E-Fuels + Power-To-Liquid (PTL)

 
TICKER:  Aktuelle Meldungen u. Entwick­lungen

  • Namibia: Bisher kauft Namibia nahezu seinen gesamten Strombedarf in Südafrika, wo schmutzige Steinkohle­kraftwerke den Strom erzeugen. Zukünftig will das Land mithilfe von Sonnen- und Windenergie bis 2030 den eigenen Energiebedarf vollständig aber selbst produzieren. Überdies sollen auch grüner Wassserstoff und synthetische Kraftstoffe exportiert werden. Namibia will zu einem kosten­günstigen Lieferanten werden, auch für Deutschland.
     
  • Die EU-Kommission will die Zertifizierung von negativen CO2-Emissionen regeln. Dazu hat sie eine EU-Verordnung für die Zertifizierung der CO2-Entfernung aus der Luft, sowie Bioenergie mit CO2-Abscheidung und Speicherung vorgeschlagen.
    Carbon Farming = Speicherung von CO2 in Böden und Wäldern.
     
  • Ägypten und die Vereinigten Arabischen Emirate haben beschlossen, einen der weltweit größten Windparks mit einer Kapazität von 10 GW in Ägypten zu bauen. Die Anlage soll jährlich 48 GWh saubere Energie produzieren und etwa 10% der derzeitigen CO2-Emissionen Ägyptens auszugleichen.
  • Saudi-Arabien startet 'Green Drive' Projekt. Die Saudis schreiben 3,3 GigaWatt an Leistung für neue Wind- und Solar­kapazität zum Bau aus. Die Stromer­zeugung aus Erneuer­baren soll bis 2030 auf 50% Anteil des Gesamt­bedarfs gesteigert werden.
  • Die VAE und die USA haben einen 100 Milliarden Dollar Deal für saubere Energiegewinnung unterzeichnet. Bis 2035 sollen diese 100 Milliarden für erneuerbare Energieprojekte eingesetzt werden. Es sollen damit 100 GW an Kapazität geschaffen werden und in den VAE und anderen Ländern aufgebaut gehen.
     
  • Laut jüngstem UN Bericht ist die Menschheit offenbar nicht in der Lage, die globale Erwärmung zu stoppen. Vor der COP27 Konferenz im November sah die UN keinen „glaubwürdigen Weg“, um den Anstieg der globalen Tempe­raturen auf 1,5°C über dem vorindustriellen Niveau zu begrenzen, und dass sie beim derzeitigen Kurs um 2,8°C ansteigen werden.
  • Erderwärmung bis 2100 um 2,2 Grad, stellt die jüngste DNV-Voraus­berechnung fest. Die Maßnahmen zur globalen Energie­wende reichen definitiv nicht aus, um das gesetzte Klimaziel von Paris zu erreichen. Aktuell wurden auf dem Welt­klima­gipfel und Ägypten noch düsterere Erd­erwär­mungs­zahlen präsentiert.
  • Der Weltklimarat drängt zur Maßnahmenbeschleuinigung und zu mehr Tempo gegen den Klima­wandel. Der neue Bericht des Welt­klima­rats ist ernüch­ternd und alar­mierend. UN-General­sekretär Guterres spricht von einem "Doku­ment der Schande" und macht Wirtschaft und Politik schwere Vorwürfe. Der Hand­lungs­druck wächst, um das 1,5-Grad-Ziel noch irgendwie erreichen zu können.
     
  • Die Lecks der Nord Stream Pipelines verursachen die größte einzelne Methan­frei­setzung in der Geschichte. Es ent­weichen je Stunde etwa 23000 kg Methan unver­brannt in die Atmos­phäre. Methan ist eines der stärksten Treib­haus­gase. Sollten größere Mengen an Ostsee­wasser in die Röhren ein­dringen, so sind die vier Nord Stream Pipelines wohl kaum jemals wieder reparabel.
  • In Deutschland sollen die drei verbliebenen Kern­kraft­werke bis April in Betrieb gehalten werden. Diese Maß­nahme soll die Grund­last an Strom mit unter­stützen, sodass die Bedarfs­spitzen im Winter­halb­jahr hinreichend bedient werden können. Die Abschaltung der letzten Atom­kraft­werke wird also von Dezember auf Mitte April verschoben.
     

