E-Fuels + Power-To-Liquid (PTL)

 
TICKER:  Aktuelle Meldungen u. Entwick­lungen

  • Siemens Energy und Air Liquide gründen ein Joint-Venture für die Elektrolyse-Produktion von H2. Bis 2025 soll die jährliche Produk­tions­kapazität drei Gigawatt erreichen.
  • Atomkraft und Gas zeitlich begrenzt als „grün“ beschlossen
    Das Europäische Parlament billigte die sog. grüne Taxonomie, die Kernenergie und Erdgas als umwelt­verträg­liche Energie­formen. Investi­tionen in diese Segmente gelten damit mit zukünf­tigen EU-Verpflich­tungen vereinbar.
  • Verbrenner-Verbot
    Das EU-Parlament hat kürzlich ein faktisches Verbrenner-Verbot ab 2035 beschlossen. Die Bundes­regierung hat sich Ende Juni nun aber darauf verständigt, dass Fahrzeuge mit Verbren­nungs­motor auch nach 2035 neu zuge­lassen werden können, sofern sie nach­weislich nur mit E-Fuels betrieben werden. In den Medien wird die E-Fuels Klima­bilanz teils verzerrt dargestellt und schlecht­geredet.
  • H2 in den Niederlanden
    Hydrogen Holland baut in Rotterdam eine 200MW H2-Elektrolyse­anlage. Projekt­partner sind Shell und Thyssen-Krupp UCE.
  • H2-Elektrolyse direkt auf See
    Neue Wasserstoff-Leitprojekte H2Mare und H2Giga: Für die künftige Wasserstoffwirtschaft hat das Bundesforschungsministerium drei große Leitprojekte gestartet. Dabei soll die Elektrolyse des grünen H2 direkt auf See erfolgen.
  • Strom aus Norwegen u. Schweden teurer
    Für Strom aus Norwegen und Schweden sind die Bezugs­preise Anfang Mai auf ein Allzeit­hoch gestiegen. Dabei wurde die Mega­watt­stunde mit 92 €/MWh gehandelt. Ein Grund für die Rekord­preise ist, dass die für die Erzeu­gung des Stroms per Wasser­kraft­werken herhal­tenden Wasser­reservoirs aktuell nur zu 22% gefüllt sind.
  • Rohstoffsorgen bei der Batterieherstellung
    EV-Batterieherstellung mit großen Mate­rial­pro­ble­men:  Kupfer, Nickel und Kobalt sind seit Monaten kaum beschaff­bar. Die Her­steller sind gezwun­gen, ihre Liefer­verträge auf­zukün­digen und setzen ihre Preis­listen aus. Auch im weiteren Jahres­verlauf ist mit deut­lichen Preis­steige­rungen auf dem Batterie­markt zu rechnen, die bei +25% liegen können.
  • Wasserverbrauch in der Atacama
    Die Regierung Chiles verklagt die Bergbau­riesen BHP und Antofa­gasta wegen ihres Wasser­ver­brauchs in der Region Atacama. Offenbar wurden Grund­wasser­schichten durch die verstärkte Lithium-Aus­beu­tung entwäs­sert. Das ist für die Natur wohl niemals wieder reparabel.
  • Kongo schert sich nicht um Umweltfolgen
    Die Demokratische Republik Kongo hat diese Woche die Lizenzierung von 30 Öl- und Gas­förderblöcken eingeleitet, die sich über die riesigen Torfgebiete des Landes erstrecken. Die Bohrungen dürfte verzögert eine regionale Klima­kata­strophe mit sich bringen, indem Milliarden Tonnen Kohlen­stoff freige­setzt werden.
  • Weltklimarat fordert Beschleunigung
    Der Weltklimarat drängt zu mehr Tempo gegen den Klima­wandel. Der neue Bericht des Welt­klima­rats ist ernüch­ternd und alar­mierend. UN-General­sekretär Guterres spricht von einem "Doku­ment der Schande" und macht Wirtschaft und Politik schwere Vorwürfe. Der Hand­lungs­druck wächst, um das 1,5-Grad-Ziel noch irgendwie erreichen zu können.
  • LNG soll überbrücken
    In Überbrückungsstrategie, hin zur CO2-neutralen Energie­erzeu­gung, soll den kom­men­den Jahren mehr Erdgas, anstelle von Kohle und Öl verfeuert werden. Beschleu­nigt wird das Ganze durch die Auswir­kungen des Ukraine-Russland Krieges und dem Bezugs­konflikt betref­fend Öl und Gas aus Russland. Die USA wollen Europa nun mit LNG-Gasliefe­rungen zu mehr Unab­hängig­keit von Moskau verhelfen. Die Energie-Knapp­heits­krise der EU soll gemein­schaftlich bewältigt werden. So wollen die USA in diesem Jahr mindes­tens 15 Milli­arden Kubik­meter mehr Flüssig­erdgas (LNG) nach Europa liefern als bisher. Auf dem Energie­markt ist alles im Umbruch, schnells­tens weg von russischer Energie ist die Marsch­richtung.
     

