Heizölpreise - Infos täglich aktuell

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Preisbezug des TECSON Heizöl-Charts...

Heizölpreise sind Tagespreise und ständigen Schwankungen unterworfen. Für den Verbraucher ist der Preisvergleich wichtig. Bereits innerhalb einer Woche können sich deutliche Preisänderungen ergeben! Abweichend zu dem im TECSON-Chart für das Bundesgebiet errechneten Mittelpreis können die regionalen Heizölpreise etwas differieren. Typischerweise sind die Preise für Heizöl im Süden/Südosten im Vergleich um einige Cent/l höher als im Norden/Nordwesten Deutschlands. Dies ist durch die Transportstrecken bedingt.

Preisveränderungen vollziehen sich bundesweit zumeist gleichzeitig und in annähernd gleichem Maße. Als Preisbasis ist das bisherige Heizöl extra-leicht  (HEL) abgelöst durch das neue Heizöl schwefelarm, welches die Heizölhändler ebenfalls in der Standard- und der additivierten Premiumqualität anbieten.
Unser Preis-Chart weist den rechnerisch gemittelten Durchschnittspreis in Deutschland aus. Die Aktualisierungen erfolgen werktäglich. TECSON ist kein Heizölhändler und kommentiert die Marktsituation daher objektiv und unabhängig.

Rechts im Chart kann eine Mittelpreislinie für einen bestimmten Zeitraum eingeblendet werden. Dabei ist dann der rote Chart-Bereich hochpreisig (Wartepreise) und grün der Preisbereich für einen günstigen Heizölkauf (Kaufpreise).

Bundesweiter Durchschnittspreis für 3000 Liter Heizöl schwefelarm, bei Anlieferung im Nahbereich, inkl. MwSt.

Freitag, 6. Mai

Rohöl sehr volatil. Dollarkurs etwas erholt.
Heizölpreise auf Freitag seitwärts.

Situation am Ölmarkt

Die offiziellen US-Lagerzahlen wurden vom DOE mit 'bärischer' Note gemeldet. Demnach sind die amerikanischen Rohöllager weiter angewachsen, während sich die US-Schieferölproduktion weniger stark verringert hat als angenommen. Neues Marktthema sind umfangreiche Waldbrände im Westen Kanadas. Davon sind 7 Brände derzeit nicht unter Kontrolle. Die Ölproduktion aus den Ölsänden Albertas wurde teils gestoppt und Pipelines wurden vorübergehend außer Betrieb genommen. Kanada produziert etwa 4,5 Mio. Barrel Rohöl pro Tag. Durch die Brände hat sich die kanadische Ölproduktion aktuell um etwa 0,6 Mio. B/T verringert, wobei der Rückgang noch auf 1 Mio. B/T anwachsen mag. Das entspräche dann in etwa der aktuellen globalen Überversorgung. Größter Abnehmer des kanadischen Öls sind die USA, deren randvolle Öllager diese Entspannung durchaus sehr gut verkraften können.

Auf heutigen Freitag ist BRENT Rohöl gegen Mittwoch um 0,5 Dollar auf 44,6 USD/Barrel gesunken. Die US-Referenzsorte WTI konnte um 0,1 Dollar 43,9 USD/b geringfügig zulegen, was in den Produktionsausfällen in Kanada begründet ist. Der US-Dollar konnte sich vom Kursrückfall von Wochenbeginn weiter erholen. Die Gasölpreise haben auf Freitag um 6 Dollar auf 393 USD/Tonne verbilligt. Währungsbereinigt ergab sich lediglich ein Preisrückgang von 4 €uro auf 344 EUR/t.

Aktuelle Heizölpreise / Preisprognose

Am heutigen Freitagmorgen meldeten die Heizölhändler durchaus unterschiedliche Preisveränderungen. In manchen Städten verteuerte sich Heizöl etwas und in anderen Städten verbillige sich Heizöl um 0,5 ct/l. Das mag mit dem gestrigen Maifeiertag und den volatilen Rohölnotierungen zusammenhängen. Im rechnerischen Mittel ergab sich heute eine Null und der bundesweite Durchschnittspreis steht weiterhin bei 47,6 Cent/Liter Heizöl.
Die Nachfrage ist derzeit schwach, denn die überwiegende Zahl der Verbraucher spekuliert auf neuerlich sinkende Ölpreise und einen besseren Zeitpunkt für den weitschichtigen Vorratskauf.

Die Waldbrände in Kanada, mit dem Rohöl-Exportrückgang von bis zu 1 Million Barrel/Tag, stellt die globale Überversorgung augenblicklich glatt. Allerdings wird das nur ein kurzfristiger Effekt sein, dennoch erwarten wir davon eine volatile und unstetige Preisunterstützung in diesen Tagen...