 

E-Fuels - Kraftstoff aus Ökostrom!

e-Fuels tanken

 

Info-Beitrag
der UNITI
(Clip)

Flüssige Brennstoffe können künftig durch PowerTo­Liquid erzeugt werden!

  • Schritt 1:
    Die aus alternativem Strom erzeugte Energie kann in Wasserstoff gewandelt werden.
  • Schritt 2:
    Der Wasserstoff wird in einem zweiten Prozess in großer Menge mit dem CO2 aus Abgasen in einen flüssigen Brennstoff gewan­delt. Dieses synthetisch erzeugte Öl speichert die Energie um Faktoren besser und effizienter als modernste Akku­tech­nologien.
  • Schritt 3:
    E-Fuels werden mit Verbrennungs­motoren, Fuel-Turbinen und Öl­heizungen wie bisher und mit der gleichen Technologie verbrannt. Letztlich aber zu 100% klima­neutral (bis auf geringe Prozess-Neben­energien.)
PowerToLiquid: P2L (PTL) => E-FUELS

 

Die unerschöpfliche Energie der Sonne techno­logisch richtig nutzen
- Das ist PTL.

Die großen Vorteile:

  1. Effizienter und schneller umsetzbar, denn die Logistik wie auch die Zwischen­lager (herkömm­liche Tanks) sind komplett vorhanden.
  2. Die bestehende Infrastruktur muss nicht auf Strom­speiche­rung und E-Motoren umgestellt werden. Die gesamte Logistik und die Ölheizung und sogar die Verbren­nungs­motoren in allen Fahr­zeugen können mit gering­sten Ände­rungen beibe­halten werden. Ebenso die Tanklager, die Tankstellen und die Mineralöl­logistik und der Mineralöl­handel.
  3. Dieses Verfahren ist zu annähernd 100% CO2-neutral! Der Wasser­stoff wird aus Wasser gewonnen (Elektrolyse), wobei reines O2 frei wird. Der Kohlen­stoff wird aus der Luft (CO2) gewonnen, wobei ebenfalls O2 frei wird.
  4. Die Abgase der Verbren­nungs­motoren und Ölhei­zungen gehen als CO2 wieder in die Atmos­phäre, aber dieser wurde das CO2 in gleichem Umfang vorher entzogen.
    CO2-Bilanz und schädlicherlicher Klima­effekt = Null.
  5. Umzustellen sind die Raffinerien. Sie erzeugen die Ölpro­dukte nicht aus Rohöl, sondern aus Strom, Luft und Wasser. Die Umstellung ist machbar. Neben den Solar­feldern in sonnen­reichen Regionen und ebenso neben heimischen Windparks werden mittel­große PtL-Wandler­anlagen stehen. Kleinere Anlagen sind bereits gebaut und funktio­nieren!

E-FUELS und PTL sind

  1. Effizienter !
  2. Speicherbarer !
  3. Insgesamt erheblich kostengünstiger !
    Also bezahlbar von Staat und Bürgern.
  4. Letzlich schneller realisierbar(!) als eine globale E-Mobilität.

 

#eFuels  - Die machbare Zukunft !

  • Mit E-Fuels bleibt die Welt beim Heizöl und bei den Verbren­nungs­kraft­stoffen - aber ersetzt durch in der Gesamt­bilanz klima­neutrale synthe­tische Kraft­stoffe für Auto, Schiffe und Flugzeuge.
  • Benzin, Diesel, Kerosin, alles ist herstellbar und nach Verfügbarkeit prozentual zunehmend beimischbar. Die Verbrenner­motoren und Flugzeug­turbinen arbeiten damit in der Vollbe­trach­tung CO2-neutral!
    Es ist kein gigantischer Technologie­umbau nötig. Die bisherigen Motoren werden "klimasauber", auf jedem Kontinent der Welt.
  • Die E-Mobilität scheint ein großer Irrweg zu werden, weil der Aufwand zu gigantisch, zu teuer und zu langsam ist.
    Mit derzeitiger Batterie­techno­logie ist das kein realis­tischer Weg. Es müsste die Batterie völlig neu erfunden werden.

 

Klimaerwarmung, C02 Ausstoß

Thema "Mobili­tätswende'

forsa Umfrage:  Eine große Mehrheit würde E-Fuels tanken!