 

E-Fuels - Kraftstoff aus Ökostrom!

e-Fuels tanken

 

Info-Beitrag
der UNITI
(Clip)

Flüssige Brennstoffe können künftig durch PowerTo­Liquid erzeugt werden!

  • Schritt 1:
    Die aus alternativem Strom erzeugte Energie kann in Wasserstoff gewandelt werden.
  • Schritt 2:
    Der Wasserstoff wird in einem zweiten Prozess in großer Menge mit dem CO2 aus Abgasen in einen flüssigen Brennstoff gewan­delt. Dieses synthetisch erzeugte Öl speichert die Energie um Faktoren besser und effizienter als modernste Akku­tech­nologien.
  • Schritt 3:
    E-Fuels werden mit Verbrennungs­motoren, Fuel-Turbinen und Öl­heizungen wie bisher und mit der gleichen Technologie verbrannt. Letztlich aber zu 100% klima­neutral (bis auf geringe Prozess-Neben­energien.)
PowerToLiquid: P2L (PTL) => E-FUELS

 

Die unerschöpfliche Energie der Sonne techno­logisch richtig nutzen
- Das ist PTL.

Die großen Vorteile:

  1. Effizienter und schneller umsetzbar, denn die Logistik wie auch die Zwischen­lager (herkömm­liche Tanks) sind komplett vorhanden.
  2. Die bestehende Infrastruktur muss nicht auf Strom­speiche­rung und E-Motoren umgestellt werden. Die gesamte Logistik und die Ölheizung und sogar die Verbren­nungs­motoren in allen Fahr­zeugen können mit gering­sten Ände­rungen beibe­halten werden. Ebenso die Tanklager, die Tankstellen und die Mineralöl­logistik und der Mineralöl­handel.
  3. Dieses Verfahren ist zu annähernd 100% CO2-neutral! Der Wasser­stoff wird aus Wasser gewonnen (Elektrolyse), wobei reines O2 frei wird. Der Kohlen­stoff wird aus der Luft (CO2) gewonnen, wobei ebenfalls O2 frei wird.
  4. Die Abgase der Verbren­nungs­motoren und Ölhei­zungen gehen als CO2 wieder in die Atmos­phäre, aber dieser wurde das CO2 in gleichem Umfang vorher entzogen.
    CO2-Bilanz und schädlicherlicher Klima­effekt = Null.
  5. Umzustellen sind die Raffinerien. Sie erzeugen die Ölpro­dukte nicht aus Rohöl, sondern aus Strom, Luft und Wasser. Die Umstellung ist machbar. Neben den Solar­feldern in sonnen­reichen Regionen und ebenso neben heimischen Windparks werden mittel­große PtL-Wandler­anlagen stehen. Kleinere Anlagen sind bereits gebaut und funktio­nieren!

E-FUELS und PTL sind

  1. Effizienter !
  2. Speicherbarer !
  3. Insgesamt erheblich kostengünstiger !
    Also bezahlbar von Staat und Bürgern.
  4. Letzlich schneller realisierbar(!) als eine globale E-Mobilität.

 

#eFuels  - Die machbare Zukunft !

  • Mit E-Fuels bleibt die Welt beim Heizöl und bei den Verbren­nungs­kraft­stoffen - aber ersetzt durch in der Gesamt­bilanz klima­neutrale synthe­tische Kraft­stoffe für Auto, Schiffe und Flugzeuge.
  • Benzin, Diesel, Kerosin, alles ist herstellbar und nach Verfügbarkeit prozentual zunehmend beimischbar. Die Verbrenner­motoren und Flugzeug­turbinen arbeiten damit in der Vollbe­trach­tung CO2-neutral!
    Es ist kein gigantischer Technologie­umbau nötig. Die bisherigen Motoren werden "klimasauber", auf jedem Kontinent der Welt.
  • Die E-Mobilität scheint ein großer Irrweg zu werden, weil der Aufwand zu gigantisch, zu teuer und zu langsam ist.
    Mit derzeitiger Batterie­techno­logie ist das kein realis­tischer Weg. Es müsste die Batterie völlig neu erfunden werden.

