Zur Jahresmitte kippte der Trend. Das überteuerte Öl
bremste zunehmend die Weltwirtschaft ein. Es setzte ein beispielloser Down-Trend
der Ölpreise ein. Mit Crashs von US-Banken im September
fielen die Ölnotierungen unter die 100
Dollar Marke zurück. Auch griff die
Bankenkrise auf Europa und Asien über. Weltweite
Rezessionssorgen gewannen Oberhand; und die Ölpreise brachen weiter
ein. Von Juli bis Dezember reduzierten sich die Rohölpreise um
73 Prozent und schlossen das Jahr bei 40 $/barrel ab.
- Für 2007 wurde
zu Jahresbeginn von Marktexperten
ein durchschnittlicher Rohölpreis von 50 bis 60 Dollar pro Barrel
prognostiziert. Im Jahresverlauf zeigte sich jedoch ein
massiver Up-Trend. Die historische Marke von 100 US-Dollar für
ein Barrel Rohöl zog die Ölnotierungen wie hypnotisierend an. Der tatsächliche Jahresdurchschnittspreis
lag bei 74 Dollar/Barrel.
- In 2006
lagen die Ölnotierungen im ersten Halbjahr weit oberhalb des OPEC-Ziels
von 55 Dollar/Barrel, obwohl die OPEC-Länder weitgehend mit voller
Leistung förderten. Das Ausbleiben schwerer Hurrikans und eine
Beruhigung der Nahost-Lage und des Iran-Konflikts rückten die Befürchtungen
von Rohölpreisen um 100 Dollar/Barrel in die weitere Ferne. Im September
kippte die allgemeine Markteinschätzung. Zum Winter 2006 / 2007 stellte
sich ein gemäßigteres Ölpreisniveau ein. Mit einem Cut-Beschluss
blockte die OPEC dann das weitere Absinken der Ölpreise.
- In 2005
zeigten sich die Ölpreise im ersten Halbjahr getrieben von Ölbörsen-Spekulationen.
Fonds und Großinvestoren jonglierten massivst mit Ölkontrakten
und pushten den Barrelpreis hinauf auf stets neue Allzeit-Höchstwerte. Lediglich
im Mai kam es zu Preisschwächen. Die Zeiten billigen Öls wurden
für unwiederbringlich erklärt. 50 Dollar/Barrel müssen
bereits als wirklich preisgünstig angesehen werden. Auch die OPEC
unterstützt dieses Preisniveau aktiv.
In August und September kamen die Hurrikans Katrina und Rita -
mit verheerenden Folgen für New Orleans und Louisiana und die
Förderplattformen im Golf von Mexiko.
In der Folge der Hurrikans wurde allerdings ein Down-Trend bis November
eingeleitet.
- 2004
startete mit niedrigsten US-Bestandszahlen für Rohöl. Die Raffinerien
fuhren an unterster Versorgungsgrenze. Voreilige Kürzungsmaßnahmen
der OPEC leiteten im ersten Quartal eine nachhaltige Ölverteuerung
ein. Die irakischen Öllieferungen blieben wegen fortdauernder Sabotageaktionen
niedrig.
Gleichzeitig stieg der Weltölverbrauch unerwartet stark an. China
entwickelte einen riesigen Öldurst. Der Ölverbrauch der USA stieg
auf ein neues Rekordniveau. Fonds und Spekulanten pushten durch massive
Ölkontrakt-Käufe die Rohölnotierungen im Oktober hinauf
auf neue Allzeit-Höchstpreise von über 50 Dollar/Barrel. Im
November setzte sich dann eine turbulente Down-Bewegung durch, so dass
im Dezember ein relatives Preistief bei 40 $/Barrel erreicht wurde.
- 2003 war
in der ersten Jahreshälfte geprägt vom Irak-Krieg. Im Vorfeld
des Angriffskrieges der USA (ohne UN-Mandat) waren die Ölpreise erheblich
angestiegen. Mit Kriegsbeginn fielen die Notierungen aber schnell auf Normalniveau
zurück.