Die renommierte forsa Politik- und Sozial­for­schung GmbH hat im Auftrag von UNITI eine reprä­sentative Befragung zum Thema „E-Fuels“ durch­geführt. Vor die Wahl zwischen einen Elektro­auto und ein mit E-Fuels betriebenes Diesel- oder Benzin­auto gestellt, würden sich 60% für den Verbrenner mit synthe­tischem Kraftstoff entscheiden. 82% der Befragten können sich grundsätzlich vorstellen, klimaneutrale E-Fuels zu nutzen. Nur 15% schließen das aus. Als Haupt­gründe für eine ableh­nende Haltung werden der Preis genannt sowie zu wenig über E-Fuels zu wissen.

Aufklärend dazu das Statement von Elmar Kühn (UNITI): E-Fuels, vorzugsweise auf Basis von "grünem Wasserstoff", sind zu 100% neutral".
Damit ist die E-Fuels Technologie den E-Fahr­zeugen hinsichtlich CO2- und Klima­aus­wirkung sowie der Umwelt­belastung weit überlegen, denn von der Lithium­gewinnung und der Batterie­herstel­lung im gigan­tischem Umfang für die E-Fahrzeuge kann das in der Gesamt­bilanz nicht behauptet werden.

Synthe­tische Kraftstoffe werden zu jedem Zeitpunkt für die Auto­fahrer bezahlbar sein, denn E-Fuels würden zu Beginn nur in geringen Anteilen fossilen Kraft­stoffen beigemischt. Durch den Ausbau von Produk­tions­kapazi­täten werden die Herstel­lungs­kosten zunehmend sinken. Der Bei­mischung­santeil der E-Fuels würde allmählich steigen, während auf der anderen Seite die Produk­tions­kosten stetig sinken. Es ist daher davon auszu­gehen, dass Kraft­stoffe mit E-Fuels Bei­mischung von Beginn an für den Autofahrer nur einige Cent pro Liter teurer sein werden als bisherige rein fossile Kraft­stoffe.

Eine deutliche Mehrheit würde Verbrenner mit E-Fuels den Elektro­autos vorziehen. 60% würden auf E-Fuels setzen, 27% auf batterie­betriebe E-Fahr­zeuge. Die forsa Zahlen belegen, dass die Menschen E-Fuels den Vorzug geben würden. Die Politik auf nationaler und europä­ischer Ebene spiegelt den Willen Bürger bei der Defossi­lisierung des Verkehrs bislang nicht ange­messen wider. Hier sollte dringend nachkor­rigiert werden und der Weg für den Markt­hochlauf der E-Fuels schnell freige­macht werden!

 

Ölproduktion, Lagermengen, Energiesektor, erneuerbare Energien

Hier die hochin­ter­essante  FORSA Umfrage
 


Verbrenner-Verbot ab 2035:

Die EU hat Anfang Juni ein faktisches Verbrenner-Verbot ab 2035 beschlossen. Ein herber Rückschlag für PTL.
Das Europäische Parlament hat mehrheitlich für die über­arbei­teten CO2-Emissions­normen für neue Pkw und leichte Nutz­fahr­zeuge votiert, als Teil des Pakets „Fit für 55 in 2030". Damit wird die Chance vergeben, Europa als PtX-Vorreiter zu positio­nieren. E-Fuels als flüssige Power-to-X-Produkte würden dagegen solche einseitigen Abhän­gig­keiten und nega­tiven Impli­kationen vermeiden helfen. Sie können in diversen Regionen der Welt, wo Sonnen- und Wind­energie im Überfluss vor­handen sind, gewonnen werden. Damit vergibt Europa die Chance, sich als Techno­logie­vor­reiter bei zukunfts­trächtigen PtX-Anwen­dungen zu positi­onieren. Die negativen Folgen dieses Verbrenner­verbots und einer regu­latori­schen Blockade der E-Fuels könnten in wenigen Jahren weltweit als ab­schrecken­des Beispiel dafür dienen, wie man den Weg zur CO2-Neutra­lität eben nicht angehen sollte, sagt die UNITI.

Die UNITI, der Bundes­verband mittel­stän­discher Mineralöl­unter­nehmen e.V., kritisiert den Beschluss des EU-Parlaments für ein faktisches Neu­zulas­sungs­verbot für Verbrenner ab dem Jahr 2035. Vor allem die Entschei­dung, CO2-neutrale E-Fuels nicht im Rahmen der CO2-Flotten­regu­lierung anzu­rechnen, ist sachlich nicht begründ­bar und stellt einen vorläu­figen Höhe­punkt des ideologie­getrie­benen Kampfes gegen bezahl­bare Auto­mobilität dar.