US-Ölmarkt

Die neuen wöchentlichen US-Lagerzahlen:
[Erhebung EIA/DoE - 24.05.2016 - in Mio. Barrel]

. Rohöl:543,4(+2,8) 11,6 % > Vorjahr
. Heizöl+Diesel:157,0(-1,3) 20,0 % > Vorjahr
. Benzin:241,8(+0,5)   6,1 % > Vorjahr

Die vom DOE gemeldeten offiziellen US-Lagerzahlen sind 'bärisch' ausgefallen. Laut DOE erfuhren die US-Rohöllager einen weiteren Bestandszuwachs von 2,8 Mio. Barrel, während die Produktlager mit -0,8 Mio. Barrel einen nur geringen Rückgang verzeichneten. Der Raffineriedurchsatz ist von 88,1 auf 89,7 % gestiegen. Die Rohölimporte der USA haben sich um 110.000 auf 7,0 Millionen B/T erhöht. Gegen Vorjahr ist das ein Anstieg um 8,4%. Die eigene Ölproduktion der USA hat sich gegen Vorwoche um 113.000 auf 8,825 Mio. B/T verringert, wobei allerdings nur 30.000 B/T des Rückgangs auf die Schieferölfelder entfielen.

OPEC-Basketpreis, Gasölpreis, Dollar-Kurs

• OPEC-Basketpreis:   41,2 $/b (Vortag 40,5)

• Gasöl (Vorprodukt):  344 €/t  (Vortag 348)

• Dollar/€uro:  1,141 $/€  (Vortag 1,148)  Chart

Die Ölexporte des IRAN haben bereits im April ein Volumen von 2,0 Mio. Barrel/T überschritten. Die Ölfördermengen konnten auf fast 3,8 Mio. B/T überraschend stark gesteigert werden. Als Ziel hatte Teheran eine Ölproduktion von 4,0 Mio. B/T angepeilt. Dieses wird offenbar erstaunlich schnell erreicht werden können. Ein 'bärischer' Fakt.

Weltwirtschaft u. Finanzmärkte

Aus China wurde der Caixin/Markit Einkaufsmanagerindex für Dienstleistungen für April mit dem Wert 51,8 ebenfalls schwächer als erwartet gemeldet. Damit hat sich die Serie enttäuschender Konjunkturdaten aus China fortgesetzt.

Vom US-Arbeitsmarkt wurden gemischt zu wertende Entwicklungen gemeldet. Die Anzahl der Arbeitslosen-Erstanträge fiel mit 274.000 um 16.000 höher aus als erwartet. Die Zahl der längerfristig Arbeitslosen sank dagegen auf 2.121.000. Das waren 12.000 weniger als erwartet.

Das Heizölpreis-Niveau hängt ab von...

Rohölpreis:

Diagramm der Preisentwicklung siehe
Weltmarktpreise für Rohöl.
Die Rohölpreise sind Börsenpreise und in starkem Maße spekulativ beeinflusst. Weiter wirken Nachfrage und konjunkturelle Aussichten auf die Notierungen, wie auch aktuelle politische Auseinandersetzungen in den Ölförderländern. Hier sind derzeit insbesondere zu nennen Russland, die arabischen Länder sowie der IS-Terror.

Dollarkurs:

Der US-Dollar ist einzige Handelswährung für Öl auf dem Weltmarkt. So hat im Euro-Raum der Dollarwechselkurs erheblichen realen Preiseinfluss für die Ölkäufe.
Aktueller Kurs:  US-$ / €uro

Nachfragesituation / Lagerbestände:

Weltmarkt:

  • Auf dem Ölweltmarkt sind die USA und China die Hauptabnehmer.
  • Zunehmende Nachfrage kommt aus Indien und Brasilien.
  • Seit gut zwei Jahren ist der Ölweltmarkt massiv überversorgt. Besonders in den USA sind die Tanklager randvoll. Auch der Iran hat sehr große Mengen in Vorhaltung, die mit Ende des Embargos in 2016 auf den Ölmarkt schwemmen werden.

Inland:
Preisliche Wirkung auf hiesige Heizölpreise haben:

  • Die Nachfragesituation, die stark vom jeweiligen Preisniveau abhängt.
  • Der Bevorratungsstand in den Heizöl-Verbrauchertanks.
  • Zwischenlagerbestände und Füllgrad in den Großtanklagern.
  • Wettereinflüsse, z.B. milder o. Winter; Schiffbarkeit (Pegel) der Flüsse.

Wettbewerb:

Die örtlichen Mineralölhändler stehen untereinander im preislichen Wettbewerb um die Lieferaufträge. Die vom Heizölkunden beauftragte Liefermenge ist ein entscheidend wichtiger Preisfaktor für die Heizöllieferung. Insbesondere bei kleinen Bestellmengen schlagen die Lieferkosten anteilig hoch zu Buche. Sammelbestellungen lohnen sich! Stimmen Sie sich deshalb beim Heizöleinkauf mit Ihren Nachbarn für einen gemeinsamen Auftrag ab.
 
 

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