 

Klimaerwarmung, C02 Ausstoß

Thema "Mobili­tätswende'

forsa Umfrage:  Eine große Mehrheit würde E-Fuels tanken!

Die renommierte forsa Politik- und Sozial­for­schung GmbH hat im Auftrag von UNITI eine reprä­sentative Befragung zum Thema „E-Fuels“ durch­geführt. Vor die Wahl zwischen einen Elektro­auto und ein mit E-Fuels betriebenes Diesel- oder Benzin­auto gestellt, würden sich 60% für den Verbrenner mit synthe­tischem Kraftstoff entscheiden. 82% der Befragten können sich grundsätzlich vorstellen, klimaneutrale E-Fuels zu nutzen. Nur 15% schließen das aus. Als Haupt­gründe für eine ableh­nende Haltung werden der Preis genannt sowie zu wenig über E-Fuels zu wissen.

Aufklärend dazu das Statement von Elmar Kühn (UNITI): E-Fuels, vorzugsweise auf Basis von "grünem Wasserstoff", sind zu 100% neutral".
Damit ist die E-Fuels Technologie den E-Fahr­zeugen hinsichtlich CO2- und Klima­aus­wirkung sowie der Umwelt­belastung weit überlegen, denn von der Lithium­gewinnung und der Batterie­herstel­lung im gigan­tischem Umfang für die E-Fahrzeuge kann das in der Gesamt­bilanz nicht behauptet werden.

Synthe­tische Kraftstoffe werden zu jedem Zeitpunkt für die Auto­fahrer bezahlbar sein, denn E-Fuels würden zu Beginn nur in geringen Anteilen fossilen Kraft­stoffen beigemischt. Durch den Ausbau von Produk­tions­kapazi­täten werden die Herstel­lungs­kosten zunehmend sinken. Der Bei­mischung­santeil der E-Fuels würde allmählich steigen, während auf der anderen Seite die Produk­tions­kosten stetig sinken. Es ist daher davon auszu­gehen, dass Kraft­stoffe mit E-Fuels Bei­mischung von Beginn an für den Autofahrer nur einige Cent pro Liter teurer sein werden als bisherige rein fossile Kraft­stoffe.

Eine deutliche Mehrheit würde Verbrenner mit E-Fuels den Elektro­autos vorziehen. 60% würden auf E-Fuels setzen, 27% auf batterie­betriebe E-Fahr­zeuge. Die forsa Zahlen belegen, dass die Menschen E-Fuels den Vorzug geben würden. Die Politik auf nationaler und europä­ischer Ebene spiegelt den Willen Bürger bei der Defossi­lisierung des Verkehrs bislang nicht ange­messen wider. Hier sollte dringend nachkor­rigiert werden und der Weg für den Markt­hochlauf der E-Fuels schnell freige­macht werden!

 

Ölproduktion, Lagermengen, Energiesektor, erneuerbare Energien

Hier die hochin­ter­essante  FORSA Umfrage
 


Verbrenner-Verbot ab 2035:

Die EU hat Anfang Juni ein faktisches Verbrenner-Verbot ab 2035 beschlossen. Ein herber Rückschlag für PTL.
Das Europäische Parlament hat mehrheitlich für die über­arbei­teten CO2-Emissions­normen für neue Pkw und leichte Nutz­fahr­zeuge votiert, als Teil des Pakets „Fit für 55 in 2030". Damit wird die Chance vergeben, Europa als PtX-Vorreiter zu positio­nieren. E-Fuels als flüssige Power-to-X-Produkte würden dagegen solche einseitigen Abhän­gig­keiten und nega­tiven Impli­kationen vermeiden helfen. Sie können in diversen Regionen der Welt, wo Sonnen- und Wind­energie im Überfluss vor­handen sind, gewonnen werden. Damit vergibt Europa die Chance, sich als Techno­logie­vor­reiter bei zukunfts­trächtigen PtX-Anwen­dungen zu positi­onieren. Die negativen Folgen dieses Verbrenner­verbots und einer regu­latori­schen Blockade der E-Fuels könnten in wenigen Jahren weltweit als ab­schrecken­des Beispiel dafür dienen, wie man den Weg zur CO2-Neutra­lität eben nicht angehen sollte, sagt die UNITI.

Die UNITI, der Bundes­verband mittel­stän­discher Mineralöl­unter­nehmen e.V., kritisiert den Beschluss des EU-Parlaments für ein faktisches Neu­zulas­sungs­verbot für Verbrenner ab dem Jahr 2035. Vor allem die Entschei­dung, CO2-neutrale E-Fuels nicht im Rahmen der CO2-Flotten­regu­lierung anzu­rechnen, ist sachlich nicht begründ­bar und stellt einen vorläu­figen Höhe­punkt des ideologie­getrie­benen Kampfes gegen bezahl­bare Auto­mobilität dar.