Im zweiten Halbjahr sanken die Öllagerbestände in den USA auf
ein kritisch niedriges Level, wodurch die US-Ölpreise auf sehr hohem
Niveau notierten. Für Europa schaffte der starke €uro Ausgleich
und hielt die Ölpreise noch auf mittelhohem Niveau.
Die OPEC verfolgte in 2003 eine Politik des teuren Öls, so dass sich
der Basket-Ölpreis im Jahresmittel auf über 28 $/Barrel
errechnete.
- 2002 begann
mit fester notierenden Ölpreisen, gestützt durch die Erwartung
einer sich erholenden Weltkonjunktur. Ab März notierten die Rohölpreise
wieder innerhalb der OPEC-Wunschspanne von 22 - 28 Dollar/Barrel und wurden
während der Sommermonate getrieben von der Kriegsgefahr USA / Irak.
Die OPEC hielt ihre Förderquoten extrem niedrig, allerdings lagen
die Ölfördermengen im Herbst um 10 bis 15 % über Soll-Quote.
Ein Ölarbeiter-Streik im OPEC-Land Venezuela ließ die Ölpreise
zum Jahresende klettern.
- In 2001 gelang
es der OPEC bis zum Monat September das Preisbandziel von 22 bis 28 Dollar/Barrel
sehr gut umzusetzen. Man beschloss drei Mal eine Fördermengendrosselung
von zusammen 13 %, während gleichzeitig die GUS-Staaten ihre
Produktion um 9 % steigerten.
Mit der sich anbahnenden rezessiven Stimmung und schließlich
den verheerenden Terroranschlägen vom 11.Sept.2001 ging der Ölverbrauch
spürbar zurück.
Die OPEC schob zunächst einen vierten Cut hinaus und suchte nach Cut-Unterstützung
durch die freien Ölförderländer, insbesondere um nicht weitere
Lieferanteile am Ölweltmarkt einzubüßen. Erst zum Jahreswechsel
2001/2002 konnte eine entsprechende Kürzungsallianz mit Russland,
Norwegen und Mexiko vereinbart werden, nachdem die Rohölpreise bereits
unter 17 Dollar/Barrel gesunken waren.
- In 2000
erhöhte die OPEC 4 mal die Förderquoten und produzierte schließlich
mit der Rekordmenge von 29,5 Mill. Barrel pro Tag. Die durch gute weltwirtschaftliche
Konjunktur bedingte hohe Nachfrage zwang die Rohölpreise aber stets
wieder in neue Aufwärtsschübe. Nachdem zeitweise sogar die 35-Dollar-Marke
übersprungen wurde, erfolgte schließlich eine Einpendelung oberhalb
von 30 Dollar. Erst im Dezember 2000 fielen die Notierungen schlagartig
wieder steil zurück.
- In 1999 kehrte
sich die Situation gänzlich um! Die OPEC entschied sich für deutliche
Förderkürzungen und führte das Preisband-System von 22 bis
28 Dollar pro Barrel ein. Die Mitgliedsländer hielten sich diszipliniert
an die beschlossenen Quoten. Dadurch kletterten die Weltmarktpreise unaufhaltsam von
10 auf 25 Dollar pro Barrel Rohöl.
- 1998:
Ölschwemme und tiefes Absinken der Ölpreise kennzeichneten
das dramatische Öljahr 1998. Das OPEC-Kartell zeigte sich zerstritten.
Verstärkt durch die Asienkrise bauten sich übergroße Lagerbestände
an Rohöl und Mineralölprodukten auf. Ende 1998 waren die Ölpreise
dann auf ein 20-Jahres-Tief eingebrochen und die Margen der Ölindustrie
zusammengeschrumpft. Ein Fass Rohöl war für 10 Dollar zu haben.
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