 

E-FUELS = Die Zukunft für die Verbrenner

Weitere Infos zur eFuel Technologie:

✅  futures:fuels  CO2-neutrale Engerie:

✅  en2x  - clean-fuels-for-all:

✅  Weitere Infos von CHEMIE TECHNIK:

PTL und PTX

  • Broschüre der IWO zum Thema "Energiewende und Klimaschutz"
    Nur so kann die Energiewende geschafft werden: « Power-to-X ».
    Sehr lesenswert!

Power to X Allianz

Grüner Strom und grünen Wasserstoff effektiv erzeugt

Fakten:

  • PtX ermöglicht in der Zukunft effek­tiven Klima­schutz und eine erfolg­reiche Technologie- und Indus­trie­politik.
  • PtX stellen eine Ergänzung und Komplett­techno­logie zum Ausbau der erneuer­baren Energien, von Strom­netzen und von Strom­speichern dar.
  • Aus PtX-Anlagen gewonnene Fuels und Gase lassen sich über lange Zeit­räume speichern. Sie können volks­wirt­schaft­lich effizient in die beste­hende Infras­truktur, beispiels­weise dem Tank­stellen­netz, integriert werden.
     
  • Klimaneutrale flüssige Energieträger sind anderen alter­nativen Energie­trägern überlegen. Politik, Wirtschaft und Gesell­schaft ist zum Dialog über die nationale und inter­nationale Energie­zukunft aufge­fordert.
     
  • Der Bund wird künftig H2-Zukunftsprojekte mit 350 Millionen Euro fördern. Zur weiteren Umsetzung der nationalen Wasser­stoff­strategie haben das Wirtschafts- und das Forschungs­minis­terium jetzt eine Regelung zur Förderung inter­nationaler Wasser­stoff­projekte vorgelegt.
     
  • P2X Europe, ein Joint Venture von H&R und der Mabanaft Gruppe, wird zusam­men mit Nordic Electrofuel (Norwegen) synthese­basierte E-Fuels in kommer­ziellen Mengen herstellen. Die Anlagen werden bis 2024 aufgebaut.

Energie­ver­sorgung, Energie­preiskrise, etc.

  • Primärenergieverbrauch DE:

Nach aktuellen Erhebungen der Arbeits­gemein­schaft Energie­bilanzen ist der Primär­energie­verbrauch in Deutschland in 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 2,6% auf 12.190 Petajoule ange­stiegen. Das entspricht 416,1 Millionen Tonnen Stein­kohlen­einheiten. Der Anstieg erfolgte trotz der phasen­weisen Corona-Einschrän­kungen.

Wegen der Ukraine-Krise und den Versorgungs­unsicher­heiten importiert die EU derzeit 55 Prozent mehr Kohle. Die bereits rasant gestiegenen Gas-Preise machen Kohle zur Stom­erzeu­gung überaus attraktiv. Proifit-orientiert gedacht, nicht Klima-orientert gehandelt!

Brüssel definert mit jüngsten Beschlüssen die Kern­energie- und die Erdgas-Investi­tionen als „Grüne Energie“ ein.
Atomkraft ist klima­schonend ("was man so argu­men­tieren kann") und Erdgas soll als "Über­gangs­energie" wohl bis 2030 gefördert werden.

  • Gaspreisturbulenzen:

Massive Gaspreis­schwan­kungen mit extremer Teuerung bringen immer mehr große und mittlere Anbieter, auch Stadtwerke, in Bedrängnis. Die Verteu­erungen belasten in extremer Weise auch die Bezugs­firmen und die Gasver­braucher. Die Energie­preis­krise hat im Sommer zahlreiche Billig­anbieter die Segel steichen lassen.

  • CO2 Bepreisung:

In Deutschland haben sich Bund und Länder auf die Nach­besserung des Klima­paketes geeinigt. Für Kraft­stoffe und für Heizöl müssen ab 2021 pro Tonne CO2  25,- anstatt 10,- EUR bezahlt werden. Das dürfte auf den Liter Öl dann 7 - 8 Cent an Verteu­erung bringen. In den Folge­jahren soll diese Abgabe weiter ansteigen auf 55 - 65 EUR je Tonne CO2. Ausglei­chend wird die Pendler­pau­schale ange­hoben.

Energiesektor, Energieverbrauch