 

E-FUELS = Die Zukunft für die Verbrenner

Weitere Infos zur eFuel Technologie:

✅  futures:fuels  CO2-neutrale Engerie:

✅  en2x  - clean-fuels-for-all:

✅  Weitere Infos von CHEMIE TECHNIK:

✅  Weitere Infos vom VEH Verband:
 

PTL und PTX

  • Broschüre der IWO zum Thema "Energiewende und Klimaschutz"
    Nur so kann die Energiewende geschafft werden: « Power-to-X ».
    Sehr lesenswert!

Power to X Allianz

Grüner Strom und grünen Wasserstoff effektiv erzeugt

Fakten:

  • PtX ermöglicht in der Zukunft effek­tiven Klima­schutz und eine erfolg­reiche Technologie- und Indus­trie­politik.
  • PtX stellen eine Ergänzung und Komplett­techno­logie zum Ausbau der erneuer­baren Energien, von Strom­netzen und von Strom­speichern dar.
  • Aus PtX-Anlagen gewonnene Fuels und Gase lassen sich über lange Zeit­räume speichern. Sie können volks­wirt­schaft­lich effizient in die beste­hende Infras­truktur, beispiels­weise dem Tank­stellen­netz, integriert werden.
     
  • Klimaneutrale flüssige Energieträger sind anderen alter­nativen Energie­trägern überlegen. Politik, Wirtschaft und Gesell­schaft ist zum Dialog über die nationale und inter­nationale Energie­zukunft aufge­fordert.
     
  • Der Bund wird künftig H2-Zukunftsprojekte mit 350 Millionen Euro fördern. Zur weiteren Umsetzung der nationalen Wasser­stoff­strategie haben das Wirtschafts- und das Forschungs­minis­terium jetzt eine Regelung zur Förderung inter­nationaler Wasser­stoff­projekte vorgelegt.
     
  • P2X Europe, ein Joint Venture von H&R und der Mabanaft Gruppe, wird zusam­men mit Nordic Electrofuel (Norwegen) synthese­basierte E-Fuels in kommer­ziellen Mengen herstellen. Die Anlagen werden bis 2024 aufgebaut.

Energie­ver­sorgung, Energie­preiskrise, etc.

  • Primärenergieverbrauch DE:

Nach aktuellen Erhebungen der Arbeits­gemein­schaft Energie­bilanzen ist der Primär­energie­verbrauch in Deutschland in 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 2,6% auf 12.190 Petajoule ange­stiegen. Das entspricht 416,1 Millionen Tonnen Stein­kohlen­einheiten. Der Anstieg erfolgte trotz der phasen­weisen Corona-Einschrän­kungen.

Wegen der Ukraine-Krise und den Versorgungs­unsicher­heiten importiert die EU derzeit 55 Prozent mehr Kohle. Die bereits rasant gestiegenen Gas-Preise machen Kohle zur Stom­erzeu­gung überaus attraktiv. Proifit-orientiert gedacht, nicht Klima-orientert gehandelt!

Brüssel definert mit jüngsten Beschlüssen die Kern­energie- und die Erdgas-Investi­tionen als „Grüne Energie“ ein.
Atomkraft ist klima­schonend ("was man so argu­men­tieren kann") und Erdgas soll als "Über­gangs­energie" wohl bis 2030 gefördert werden.

  • Gaspreisturbulenzen:

Massive Gaspreis­schwan­kungen sorgen über Jahres­wechsel hinaus weiter für hohe Belas­tungen beim Gasver­trieb und Gasbezug.

Dabei bringen rasant gestiegene Energie­preise immer mehr mittlere Anbieter in Bedrängnis. Die Verteu­erungen belasten zuneh­mend auch die Kunden. Die Energie­preis­krise hat in den vergan­genen Wochen zahlreiche Billig­anbieter die Segel steichen lassen.

  • CO2 Bepreisung:

In Deutschland haben sich Bund und Länder auf die Nach­besserung des Klima­paketes geeinigt. Für Kraft­stoffe und für Heizöl müssen ab 2021 pro Tonne CO2 25,- EUR anstatt 10 EUR bezahlt werden. Das dürfte auf den Liter Öl dann 7 - 8 Cent an Verteu­erung bringen. In den Folge­jahren soll diese Abgabe weiter ansteigen auf 55 - 65 EUR je Tonne CO2. Ausglei­chend wird die Pendler­pau­schale ange­hoben.

Energiesektor, Energieverbrauch